Martin.tv: 1 Botschaft. Und 1 Vorfilm

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Puh. Meine Arbeit an meinem neuen Film “Eine Botschaft” nimmt mich ganz schön in Beschlag.

Mehr als ich ursprünglich gedacht hätte.

Und zwar nicht, weil es viel Arbeit wäre. Sondern weil ich merke, dass mich die Arbeit an diesem Film verändert…

… denn ein zentrales Thema dieses Films ist das Thema “Angst”.

Angst mit ihren zahlreichen Geschwistern wie “Sorgen”, “Befürchtungen” und Kindern wie “Aggression”, “Scheu” oder gar “Gier” ist der “Showstopper”, wenn es um persönliches Wachstum geht.

Wann immer es um Veränderungen geht, schielt sie um die Ecke. Ob in meinen “Quest”-Seminaren, wo die Teilnehmenden ihren Ruf entdecken – und sich dann doch nicht trauen, ihre Ziele und Ambitionen umzusetzen, weil sie Angst vor Verlusten haben.

Verluste finanzieller Art.

Verluste auf persönlicher (was, wenn ich scheitere?) oder gesellschaftlicher Ebene (was werden die anderen dazu sagen?).

Immer aber ist es die Angst vor dem Verlust der Sicherheit. Sich auf etwas Neues einzulassen (und genau darum geht es, wenn man seinem Ruf, seiner inneren Berufung, folgen mag), bedeutet immer, sich auch auf Unsicherheit einzulassen.

Immer.

Auch in meinem anderen Training e:ffectivity! treffe ich immer wieder auf meine gute alte Freundin Angst. Viele Teilnehmende fühlen sich permanent gehetzt.

Aber wovon?

Warum sind so viele Menschen heutzutage unruhig, nervös und immer auf dem Sprung?

“Eine Botschaft” ist ein Film, in dem ich der Frage nachgehe, woher die Angst kommt und wie wir sie überwinden können. Dazu habe ich schon eine ganze Reihe von Interviews geführt, unter anderem mit Vera F. Birkenbihl, dem Trainer Robert Dilts und dem Neurobiologen Prof. Dr. Gerhard Hüther von der Universtät Göttingen.

Womit ich aber anfangs nicht gerechnet hätte: Wie sehr ich mich selbst mit dem Thema auseinandersetzen muss. Und was es in mir anstößt.

Ein Thema, mit dem ich mich zum Beispiel auseinandersetzen musste: Welche Einstellung habe ich gegenüber dem Leben?

In wie weit vertraue ich ihm?

Und die Einsicht, die mir dann dämmerte: Mir kommt das Leben oft vor wie ein Kampf. Ich muss für mich selbst sorgen, denn das Leben tut das nicht für mich.

Wirklich?

Stimmt das?

Vor ein paar Jahren hätte ich noch gesagt: Ja, so ist es.

Der Film jedoch, und die Beschäftigung mit seinem Thema, haben mich nachdenklich gestimmt.

Stimmt das wirklich?

Muss ich mich sorgen. Oder sorgt das Leben für mich?

Vielleicht ist das eine Frage, die man nie zu hundert Prozent eindeutig beantworten kann.

Aber sicher ist: Wenn ich das Leben als Kampf sehe, dann schwingt in meinen Gedanken eine Angst mit. Verlieren zu können. Verluste zu erleiden.

Und aus den Gedanken erwachsen Gefühle. Und aus diesem Konglomerat heraus werden Entscheidungen getroffen, die wiederum in Handlungen und Resultaten münden. Von Pessimismus getriebene Handlungen. Deren Resultate wiederum dazu führen können, den Ursprung der ganzen Kette noch weiter Futter zu geben.

Sie sehen: Der Film hat begonnen, mein Leben zu verändern. Was als einfache Abhandlung über ein Thema da draußen begann, führte mich schnurstracks in mein Inneres.

Und die Einsichten, die daraus zu Tage treten, wollen ins Drehbuch verarbeitet werden.

Aus diesem Grund nehme ich mir noch einige Wochen Zeit, den Film zu Ende zu bringen.

Allerdings habe ich einen Vorfilm für Sie vorbereitet. (Erinnern Sie sich noch an die seligen Kinozeiten, als es noch einen Vorfilm gab?).

Er erscheint am 09.02. im Netz.

Es ist mein erster Film, den ich gemeinsam mit Steffen Pick gedreht habe.

Und auf coach-your-self.tv wird er quasi eine Weltpremiere haben.

Lassen Sie sich überraschen.

Am 09.02. ab ca. 20.00 Uhr. ;-)


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