Geht nicht? Klappt nicht? Wirklich?

3 Beiträge

Vor einiger Zeit schon habe ich ein Video von einem Mann gepostet, der keine Arme hat – und dennoch Gitarre spielt.

Falls Sie es noch nicht gesehen haben, sollten Sie es sich hier bei coach-your-self.tv ansehen.

Nun habe ich per Zufall ein anderes Video entdeckt, das mir wieder einmal gezeigt hat, was passiert, wenn jemand Grenzen nicht als gegeben hin nimt.

Und über sich selbst hinaus wächst…

… die Rede ist von Paul Smith.

Nicht dem englischen Mode-Designer.

Sondern einem Amerikaner, der 2007 gestorben ist.

Und der unter anderem dieses Bild hier erschaffen hat:

200811261515.jpg

“Und?”, werden Sie vielleicht jetzt fragen und dann nachkarten: “Das ist eine Kopie der Mona Lisa. Was ist daran besonders?”

Nun: Zwei Sachen.

Die erste davon: Paul Smith litt an Kinderlähmung.

An zerebraler Kinderlähmung, um genau zu sein.

In meiner Jugend hätte man brutalerweise gesagt: “Ein Spasti”.

Einer, der gefangen ist in einem Körper mit einem derrangierten Nervensystem.

Der scheinbar “debil” grinst und sichtbar unter Zuckungen und motorischen Störungen aller Art leidet.

Und der es schafft, so zu malen.

Ändert das Ihren Blickwinkel auf das Bild?

Meinen auf jeden Fall.

Ich kann mit meinem gesunden Körper nicht mal ansatzweise so zeichnen wie Paul Smith.

Und “nicht mal ansatzweise” ist noch gelogen.

Aber das ist, wie oben beschrieben, ja nur eine Besonderheit.

Es gibt noch eine Zweite.

Dieses Bild da oben ist auf einer Schreibmaschine entstanden.

Ganz genau.

Sie haben richtig gelesen.

Eine Schreibmaschine.

Und weil Paul Smith noch nicht einmal zwei Tasten zur gleichen Zeit drücken konnte, hat er seine Bilder nur mit folgenden Buchstaben gemalt: @ # $ % ^ & * ( ) _

Hallo?

So was packt mich immer wieder an.

Es zeigt mir, was geht.

Was noch alles möglich ist.

So, genug der Worte.

Am Ende noch ein Video, das Ihnen mehr über Paul Smith zeigt.

Und mir Tränen in die Augen getrieben hat.

Es ist übrigens in Englisch.

Aber die Aufnahmen sprechen eine Sprache, die jeder verstehen kann.

Und hier noch der Link zu Paul Smiths Website.

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Nachtrag zu Ritas Kommentar (siehe unten): Der Hund

hund.jpg

;-)

Martin


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  1. Hallo Martin,

    bin heute wieder mal auf deiner Webseite und habe mir die Schreibmaschinenbilder betrachtet. Ich erinnere mich, dass ich früher, als ich in der Schule das Schreiben mit der mechanischen Schreibmaschine lernte, schon Typografien von anderen Künstlern bewundert habe.

    Bei Google “Schreibmaschinenbilder” eingegeben, findest du zu diesem Thema weitreichende Erklärungen und Einführungen in diese Kunst.

    Auch wenn wir heute am PC sitzen und schreiben (eigentlich “zeichnen”) “bild”en wir mit den uns zur Verfügung stehenden Buchstaben einen Kosmos von Zeichen. Unser Weltbild.

    Mach doch mal den Selbstversuch mit einem leeren Blatt Papier, das du vor dich legst, nimm irgendeinen Stift in die Hand, schließe deine Augen und zeichne einen Hund oder einen Baum oder was dir spontan einfällt. Dein Handgelenk weiß genau wie ein Hund usw. aussieht. Wenn du mit deiner Zeichnung fertig bist, öffne die Augen wieder. Du wirst staunen …

    Viel Experimentierfreude dabei wünscht dir

    Rita

  2. Hallo Rita,

    wie verblüffend ist das denn?

    Habe mal gerade schnell einen Hund mit geschlossenen Auge gemalt. Da ich hier in die Beiträge kein Bild packen kann, habe ich es dem Artikel angehängt.

    Den Hund finde ich persönlich total klasse, und den hätte ich so mit offenen Augen nicht hinbekommen.

    Danke für diesen Tipp, Rita!!!!

    Martin

  3. Hallo Martin

    schallend gelacht habe ich eben als ich deinen “Hund” gesehen habe. Das Zwerchfell hüpfte vor Freude.

    Auch dein Kommentar zu meinem Beitrag freut mich noch lange. Herzlichen Dank hierfür!

    Rita

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