2 Nachrichten. 2 Lebenswege.

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Wie der Zufall es so wollte, brachte Spiegel Online heute zwei Nachrichten untereinander: Der Modeschöpfer Alexander McQueen hat sich umgebracht. Und ein Multimillionär verschenkt sein Vermögen.

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Alexander McQueen hatte so ziemlich alles, was heutzutage mit dem Siegel “Erfolg!” etikettiert wird: Er war reich, er war berühmt, er war angesehen, und er arbeitete mit den schönsten Menschen der Welt zusammen.

Aber all das hat nicht geholfen, McQueens Kummer zu trösten: Nach und nach, so Spiegel Online, starben Menschen weg, die ihm am Herzen gelegen hatten. “Eine enge Freundin McQueens, die Stilikone und Publizistin Isabella Blow, die als seine Entdeckerin galt, hatte vor drei Jahren Selbstmord begangen. Im letzten Jahr musste McQueen dann seine Tante beerdigen, mit der er ebenfalls eng verbunden war.”

Letzte Woche schließlich starb seine Mutter, Joyce McQueen, mit der ihn ein inniges, vielleicht auch zu enges Verhältnis verband. Zwei Tage vor ihrer Beisetzung nahm er sich das Leben.

“Fürs Glück”, sagt Karl Rabeder, “ist Geld hinderlich”, heißt es einen Klick weiter.

Und darum verschenkt der Millionär nun nach und nach sein Vermögen.

“Ich habe lange geglaubt, immer mehr Geld und Luxus anzuhäufen, mache glücklich”, erklärte Rabeder. “Ich stamme aus einer sehr armen Familie, deren wichtigste Regel lautete, dass man immer hart arbeiten müsse, um immer mehr und mehr materiellen Besitz anzuhäufen. Daran habe ich mich für viele Jahre gehalten.”

Es sei ein Urlaub auf Hawaii gewesen, wo er nach eigenen Angaben “so viel Geld ausgab, wie man nur ausgeben konnte und trotzdem das Gefühl hatte, alles sei unwirklich und er nur Schauspieler, der eine Rolle spiele.”

Die Folge?

Rabeder verschenkt nun sein Vermögen. Von sechs Segelflugzeugen und einer Luxuslimousine hat er sich bereits getrennt. Eine üppige Luxusvilla in der Provence wird momentan versteigert. Der Erlös geht an eine Stiftung, die Mikrokredite in Lateinamerika vergibt.

“Durch dieses Projekt wird sich nicht nur das Leben von hoffentlich vielen armen Menschen ändern, sondern sicherlich auch mein eigenes. Nachdem meine Tochter nun auch im Ausland studiert, werde ich viel Zeit bei meinen Projekten in Mittel- und Südamerika verbringen, bei weitem nicht so luxuriös leben wie bisher, aber hoffentlich einen Beitrag leisten, damit diese Welt zu einer besseren wird.”

“Ich möchte, dass am Ende nichts übrig bleibt”, so Rabeder, “absolut nichts. Geld ist kontraproduktiv. Fürs Glück ist es hinderlich.”

Rabeder ist jedoch kein Missionar, der andere, die am Reichtum hängen, verurteilt: “Ich habe nicht das Recht, anderen Ratschläge zu geben. Ich bin einfach meinem Herzen gefolgt.”

Zwei Nachrichten.

Zwei Leben.

Zwei Wege.


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