Schweinegrippe-Drama!
Irgendwann erwischt sie jeden: Die Schweinegrippe.
Und diesmal waren wir dran. Und wie…
Zugegeben: Als die Schweinegrippe vor einigen Monaten durch die Presse zu geistern begann, wusste ich nicht, was mit ihr anfangen. Nach all der Hype wegen der Vogelgrippe (erinnert sich noch jemand?), fiel es mir schwer, das Thema ernst zu nehmen.
Auch die Berichterstattung über die Impfstoffe trugen nicht gerade zu einer wie auch immer gearteten Klarheit bei. Während die Lokalzeitung fette Schlagzeilen mit Warnungen ins Rennen warf, schlugen in meinem E-Mail Postkasten konspirative Aufrufe ein, sich auf keinen Fall impfen zu lassen. Die einen schrieben, es sei langfristig schädlich. Die anderen monierten dagegen, es gäbe keine Langzeittests des Stoffes. Und überhaupt: War das nicht alles eine inszenierte Masche der Pharmaindustrie, um noch vor Weihnachten die Kasse ordentlich aufzufüllen?
Puh, dachte ich beim Lesen – und wandte mich dann anderem zu. Was sonst?
Aber dann wurde meine Frau Maren letzten Freitag krank. Am Sonntag folgten meine beiden Söhne Rocco und Milton. Und am Montag schlug es mich von den Beinen.
Da lag nun die ganze Familie in Quarantäne: Meine Schwiegereltern stellten die Einkäufe stets brav vor die Haustür, und den Paketboten scheuchten wir immer wieder weg – aber der nahm das Ganze gelassen hin. Entweder hatte er die Grippe schon gehabt, oder er war geimpft oder er ist einfach einer jener unverbesserlichen Optimisten, die sich von nichts schrecken lassen – auch nicht von uns Bleichgesichtigen, die wie Zombies hinter der Haustürscheibe auftauchten, wann immer er klingelte.
Abgesehen davon ging es uns schlecht.
Nicht lebensbedrohlich schlecht.
Aber mattscheibenmäßig schlecht.
In den ersten beiden Tagen hatte ich Fieber, bis 39 Grad, aber am Mittwoch traten die Hitzewallungen die Flucht an – und das wars dann auch schon.
Anders jedoch als bei einer „normalen“ Grippe fühlte ich mich in den Tagen danach schlapp. Das war für mich ungewohnt.
Ich werde eher selten krank, und wenn, dann hält es meist nicht lange an. Eine Grippe ist bei mir nach 2 Tagen durch.
Diesmal aber nicht.
Obwohl ich am Mittwoch kein Fieber hatte, konnte ich mich kaum aufraffen – erledigte nur ein paar sehr eilige Mails und kroch dann wieder unter die heimelige Bettdecke.
Am Donnerstag wagte ich mich erneut an meine Mails – musste aber nach einer halben Stunde beidrehen, weil die Konzentration nicht mehr da war.
Heute, Freitag, habe ich schon mehr Tagesgeschäft erledigt. Aber auch nur das notwendigste: Newsletter geschrieben. Mails beantwortet. Ein Briefing für meine Webkonferenzlösung we:presenter durchgegeben. Einen Blogbeitrag verfasst.
Mehr war nicht drin.
Jetzt kommt das Wochenende, wo ich es noch etwas laxer angehen kann, und am Montag bin ich wohl wieder fit.
Meine Quintessenz?
Die Schweinegrippe ist heftig. Und für Menschen mit einer labilen Gesundheit kann sie – wie jede Grippe – gefährlich werden. Aber ob die ganze Angsthype berechtigt war, die um die Schweinegrippe gemacht wurde –
– ich weiß es nicht.
PS: Kleine Anekdote am Rande. Habe gerade bei istockphoto.com ein Bildmotiv für diesen Artikel gesucht. Was glauben Sie, wieviel Bildmotive gibt es wohl zum Thema? 1440 Stck. Donnerschlag: Das nenne ich geschäftstüchtig.













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