Schritt 2: Ziele setzen (Pro & Contra)
Heute habe ich “Butter bei die Fische getan”, wie wir Ostwestfalen ja zu sagen pflegen, und mein Ziel gesetzt.
85 Kilo will ich in der ersten Etappe abnehmen. Also rund 10 Kilo will ich abspecken.
Ob ich das so schaffe?
In diesem Artikel will ich einfach mal in einem ersten Wurf zusammenfassen, was gegen das Ziel spricht.
Vorteile meines alten Verhaltens.
Ich führe das Übergewicht auf mehrere Faktoren zurück:
- Ich esse oft erst abends richtig. Und wenn ich einen langen Tag hatte, dann auch viel zu spät.
- Meine Ernährung ist fettlastig – und das oft in Kombination mit Kohlehydraten (Kartoffen, Nudeln, Pommes, Brot etc.)
- Ich sitze den ganzen Tag vor dem PC und mache – von zwei kurzen Fahrradtouren täglich abgesehen – keinen Sport.
- Ich trinke gerne Wein.
Welche Vorteile stelle ich durch mein altes Verhalten sicher?
- Das Essen abends ist eine Belohnung. Ich habe “hart” gearbeitet – und nun gönne ich mir was.
- Das Essen abends ist auch ein “Schnitt vom Büro”. Dadurch, dass ich esse, komme ich in eine andere Stimmung.
- Essen erdet mich: Da ich viel Kopfarbeit leiste, tut es mir gut, wenn ich etwa bodenständigem nachgehe.
- Wein trinke ich nicht nur des Geschmacks wegen – ich mag es ab und zu auch mal ganz gerne, nach extrem viel Gedankenarbeit ein bisschen beduselt zu sein.
Nachteile meines neuen Zieles
Wenn ich über mein Ziel nachdenke, kommen mir folgende Einwände in den Sinn:
- Ich muss mich ganz schön kontrollieren, was das Essen angeht. (Sofort fällt mir wieder das Thema “Belohnung” ein. Ich neige wohl ziemlich häufig dazu, mir mal gerade was gutes zu gönnen. Mhm.)
- Sport ist Mord. Und meine Kondition ist wirklich in einem bedauernswerten Zustand. Das werde ich zu spüren bekommen, wenn ich zu trainieren anfange.
- Wie gehe ich denn dann anders mit dem “Stress” um, mit dem ich konfrontiert werde? Wenn ich keine so gut wirksame Alternative wie Essen habe, werde ich noch gestresster. Das kann es ja wohl nicht sein.
Was heißt das nun für mein Ziel?
Wenn erfolgreich abnehmen möchte, brauche ich
- eine andere Form der Belohnung (welche, weiß ich noch nicht)
- eine effektive Art und Weise, abends einen “Schnitt” zu machen.
- irgendetwas, das mich “erdet” und zugleich von den Nachwirkungen von zuviel Gedankenarbeit befreit.
Soweit mein erster Wurf. Weitere Gedanken dazu folgen in Kürze.
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