Pipi in den Augen
Ja, ich weiß, ich sollte nicht so verdammt emotional sein. Und doch: Heute bin ich es.
Denn wir sind online!
Es war eine lange Reise, die letztes Jahr als Idee begann, sich dann über das Interview mit Neale Donald Walsch in etwas Greifbares verwandelte. Und die heute, Donnerstag, den 28.02.2008 das Licht der Netzwelt erblickt.
Und was für eine Geburt das war.
Von einigen der Wehen habe ich bereits in diesem Blog geschrieben. Die üblichen Querelen, durch die man geht, wenn man etwas gänzlich Neues auf die Beine stellt. Manche Dinge funktionieren, andere erstmal nicht. Und wenn man beharrlich dran bleibt, wird es ja auch was.
Aber das ist nur ein Teil der Story. Denn es gibt noch eine tiefere Schicht, eine Story unterhalb der Story sozusagen. Deutlich wurde mir dies, als ich das Manifest zu coach-your-self.tv schrieb.
Meine Idee war, Ziele und Visionen zu beschreiben – aber als ich mich an den Text setzte und ich mich fragte, was ich zu dem “Warum” verfassen wurde, fielen mir die verrauchten und verschwitzten Partys in meiner Jugendzeit ein.
Und ich erinnerte mich daran, wie ich damals (übrigens noch mit langen Haaren) auf den Kellertreppen gesessen und Leute aus meiner Clique (so nannte man das damals) bei Liebeskummer beriet. Nein, nein, keine Sorge: Das war nicht alles, was ich damals auf Partys getrieben habe – aber meine Beratungsexzesse waren zumindest so intensiv, dass ich damals den Namen “Dr. Weissie” verpasst bekommen habe.
Von dort spannt sich meine Liebe zur Psychologie und mein Drang, andere Menschen bei ihren Herausforderungen zu unterstützen, wie ein roter Faden durch mein Leben. Ob die Freud, Adler und Jung Bücher in meinen Keller, ob meine ersten Bioenergetik-Seminare in den frühen Achtziger, meine NLP-Ausbildung zehn Jahre später oder auch die Krise, die ich in den Mitt-Neunzigern durchlief und der dann mein erstes Buch Quest entsprang: Dieser Drang war immer da und ließ nie locker.
Bis heute.
Ganz besonders bis heute, denn vor wenigen Minuten ist meine neue Site online gegangen. Und sie ist nichts weiter als die konsequente Fortführung meiner Treppengespräche in den Jöllenbecker Partykellern.
So, und nun werde ich mir die Pipi aus den Augen wischen und eine Flasche Schampus aufmachen.
Prosit.
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