Maulfaulheit – das träge Mundwerk! – 1. Teil
Maulfaule Menschen: Gibt es die im 21. Jahrhundert überhaupt noch, wo die Kommunikation über neue Medien vielfach unbeschwerter und einfacher verläuft? Oder verstärkt diese Technik die Maulfaulheit?
Aus meinen Alltagsbeobachtungen stelle ich fest, dass mir immer wieder maulfaule Menschen begegnen.
Maulfaul, weil sie es nicht gelernt haben ungeniert drauf loszureden.
Maulfaul, weil es ihnen situationsbedingt die Sprache verschlagen hat.
Maulfaul, weil sie zu träge sind laut zu denken.
Im Berufsalltag gibt es durchaus viele holprige Gesprächssituationen.
Gespräche, bei denen sich ein Außenstehender an den Kopf langen würde.
Hier einige Beispiele:
» Anweisungen an die Belegschaft werden so minimal wie nur möglich gehalten.
» Kundenabmachungen werden nicht verbindlich und klar abgesprochen.
» Besprechungen geraten ins Stocken, es fehlt an konkreten Besprechungsergebnissen.
» Mitarbeiter maulen resigniert vor sich hin, es kommt lediglich ein kurzes “Morgen” aus ihrem Munde.
Egal, ob die Kommunikation kurz, knapp, unvollständig, zusammenhangslos oder stockend verläuft: Das Miteinander ist gestört. Die Betriebsprozesse laufen nicht mehr rund. Es ist „Sand im Getriebe“:
» Kunden fühlen sich nicht erst genommen. Sie ärgern sich über ausgebliebene Infomationen und vergeben den Auftrag an die Konkurrenz.
» Gesprächspartner ärgern sich über verkümmerte Aussagen. „Montag 17.00 Uhr kommt er.“ Wer ist mit „er“ gemeint?
» Der kurze Morgengruß wirkt verletzend auf das Gegenüber. Es bleibt offen: Habe ich irgendetwas Falsches gesagt. Warum werde ich bloß geschnitten?
Im nächsten Blogartikel geht es dann weiter…
Zur Person: Heike Eberle ist Dipl.-Betriebswirtin und Kommunikationstrainerin. Ihr Schwerpunkt liegt darin, das Unternehmen mit klug managen in sicheres Fahrwasser zu bringen. Beziehungen ins Lot zu bringen sind ihr Herzthema.












