Don Schlunz macht ernst!
So, das hat man davon, wenn man Ziele zu lax setzt. Nachdem ich gute 86,9 Kilo erreicht hatte und ich meine gewünschten 85 Kilo für die nächsten 10 – 14 tage avisierte, geschah – das Gegenteil.
Ok.
Ich glaube, das musste so sein.
Nach dem guten Ergebnis letzte Woche habe ich mir ein paar Tage “Ausrutscher” erlaubt. Eben doch genascht. Und zum Fußballspiel gestern denn doch zwei, drei Bierchen gezischt.
Und wupps: 88 Kilo auf der Waage.
Aber wissen Sie, was?
Das ist ok so.
Ja, ich weiß, eigentlich wollte ich doch nun runter auf 85.
Aber ein bisschen Schlunz muss sein.
Das Leben besteht ja nicht nur aus “Zielen”.
Aber dennoch; die 85 will ich (und danach auch noch besser, aber das steht auf einem anderen Blatt).
Darum gebe ich hiermit hochoffiziell bekannt: Am 17.07. wiege ich meine 85 Kilo.
Morgen, Freitag, den 27.06. gehe ich noch mal aus und gönne mir zwei Weißbier.
Und danach gibt es den Endspurt.
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Oh, jetzt wird’s nochmal spannend
Alles Gute für den Endspurt!!!
Dietmar
Hallo Dietmar,
Danke!
Werde heute einen neuen Report veröffentlichen. Und das Gewicht … na, ja, wirst sehen. Da muss ich noch was tun.
Martin
Oha, jetzt treibst Du die Spannung bis zum Anschlag!
Also, ich tippe auf knappe 85,8 kg!
Gruss
Dietmar
Nö. Ich gondele noch immer bei 87 Kilo rum.
Ich springe brav, aber irgendwie will das Gewicht nicht so recht runter.
Martin
Darum gebe ich hiermit hochoffiziell bekannt: Am 17.07. wiege ich meine 85 Kilo.
Huhu, heute ist Samstag der 19.07.2008 – ich vermisse deinen Beitrag
)
(Ok, die Jahreszahl fehlt
Dietmar
Hu, hu,
habe dieses Wochenende mein Quest-Seminar gegeben.
Mein Ziel zum 17.07. runter auf 85 Kilo zu kommen, habe ich nicht erreicht.
Aber ich bin dran.
Die letzten zwei Kilo runter zu kriegen, ist härter als der Verlust der 8 zuvor.
Zwei Dingen bin ich dabei auf die Spur gekommen. Zum einen experimentiere ich viel damit, rum zu leckern und dabei das Gewicht zu halten (so esse ich morgens zum Beispiel zwei Rosinenschnecken und dann bis mittags Laugenbrötchen). Damit will ich sicher stellen, dass kein Jojo Effekt eintritt.
Andererseits ahne ich, dass ich mir ein neues Ziel setzen muss. 2 Kilo ist nicht soo attraktiv wie zu Beginn die 10 Kilo.
Deswegen überlege ich, ob ich mir nicht ein neues Ziel setze: 78 Kilo. Oder 80. Also einen größeren Sprung.
Aber ich schrecke auch ein bisschen davor zurück. Will ich das wirklich? Was bedeutet das an Umstellung? Schaffe ich das?
Ich lasse mir damit noch etwas Zeit und werde dann am Donnerstag darüber berichten.
Vielleicht nicht per Video, da Mittwoch und am Wochenende wieder Seminare anstehen.
Alles Liebe
Martin
Hallo Martin,
macht nix mit den 2 Kilo. Die 8 Kilo sind doch auch ein Super-Erfolg. Und Dich damit so öffentlich in die Bütt zu stellen find ich nach wie vor sehr mutig.
Evtl. hast Du jetzt auch so eine Plateau-Phase erreicht, wo sich der Körper an die Abnehmerei gewöhnt hat und es jetzt einfach etwas zäher wird.
Evtl. ist auch das x KG als Motivation für’s Unbewusste zu abstrakt.
Wie könntest Du das Ziel “Abnehmen” sinnlich attraktiver machen?
Da gibt’s doch im NLP dieses Modell der Neurologischen Ebenen von Dilt’s – was würde sich da bei Dir ändern, wenn Du 78 Kilo wiegst?
Wie war das? 1. Umwelt 2. Verhalten 3. Fähigkeiten 4. Glauben,Werte 5. Identität 6. Spirtualität/Zugehörigkeit
Also – weiter viel Erfolg!!!
Liebe Grüße
Dietmar
Hallo Dietmar,
Mensch, danke!
Wenn ich die letzten Wochen reflektiere, dann fällt mir auf, dass ich einiges auf den Hörnern hatte, das mit einem toughen Timing zu tun hatte. Seminare, neue Beiträge etc.
Ich setze mir selbst gerne Ziele, und ich habe auch nichts dagegen, wenn die Ziele eine Herausforderung für mich bedeuten.
Allerdings habe ich auch eine (schon unbewusst gewordene) Abmachen, dass ich manche Dinge laxer angehe, sollte es zu herausfordernd werden.
Das Abnehmen ist mir wichtig. Steht aber nicht an erster Stelle.
Dann spielt es eine wichtige Rolle, dass ich einen Rhytmus und auch einen Speiseplan finde, der für mich funktioniert.
Früher habe ich nie gefrühstückt, höchstens, wenn ich im Hotel war.
Seit dem ich abnehme, frühstücke ich mehr. Und ich liebe es, Brot oder Brötchen zu essen. Und ich habe mich in kleine Leckereien wie die Rosinenschnecken verliebt.
Also, das will ich auf jeden Fall beibehalten.
Darum habe ich viel in den letzen Wochen ausprobiert. Manchmal zugelegt. Dann wieder abgenommen.
Was die logischen Ebenen angeht, so will ich hier einfach mal spontan sinnieren, was mir dazu einfällt.
1. Umwelt: Dazu fällt mir nur ein, dass ich mir vermutlich neue Klamotten kaufen müsste. Wäre aber ok, da ich ja im Jahreszeitenwechsel mir eh neue Sachen zulege.
2. Verhalten: Hier bin ich mir nicht so sicher, was ich “tun” soll. Ich springe Trampolin, meist 30 Minuten, und ich will es dabei belassen. Vielleicht etwas steigern. Aber eine Stunde wäre mir zuviel. Im August kommt Yoga hinzu. Und ich habe angefangen zu meditieren. Ob das fürs Gewichtabnehmen reicht, weiß ich nicht. Glaube aber, dass es den Prozess unterstützt, denn ich esse gerne, wenn ich zu sehr im Kopf bin. Einfach, um mich zu erden. Eventuell könnte ich mich mit Laufen anfreunden.
3. Fähigkeiten: Da fällt mir das “Maßhalten” ein. In dem Sinne von, den Tätigkeiten in meinem Leben ein Maß und eine Grenze zu geben (ich bin der Meinung, dass man erst durch Grenzen setzen richtig gut wird. Wie Rollo May gesagt hat: Erst durch Grenzen setzen wird man richtig kreativ).
4. Werte: Da kommen mir Liebe und Vergebung in den Sinn. Das kann ich noch mehr praktizieren, denn dadurch nehme ich mir auch Stress in meinem Leben.
5. Identität: Sehe mich als 78 Kilo Mensch wie ein Adler, der in seinem Horst sein kann (bodenständig) aber auch die Kondition hat, sich nach oben in die Lüfte zu schwingen.
6. Spiritualität: Da kam mir in den Sinn, dass ein gesunder Körper wie ein sauberes Behältnis ist. Beispielsweise wie eine saubere Tasse, in die man Tee gießt. Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. (Wobei ich gerade noch mal bei Wikipedia nachgeschaut und gesehen habe, dass die Redewendung selbst recht problematisch ist http://de.wikipedia.org/wiki/Mens_sana_in_corpore_sano) Aber im Kern trifft es dennoch die Sache: Der Geschmack des Tees ist klar zu schmecken, wenn die Tasse gereinigt ist.
Eine Sache noch, die mir gerade eingefallen ist: Ich kann mir vorstellen, dass mein früheres Gewicht auf den scheinbaren Vorteil vermittelten, dass dadurch auch meine Worte mehr Gewicht bekommen .
Ist schon interessant, wenn man genauer hinschaut. Das mag zwar für den einen oder anderen hier abstrus klingen, aber für mich ist da was wahres dran.
Habe dieses Bild nun geändert, denn für mich stehen nun Werte wie Agilität, Frische, Dynmaik und Beweglichkeit mehr im Vordergrund.
Soweit mal ganz spontan mein ersten, ungeschminkten Gedanken…
Martin
Hallo Martin,
ich find Deine ersten, ungeschminkten Gedanken eindrucksvoll – da bin gespannt wie sich das weiterentwickelt.
Spiritualität, im hinduistischen Tantra gibt es die Vorstellung den eignen Körper als Tempel und Stätte für die Götter zu sehen.
Da passt dann ja Yoga und Meditation
Ich vermute mal, das bringt einiges in Richtung Körpergefühl und Stressmanagement.
Was mir noch aufgefallen ist, Du hast meistens nach gesellschaftlichen Ereignissen zugelegt. Essen als “soziales” Ritual, Bekräftigung von Freundschaft, Verbundenheit?
Wie passt diese Abnehmerei in die Stationen der Heldenreise aus Quest?
Dietmar
Lieber Dietmar,
Bingo!
Das passt.
Meditation und Yoga.
Genau darum geht es für mich jetzt. Interessanterweise habe ich mir gerade einen Audiokurs mit Meditationsübungen besorgt. Und Ende August starte ich einen Yoga-Kurs.
Ich habe in der Tat das Gefühl, dass es hier jetzt nicht nur um Springen und eine andere Ernährung geht. Sondern auch darum, meine Energie zu kanalisieren.
Dein Kommentar inspiriert mich, mein Ziel neu zu formulieren. Zu erweitern. Nach wie vor würde es um abnehmen gehen. Aber das wäre nur noch ein Teil des größeren Ziels, dass ich mal vorsichtig als “besser drauf kommen”, “gut gelaunt sein” oder vielleicht auch “innerlich angekommen sein” skizzieren möchte.
Das klingt noch alles sehr vage. Aber dennoch habe ich den Eindruck, dass ich um eine Zielmodifikation nicht herum komme.
Gib mir noch ein paar Tage Zeit, darüber zu sinnieren.
Martin
Zum Thema Heldenreise: Mein erster spontaner Gedanke war, dass ich mich eigentlich schon auf der Station der Rückkehr befinde.
Für diejenigen, die nicht wissen, was damit gemeint ist: Die Heldenreise beschreibt die Stationen, die jeder Held, jede Heldin seit altersher in Märchen, Mythen aber auch in Kinfofilmen und Romanbeststeller durchläuft: Man hört einen “Ruf” zu einem Abenteuer. Macht sich auf den “Weg”. Erschlägt einen “Drachen”. Birgt ein “Elixier”. Und begibt sich dann auf die “Rückkehr”.
Interessanterweise ist die Rückkehr oft noch einmal mit Gefahren verbunden. Wird der Held in der Lage sein, den geborgenen Schatz ins echte Leben zurück zu bringen.
Das bringt mich zu der Frage: Welchen Drachen habe ich da eigentlich erschlagen? Und welches Elixier habe ich da geborgen?
Zum Drachen fällt mir ein: Phlegmatismus. Nicht aus der Hüfte kommen, weil unbequem. Sich nicht in die Bütt stellen, wie Du sagst, weil man kann ja verlieren.
Das habe ich überwunden. Mit dem erreichten Gewicht bin ich sehr zufrieden. Auch wenn es noch keine 85 sind. Ich fühle mich rundum besser und war sogar letzte Woche das erste Mal wieder in einem Freibad.
Das Elixier, das ich geborgen habe: Früher habe ich oft über die “Öffentlichkeit” gedacht, sie sei unerbittlich, und mich deswegen gar nicht ans Licht derselben getraut. Jetzt weiß ich: Es gibt viele Menschen, die mitziehen. Wenn man sich zeigt, erntet man Resonanz. Und ich habe viel positive und ermunternde Rückmeldungen erhalten.
Meine ersten Video-Aufzeichungen waren ein echtes Graus für mich. Erstmal mochte ich mich nicht so dick. Und dann war es absolut komisch für mich, mich selbst auf Video zu sehen. Das bin ich???? Ja. Das bin ich.
Mhm.
Jetzt mag ich mich vielmehr (habe mich sozusagen an mich selbst gewöhnt) und die Aufnahmen gehen jetzt recht flockig von der Hand.
Alles in allem traue ich mich jetzt viel mehr.
Jetzt gilt es, das nach Hause zu bringen. Und mich endlich auf ein neues Abenteuer zu begeben. Siehe oben.
Martin
PS: Nächste Woche Freitag, den 08.08., gibt es ne neue Sendung.