Wie schnell kommt der Erfolg mit “The Secret” wirklich?

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Haben Sie “The Secret” gesehen?

Diesen Film mit den vielen amerikanischen Startrainern, die Ihnen erzählen, dass Sie alles sein und haben können? Egal, was. Hauptsache, Sie denken fest daran?

Waren Sie vielleicht fasziniert? Inspiriert?

Haben Sie vielleicht “das Geheimnis” bereits getestet?

Und es hat “irgendwie” nicht geklappt?

Willkommen im Club!

Und freuen Sie sich auf eine Richtigstellung von einem der populärsten Trainer aus dem Film: Jack Canfield, der mit seiner Bücherserie “Hühnersuppe für die Seele” zum Bestsellerautor mit Millionenauflage wurde.Falls Sie “The Secret” nicht gesehen haben, lassen Sie mich eine Schnellzusammenfassung bringen. In dem aufwändig proudzierten Streifen wird die These aufgestellt, dass Gedanken Anziehungskraft besitzen.Wenn wir mucho Schönes denken, kommt auch viel Schönes.

Leider funktioniert das auch umgekehrt: Wenn wir viel an Mist denken, kommt auch viel Mist in unser Leben.Während wir beim “Schönen”, das da kommen soll, vielleicht zur Skepsis neigen, kennen die meisten von uns das Gegenteil. “Ein Unglück kommt selten allein”, sagt man. Oder: “Erst hat man kein Glück, und dann kommt noch Pech dazu.”

(Da der Volksmund das schon lange kennt, sind die Geheimnisse aus “The Secret” eigentlich keine).

Aber, wenn es stimmen sollte, dass Gedanken etwas anziehen (und ich möchte an dieser Stelle mich weder für noch gegen die These positionieren, weil ich einfach nicht wirklich weiß, ob das so funktioniert oder nicht.) – also, wenn dem so sein sollte, dass Gedanken Erfolg anziehen, warum in aller Welt sind nicht alle Leute, die “The Secret” gesehen haben, extrem erfolgreich?

Dazu hat Jack Canfield nun Stellung bezogen. Und zwar auf eine, wie ich finde, kluge Weise.

1. Erfolg ist etwas, das auf Grund unseres Einsatzes “erfolgt”
“Wenn wir den Erfolg von anderen bewundern”, so Canfield, “neigen wir dazu, uns zu sehr auf das Endresultat zu konzentrieren und nicht so sehr die Anstrengungen (und Zeit) zu berücksichtigen, die dem Erfolg vorausgegangen sind. Das kann zu unrealistischen Erwartungen führen”.

2. Erfolg funktioniert nicht wie im Bilderbuch
Besonders schädlich findet Canfield die Idee, dass “Übernachterfolg durch eine ausgefuchste Strategie und das Befolgen von klugen Ratschlägen” entstehen könnte.

Hm.

Hat da Canfield nicht einen ganzen Berufsstand in Frage gestellt (zu dem ich auch gehöre?).

Hat er.

Ist für mich aber auch in Ordnung. Das bedeutet, dass das Leben unberechenbar und damit auch spannend bleibt.

“Die Wahrheit aber ist”, so Canfield weiter, “dass Erfolg durch eine Reihe von kleinen Maßnahmen entsteht, die manchmal eine Ewigkeit in Anspruch zu nehmen scheinen.”

3. Herausforderungen pflastern den Weg
Auf dem Weg zum Erfolg erwarten Sie auch “einige Enttäuschungen”, meint Canfield, “die Sie bis ins Mark herausfordern, ob es um Ihre Standfestigkeit, Ihre Courage, Ihre Integrität und sogar Ihre Bereitschaft geht, Ihre Ziele wirklich umzusetzen.
“Holla!Das ist aber mal etwas ganz anderes, als die Weichspüler-Sprüche in “The Secret”. Dort lautete die “geheime Formel”:

  1. Frage: Sagen Sie, was Sie wollen.
  2. Glauben Sie an Ihren Wunsch.
  3. Lassen Sie sich beliefern.

Von Problemen, Rückschlägen, Herausforderungen oder gar Prüfungen steht da nichts.

Aber ist das nicht unsere Erfahrung vom echten Leben? Wir wünschen uns etwas. Etwas kommt ins Rollen. Und dann kommt das eine oder andere Missgeschick daher und stellt das Ganze in Frage?

Wenn Sie mich fragen: So ist es mir oft genug ergangen.

Aber nun wird es interessant.

4. Auch, wenn manches schief geht – bleiben Sie bei dem, was Sie wollen
“Wenn Sie sich jedoch darauf konzentrieren, was nicht klappt,” warnt Canfield, kann ein Teufelskreis entstehen.

Rückschlag -> Negatives Denken -> Negative Verhaltensweisen -> Rückschläge -> Negatives Denken …

Am Ende dieses Teufelskreis stehen da besonders negative Gedanken wie “Ich bin zu blöd”, “Das klappt doch sowieso nicht”, “Irgendetwas stimmt mit mir nicht”.

Hilfe!

Was ist jetzt zu tun?

Bewusst positiv denken!

Wie?

Ein Dankbarkeitstagebuch ist eine Option.

In dieses Tagebuch notieren Sie einfach alle positiven Erlebnisse, die Ihnen widerfahren. Die kleinen und die großen Erfolge. Ein Lächeln. Eine gelungene Kundenpräsentation. Ein schöner Nachmittag mit Kindern. Eine Beförderung. Lob. Ein Schnäppchen, das man gemacht hat. Ein Job, der einem gut von der Hand gegangen ist.

Sie wissen schon.

“Beginnen Sie jeden Tag damit, sich auf die Dinge zu konzentrieren, für die Sie dankbar sind”, empfiehlt Canfield. “Und beenden Sie jeden Tag damit, aufzuschreiben, was gut an diesem Tag gelaufen ist.”

5. Handeln. Fünfmal am Tag
“Nehmen Sie jeden Tag 5 Maßnahmen in Angriff, die Sie Ihrem Ziel ein Stückchen näher bringen.” Ob kleine oder große Maßnahmen spielt keine so wichtige Rolle. Hauptsache man ist aktiv, probiert vieles aus und lernt aus den Erfahrungen. Aus den schlechten, wie den guten.

6. Geduld, mein junger Padawan…
…sagen die Jedi Meister in “Krieg der Sterne” immer wieder ihren Studenten.

Diesen Tipp gibt auch Canfield: “Man unterschätzt leicht, wie viel Zeit ein Ziel brauchen kann – vor allem wenn es ein wirklich großes Ziel ist. Als ich mir das Ziel gesetzt habe, Millionär zu werden, schrieben wir das Jahr 1983. Wie lange habe ich dafür gebraucht? Elf Jahre! … das hat mir viel Geduld abgefordert, vor allem wenn man bedenkt, dass ich eigentlich einen Übernachterfolg angestrebt habe.”

Dem habe ich nicht mehr viel hinzuzufügen.

Außer: Wohl dem Dinge.;-)

PS: Erhalten habe ich seine Richtigstellung übrigens über den Newsletter von David Riklan (Ehre, wem Ehre gebührt).


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