Die innere Stimme
Immer wieder bekommt man zu hören: Folge Deinem Herzen. Hör auf Deine innere Stimme.
Schön und gut: Nur wie macht man das?
Es hat mich eine ganze Reihe von Jahren gekostet, es heraus zu finden. Aber wenn man weiß, wie es geht, ist es eigentlich ganz einfach.
Ein Beispiel dafür finden Sie in dem Coaching mit Torsten, den ich dabei begleite, seine innere Stimme zu finden – um mit ihm dann über den persönlichen Lebenssinn und die weiteren Lebensziele zu plauschen.
Wie das genau funktioniert hat?
Bevor ich auf die einzelnen Schritte eingehe, möchte ich etwas Wichtiges voranstellen: Es ist einfach, die innere Stimme zu hören – weil sie gehört werden möchte.
Sie versteckt sich nicht in den Untiefen unseres Selbstes, sondern sie ist in unserem Leben präsent. Die ganze Zeit. Und oft, ohne dass wir es direkt merken oder gar anerkennen.
Kennen Sie das: Sie sind auf Wohnungs-/Haussuche, und keines der Angebote passt, bis sie schließlich vor einem Objekt der Begierde stehen und Sie wissen (!) plötzlich ganz genau: Hier bin ich richtig?
Oder haben Sie mal einen Menschen getroffen, zu dem sich von Anfang an instinktiv hingezogen fühlten – und mit dem Sie eine eine lang anhaltende, großartige, leidenschaftliche, gerne auch mal turbulente Freundschaft ins Leben gerufen haben?
Gut möglich, dass Sie hier mit Ihrer inneren Stimme in Kontakt gekommen sind.
Manchmal sind diese Intuitionen banal – wo war noch mal mein Haustürschlüssel? – und manchmal sind sie profund; wie bei Torsten, der nach Amerika reiste und in einem Buchgeschäft eine Erfahrung machte, die sein Leben veränderte (siehe das Video „Kontakt“).
Diese Erlebnisse dienen als Ausgangpunkt für den Kontakt. In dem Coaching können Sie sehen, wie ich Torsten durch ein Erlebnis führe, in dem er diese Gewissheit spürte, ihn bat, sich auf dieses Gefühl, die Wahrnehmung einzulassen – und schon war die Frequenz eingestellt, auf der er sich mit seiner inneren Stimme verständigen konnte.
Interessant ist bei dem Coaching, dass Torsten zunächst in Kontakt mit einer Energie kommt, die sehr belebend ist, die aber nicht der inneren Stimme entspricht, die wir tatsächlich suchen.
Auch das ist normal: Wir haben nicht eine, sondern viele innere Stimmen in uns. Einige sind erwachsen und drücken sich gewählt aus. Andere sind noch jung oder derb oder traurig oder sprühen vor guter Laune. Kurz: Unser Ich hat viele Seiten.
Die „wahre“ innere Stimme kann man aber an Folgendem erkennen:
- Wenn Sie die innere Stimme hören, fühlen Sie sich wohl, vielleicht sogar quicklebendig.
- Die innere Stimme ist ganzheitlich ausgerichtet. Sie orientiert sich an Ihren Bedürfnissen – und an denen der anderen. (Beachten Sie bei Torsten, dass die innere Stimme vorschlägt, mehr ins Herz zu gehen und darauf zu achten, was andere Menschen brauchen).
- Die innere Stimme motzt nicht, sie fordert nicht, zwingt Ihnen niemals etwas auf. Sie setzt auch andere Menschen nicht herab und lädt niemals zu Gewalt ein: Weder verbale Gewalt („Du Idiot…“) noch körperliche…
- Die innere Stimme will Sie bereichern (wobei das jetzt nicht unbedingt nur finanziell gemeint ist). Folgen Sie ihr, werden Sie merken, dass Sie und die anderen besser dran sind. Torstens innere Stimme schlägt zum Beispiel durchaus Wege vor, wie er mit seiner Berufung Geld verdienen kann. Aber es ist ihr nicht wichtig. Geld ist für die innere Stimme lediglich ein Mittel zum Zweck. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.
- Die innere Stimme ist in Sie verknallt. Das spüren Sie, wenn Sie mit ihr zu tun haben. Sie fühlen sich aufgehoben, anerkannt und angenommen.
Und vielleicht das Markanteste: Wenn Sie mit der inneren Stimme in Kontakt treten, merken Sie oft, dass es sie ist, nach der Sie die ganze Zeit gesucht haben. Und die Ihnen genau das gibt, wonach Sie da draußen vergeblich Ausschau gehalten haben.
Führen Sie die Unterhaltung mit der inneren Stimme genau so wie mit guten Freunden und Freundinnen, die einem am Herzen liegen. Freundlich. Wohlwollend. Liebevoll. Seien Sie neugierig, was der andere zu sagen hat. Hören Sie aufmerksam zu. Setzen Sie sich mit dem Gesagten auseinander.
Das bedeutet aber nicht, dass Sie zu allem „ja“ und „Amen“ sagen sollten. Im Gegenteil: Es handelt sich ja um eine Unterhaltung, um einen Austausch – es ist also vollkommen in Ordnung, wenn Sie einen anderen Standpunkt vertreten und das auch sagen. Wie das halt mit guten Freunden so ist: Man ist nicht immer einer Meinung, aber das ändert nichts daran, dass man sich trotzdem lieb hat.
Vielleicht können diese einfachen Anregungen Sie inspirieren, einfach mal Kontakt aufzunehmen.
Wenn Sie Fragen haben, tragen Sie diese unten ins Formular ein – und ich werde sie nach bestem Wissen beantworten…
Video-Tipp: Das “Innere Stimme”-Coaching mit Torsten und mein Interview mit Genpo Roshi, der mir geholfen hat, mehr Kontakt zu meiner inneren Stimme zu finden…













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