Meine persönlicher Erfahrungsbericht: Dankbarkeit

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von Brigitte Hettenkofer

Immer wieder lese ich über die starke Kraft der Dankbarkeit.

Ok – dachte ich, mehr Dankbarkeit kann auch mir nicht schaden. Und so habe ich mit verschiedenen Dankbarkeitsübungen experimentiert.

Angefangen habe ich damit, dass ich morgens alles aufgeschrieben habe, wofür ich in meinem Leben dankbar bin.

Meistens hat mir diese Übung gut getan. Es gab jedoch auch Tage, da habe ich die Übung sehr mechanisch gemacht. Die Folge davon war, dass ich kaum dankbare Gefühle spüren konnte. Das war ein Signal, tiefer in die Dankbarkeit einzusteigen. Ich habe Bücher ausschließlich zum Thema Dankbarkeit gelesen. Und immer wieder schreiben Menschen über dieses Thema, dass Dankbarkeit der Schlüssel für ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Leben ist. Oder: Je mehr man Dankbarkeit spürt, desto mehr Gründe wird man finden, sich dankbar zu fühlen. Und genau diese Erfahrung habe ich selbst gemacht. Meine nächste Übungsstufe war, dass ich jeden Morgen eine Dankbarkeits-visualisierung gemacht habe und zehn Minuten zum Thema Dankbarkeit geschrieben habe, also frei assoziiert habe. Das habe ich so ungefähr zwei Wochen gemacht und tatsächlich stellte sich in mir Dankbarkeit für Dinge ein, die vorher für mich selbstverständlich waren. Darüber war ich dann doch sehr überrascht und es fühlte sich richtig gut an.

Ein sehr persönliches Beispiel möchte ich Ihnen gern erzählen, weil es mich sehr bewegt hat. Ich bin mit einem Geburtsfehler am Fuß geboren und meine Eltern mussten mit mir ganz oft in die Klinik nach München fahren. Diese Zeit war für sie nicht  einfach und mit vielen Mühen verbunden. Lange Zeit dachte ich, das ist doch selbstverständlich. Das tun eben Eltern für ihre Kinder. Und eines Morgens bei meiner Schreibübung ist mir klar geworden, dass es eben nicht selbstverständlich ist. Mir ist unser Nachbarsjunge eingefallen, der auch eine Behinderung hatte und die Eltern waren nicht so konsequent. Dem heute erwachsenen Mann geht es nicht besonders gut. Und als mir das so klar geworden ist, konnte ich tiefe Dankbarkeit meinen Eltern gegenüber spüren, dass sie sich so sehr für mich eingesetzt haben. Das fühlte sich ganz warm um mein Herz an.

Und je tiefer und länger ich mich mit dem Thema Dankbarkeit beschäftige, desto mehr kann ich Dankbarkeit fühlen. Es gibt Tage, da breitet sich dieses wohltuende Gefühl in meinem ganzen Körper aus. Manchmal hüpfe ich wie ein Kind durch die Wohnung, weil ich so voller Dankbarkeit bin. Manchmal dauert es, bis sich dankbare Gefühle zeigen und manchmal klappt es auch nicht.

Und eine noch tiefere Schicht ist, dankbar für das Leben zu sein. Das gelingt sicher nicht jeden Tag. Ich meine jedoch, es lohnt sich, Dankbarkeit für das eigene Leben zu trainieren. Meine Erfahrungen haben mich gelehrt, dass ich dranbleiben muss und auch will. Dankbar zu sein, tut gut. Dankbarkeit ist gelebte Wertschätzung. Ich sage JA zum Leben und das Leben sagt JA zu mir.

Und ein letzter Gedanke: Man kann nicht zugleich dankbar und unglücklich sein.


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  1. Kennen Sie das Buch “Die Macht der Dankbarkeit” von Alfred Stielau-Pallas?
    Das beste Buch zum Thema das ich kenne.
    Eigentlich das beste Buch überhaupt das ich kenne ;-)
    Mit viel Dankbarkeit
    Heiko van Eckert

    PS WEr hat den Artikel jetzt verfasst? Martin W. oder Brigitte H.?

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