Anpassen? Oder so sein, wie man ist?
Heute bin ich über eine interessante Meldung gestoßen. Andrew Stanton, seines Zeichens Regisseur und Drehbuchautor, sagte letzte Woche in der New York Times: “Was das Publikum denkt, interessiert mich nicht. Wenn mir jemand einen Marketingreport gibt, werde ich ihn weg.”
Das ist krass. Aber interessanterweise sehr erfolgreich…
Denn Stanton arbeitet bei einem der erfolgreichsten Filmstudios der Welt: Pixar.
Ob “Toy Story” “Cars”, “Monster Inc”, “Ratatouille” oder der neue Film “Wall-E”, der jetzt schon als Meisterwerk gehandelt wird: Pixars animierte Filme sind Welterfolge, die insgesamt 5 Milliarden US Dollar umgesetzt haben.
Ist Stantons Ablehnung gegenüber dem Publikum also ein Zeichen von Arroganz?
Keineswegs.
Denn gerade im Filmgeschäft ist das größte Problem, dass ein Kinofilm vom ersten Storyboard bis zur fertigen Leinwandfassung lange benötigt. Sehr lange: “Im Schnitt braucht man vier Jahre”, so Stanton in der New York Times, “das ist die Antithese von Spontanität.”
Wie soll man da einschätzen, ob der Film dem Publikum gefallen wird?
Das ist einfach nicht möglich.
Worauf verlässt sich Stanton?
Auf sich selbst.
Auf sein Inneres. Wenn er sich eine Szene anschaut, so Stanton, dann achtet er darauf, ob sie ihm gefällt. Spricht sie ihn an? Packt sie ihn emotional?
Dieses Prüfen nach Innen ist nicht nur Stantons Erfolgsrezept. In meinem früheren Blog-Artikel “Mit Leidenschaft zum Erfolg” berichtete ich über Steve Jobs, der ebenfalls keine Marktstudien liest oder Berater ins Haus kommen lässt – sondern der sich im Wesentlichen davon leiten lässt, was ihm gefällt.
Wie wichtig es ist, seinem Inneren zu trauen, hat mir übrigens auch mein Interview-Partner Klaus Schnalzger berichtet. Klaus ist ein ehemaliger Teilnehmer meines Quest-Kurses, und er hat sich vor kurzem als Coach selbstständig gemacht.
In dem Interview erzählt er zunächst, dass er einen starken Schub nach vorne erlebte, als er sich seiner Berufung bewusst wurde und zu ihr “Ja!” sagte.
Aber dann buchte er eine Beratungssitzung bei einer renommierten Trainer- und Coach-Beraterin, die sein Konzept als zu schwach einstufte und ihm statt dessen empfahl, seinen alten Job mit dem Neuen zu verbinden.
Das machte vom Marketingdenken her absolut Sinn. Aber in punkto Energie, Lebensfreude, Vitalität, Enthusiasmus und Inspiration erwies sich dieser neue Weg als Bremse.
Bedeutet das nun, dass man nur nach dem gehen sollte, was einem gerade selbst gefällt?
Ja und Nein.
Meines Erachtens geht es um Zusammenspiel.
Auf der einen Seite ist es unabdingbar wichtig zu wissen, was man wirklich will. Wirklich heißt: Es muss zu einem selbst passen. Man muss sich damit wohlfühlen. Es sollte einem Spaß machen, faszinieren und begeistern.
Diese Faszination überträgt sich dann sehr leicht auf andere.
Aber nicht alles, was einen fasziniert, hat auch am Markt Chancen.
Und da kommt meines Erachtens das Marketing ins Spiel. Nicht in dem Sinne von “Was will der Markt? Ich liefere es.” Sondern in dem Sinne: “Wer hat einen Bedarf nach dem, was ich gerne machen möchte?”
Auf diese Weise behält man seine Authentizität – und kann zugleich kaufmännisch gewinnen.
Lade Dir jetzt eine kostenlose Audio-Meditation herunter, mit der Du innerliche Blockaden, sowie negative Gefühle aller Art sanft und wirksam mildern und auflösen kannst.












