Die Crux mit Überzeugungen

6 Beiträge

Dietmar, ein treuer Zuschauer von Martin.TV hat mich auf einen wunden Punkt gestoßen. Gut so, denn…

… er machte mir etwas interessantes bewusst.

Zur Vorgeschichte: Wie Sie wissen, nehme ich ab. Der Anfang war gut: Innerhalb von 7 Wochen ging es von 95,6 runter auf 89,9 Kilo.

Aber nun hat sich mein Gewicht auf diesen Punkt eingependelt und will einfach nicht weiter runter gehen.

Darum habe ich Pfingstmontag mit dem Trampolinspringen begonnen – und einigen launigen Videobeitrag mit dem bezeichnenden Titel “Sport ist…” veröffentlicht.

Die Tage darauf bin ich auch stramm gesprungen, aber dann wurde das Wetter schlechter, und damit hatte ich eine Ausrede, warum es dann doch nicht weiter ging: Morgen, morgen, nur nicht heute…

Und wie es der Zufall so wollte, schrieb mir dann Dietmar vorgestern:

“….mmmhhh, Sport ist Mord – Bewegung macht Spaß!

Wie sieht’s denn bei Dir mit einschränkenden Glaubenssätzen zu Sport und Körper aus?

Du hast ja mit NLP und “The Work” einen guten Hintergrund Dir selber auf die Schliche zu kommen.”

Tja.

Und so bin ich denn mal in Klausur gegangen und habe meine Glaubenssätze überprüft – und bin dabei auf etwas sehr Faszinierendes gestoßen.

Zum ersten gibt es eine sehr grundsätzliche negative Disposition, denn ich war als Kind Asthmatiker. So schlimm, dass ich manchmal keine 5 Meter laufen konnte, ohne anhalten zu müssen, um wieder zu Atem zu kommen. Zahlreiche Kuren und Behandlungen in Luftdruckkammern zeitigten keinen Erfolg, bis dann Anfang der Siebziger unser Hausarzt mit etwas Neuem um die Ecke kam, dass die Amerikaner entdeckt hatten und dass in Münster in einer Spezialklinik erforscht wurde: Allergien.

Es stellte sich heraus, dass ich eine Katzenhaar-Allergie hatte, und als wir unsere Katze weggaben, verschwand auch das Asthma. Allerdings blieb es als so genanntes Anstrengungsasthma erhalten: Wenn ich es im Sport übertrieb, bekam und bekomme ich Atemnot.

Das ist also einer der Faktoren.

Aber nicht der einzige.

Der andere ist, dass ich eine zusätzliche Überzeugung hege, dass Sport nichts bringt. Oder zumindest nicht viel. Die ersten 6 Kilo sind ja ganz ohne Sport weggegangen, und irgendwie habe ich mich deswegen der Meinung verschrieben, dass Sport anstrengend und zugleich auf der Waage wenig bringt.

“Irgendwie” basiert diese Überzeugung auf Aussagen von Leuten, die 500 Gramm zunehmen und dann – ich übertreibe mal ein bisschen – 5 Abende lang jeweils drei Stunden trainieren, um das “Über” am Gewicht wieder abzubauen.

Eine Meinung, die ich jetzt, da ich darüber nachdenke, doch ein bisschen fragwürdig finde (obwohl ich zugeben muss, dass ich das wirklich geglaubt habe und noch immer ein bisschen glaube).

Eine dritte Sache, die mir im Zusammenhang mit Sport einfällt: Sport kostet so viel Zeit. Die ist bei mir eh schon knapp bemessen.

Aber auch dazu habe ich eine Idee. Ich werde die Zeit auf dem Trampolin und vielleicht auf dem Fahrrad nutzen (Laufen finde ich langweilig) um Audio-Tapes zu hören. Da könnte ich mich ja ein bisschen weiterbilden.

Mhm.

OK.

Genug sinniert.

Es müssen Taten folgen.

Meine Entscheidung? Für die nächsten 30 Tage entscheide ich mich dazu, 5 x die Woche 30 Minuten aktiv zu bewegen. Trampolin. Fahrradfahren. Und zusätzlich folgende Tipps von Dietmar zu berücksichtigen: “Wo könntest mehr Bewegung in Deinen normalen Alltag einbauen? z.B. nicht den Parkplatz in der ersten Reihe nehmen, Treppen steigen statt Fahrstuhl, eine Station früher aus der Straßenbahn aussteigen den Rest zu Fuß gehen, keine “Sitzungen” mehr im Job sondern “Gehungen” (die alten griechischen Philosophen schlenderten mit ihren Schülern durch die Stadt)…”

Dietmar vielen Dank!

So, und damit ist mein neues Ziel amtlich: 5 x die Woche – 30 Minuten Sport. 30 Tage lang.

Puh.

Egal. Da muss ich nun durch.

Und nächste Woche Dienstag (27.05.) geht es wieder weiter mit einem Video-Beitrag.


Lade Dir jetzt eine kostenlose Audio-Meditation herunter, mit der Du innerliche Blockaden, sowie negative Gefühle aller Art sanft und wirksam mildern und auflösen kannst.




  1. Hier noch etwas motivation zum bewegen : nicht nur dein gewicht provitiert :
    “Körperliche Ausdaueraktivität – zum Beispiel Joggen, Radfahren, Schwimmen oder zügiges Spazierengehen – schützt das Herz und die Blutgefäße auf vielerlei Weise. Sie senkt Blutfette, Blutzucker und Blutdruck, erweitert die Gefäße, steigert die Leistungsreserven des Herzens, bremst den Appetit und hilft, überzählige Pfunde wieder loszuwerden. Optimal sind aus medizinischer Sicht vier bis fünf Trainingseinheiten pro Woche von jeweils 30 bis 45 Minuten. Lässt sich Ausdauersport in diesem Umfang nur schwer mit dem Alltag vereinbaren, sollte man sich zumindest zwei- bis dreimal pro Woche ausgiebig bewegen und möglichst oft zu Fuß gehen statt Auto oder Rolltreppe zu benutzen.” – Quelle:http://www.medizinauskunft.de/artikel/diagnose/krankheiten/2008/17_01_herzschwaeche_sport.php
    viel erfolg weiterhin
    wünscht inka

  2. profitieren schreibt man natürlich mit f – nicht mit v – :-) )

  3. zaphod44 sagt:

    Hallo Martin,

    freut mich das Dir mein Beitrag weiter geholfen hat.

    Vielleicht bringt Dich dieser Vorschlag auf neue Ideen unter dem Aspekt “Fitness in wenig Zeit”.

    Stell Dir vor einer Deiner Firmenkunden kommt nach einem Seminar/Training auf Dich zu, mit der Bitte ein ganzheitliches Gesundheitscoaching für seine Führungskräfte zu entwickeln. Die sind natürlich beruflich stark eingespannt. ;-)
    Wie würde Deine Lösung aussehen?

    (Ich geb mal ein paar Recherchehinweise:
    http://www.amazon.de/Minuten-sind-genug-Figurformel-Minimaler/dp/3774260443/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1211722702&sr=8-1
    http://www.amazon.de/Energy-Alles-wollen-k%C3%B6nnen-schaffen/dp/3774232296/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1211722973&sr=1-1
    http://www.amazon.de/Perfektes-Lauftraining-Herbert-Steffny/dp/3517075825/ref=sr_1_8?ie=UTF8&s=books&qid=1211723320&sr=1-8
    die Bücher kann ich empfehlen!

    http://www.bdpt.org/ Dachverband von Personal-Trainern

    http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/tips/sportiv/50195/index.html
    Übungen für’s Büro)

    Wie halten sich eigentlich Deine Familie, Freunde und Geschäftspartner fit?

    Wie wäre es mit einem Minimal-, Maximalprogramm?
    (mein eigenes sieht so aus, Minimum 30 Minuten flotter Spaziergang täglich, Maximum 4 x die Woche laufen a 60 Minuten)

    Herzliche Grüße
    Dietmar

  4. Hallo Inka, hallo Dietmar,

    danke für die Tipps.

    In den letzten 6 Tagen habe ich fast täglich (5 Tage, um genau zu sein), jeden Morgen 30 Minuten Sport gemacht. Trampolin springen.

    Das interessante ist, dass ich mich insgesamt schon viel fitte fühle – und auch viel zackiger spazierengehe. Ich entdecke gerade die Lust an der Bewegung. ;-)

    Das mut dem Hantel-Training finde ich übrigens interessant (Ich glaube, das war die 8 Minuten Geschichte).

    Hat das mal einer von Euch ausprobiert?

    ;-)

    Martin

  5. zaphod44 sagt:

    Hallo Martin,

    das 8 Minuten-Training (Hantelgeschichte) ist ok. Hat einen 28 Tage Zyklus, jeden Tag eine andere Muskelgruppe. Ich mach das als Ergänzung oder Ersatz wenn ich nicht zum Laufen komme. Die Übungen lassen sich durchaus in 8 Minuten schaffen.

    ;-)
    Dietmar

  6. Hallo Dietmar,

    das klingt interessant. Momentan mache ich Trampolin. Jeden Tag bisher! ;-)

    Will es noch eine Weile so halten und dann gezielter an den Muskelaufbau ran.

    Schaue mir mal das Buch an, sobald ich soweit bin.

    ;-)

    Martin

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