Wie kann man den Kontakt zur “inneren Stimme” bekommen?

0 Beiträge

Es gab viele bewegende Rückmeldungen zu dem “Innere Stimme”-Coaching mit der Teilnehmerin aus Teheran. Einige berichteten mir von Tränen, die ihnen beim Zusehen bekamen, andere von einer Gänsehaut.

Alles Zeichen, das sich etwas in ihnen angesprochen fühlte.

Und falls Sie sich fragen, was sich da angesprochen fühlt: Etwas, das Bescheid weiß.

Dieses “Etwas” trägt viele Namen. Manche nennen es spirituell “die Seele”, einige nennen es nüchterner “die rechte Gehirnhälfte” und andere ganz bodenständig “mein Bauchgefühl”.

Welcher Definition Sie auch immer am ehesten zustimmen mögen: Es gibt in uns allen etwas, das uns weiterhilft, wenn wir nicht mehr weiterwissen.

Und in diesem Artikel werde ich darlegen, wie man dieses Wissen anzapfen kann.

Ein Zuschauer, den ich gerne stellvertretend zitieren möchte, schrieb mir: “Ich empfand Angst oder Mistrauen gegenüber meiner inneren Stimme, mir war nicht bewusst dass sie da ist und “in Ordnung” ist. Seit meiner frühen Jugend suche ich nach etwas bestimmtem, aber ich konnte es nie wirklich beschreiben.”

Das allein spricht schon Bände.

Tatsächlich befinden sich die viele von uns auf der Suche. Wir vermissen etwas, und wissen nicht genau, was es ist. Wir suchen es in Partnerschaften, wir suchen es im beruflichen Erfolg, wir suchen es in Geld oder in der Anerkennung von außen. Und finden es nicht.

Zwar treibt uns die Suche an – aber wenn wir erreichen, was wir erstreben, sind wir häufig enttäuscht. Zurück bleibt ein schaler Geschmack (“Das soll jetzt alles gewesen sein?”), den wir mit noch mehr vom Ganzen zu übertünchen suchen. Noch mehr Geld. Noch mehr Anerkennung. Noch mehr Erfolg. Noch mehr “was auch immer”.

“Dein Beitrag”, schreibt er weiter, “hat ein klares Bild davon verursacht, dass ich aus drei Teilen bestehe, meinem Körper mit allen Sinnen, innere Stimme, und ein negatives Empfinden, das ich besonders spüre wenn kein Kontakt zwischen Körper und inneren Stimme da ist, ich sie also nicht wahrnehme. Gut dass das negative Empfinden mir sagt dass ich meine innere Stimme nicht genug beachte. Das ist ja ok, jedoch bestimmt dieses Emfinden gefühlte 4/5 meines Lebens. Ich stelle mir Fragen wie….Wie lerne ich den Kontakt zur inneren Stimme herzustelllen? Und zu halten?”

Zwei gute Fragen. Die eine will ich in diesem Artikel beantworten. Die andere an separater Stelle am Freitag.

Es gibt viele Wege, den Kontakt zur inneren Stimme herzustellen.

Bevor ich jedoch darauf eingehe, noch ein wichtiger Hinweis: Ihre innere Stimme versteckt sich nicht. Sie muss nicht aufwändig gesucht werden, sie müssen auch keine teuren Kurse besuchen oder irgendwelche bizarren Methoden ausprobieren – die “innere Stimme” ist in Ihnen, und sie will gehört werden.

Wenn Sie sich zum Beispiel von diesem Artikel angesprochen fühlen, wenn Sie eine Neugier auf diese Zeilen verspüren und das Gefühl haben, unbedingt weiter lesen zu wollen: Das kommt von Ihrer inneren Stimme.

Interesse. Neugier. Faszination. Das ist die Sprache Ihrer inneren Stimme.

Und die ist wie gesagt, sehr daran interessiert, gehört zu werden. Und wenn Sie bereit sind, ihr entgegen zu kommen, wenn sie ihr einen Zugang bereiten, dann wird sie sich melden.

Ein Zugang, den ich bei meinen Klienten verwende, geht übers Gefühl. Ich bitte sie, sich an Situationen zu erinnern, in denen die innere Stimme aktiv war.

Zum Beispiel, wenn sie eine Intuition hatten. (Siehe das Coaching mit DJ Torsten). Oder wenn sie jemanden lieben (wie bei der Teilnehmerin aus Teheran). Denn Intuitionen und Liebe sind die Sprache der “inneren Stimme”.

Sobald man in die Situation zurück geht und sich an das Gefühl, die eigene innere Stimmung erinnert, kann man mit der inneren Stimme Kontakt aufnehmen.

Ein ganz anderer Weg besteht darin, sich jeden Tag eine Freude zu machen: Wenn Sie sich jeden Tag fragen, womit Sie sich eine Freude machen können, und sei es eine Kleinigkeit wie ein leckeres Eis bei diesen sonnigen Temperaturen (wir haben gerade 30 Grad), dann entwickeln Sie mit der Zeit eine Antenne für dieses Gefühl – und damit für Ihre innere Stimme. Denn die drückt sich sehr gerne über Freude aus.

Ein dritter Weg führt übers “Schreiben”. Sie beginnen damit, dass Sie sich eine Frage stellen, auf die Sie eine Antwort wünschen. Suchen Sie sich bitte eine Frage aus, die Sie wirklich beschäftigt, die für Sie von Bedeutung ist und für die Sie “rational”, über den Verstand, keine Antwort finden können.

Nehmen Sie sich jeden Tag zehn Minuten Zeit und schreiben Sie alles auf, was Ihnen dazu einfällt. Das können handschriftliche Notizen sein. Eine Mindmap (Tipp: Mindmeister). Oder eine ABC-Liste, wie Vera F. Birkenbihl es in ihrem gleichnamigen Kurs empfiehlt. Das Medium, das Sie für Ihre Notizen verwenden, ist zweitrangig. Hauptsache, Sie schreiben.

Was genau?

Alles, was Ihnen in den zehn Minuten einfällt: Begegnungen, die Sie hatten. Ideen, die Ihnen in den Sinn kommen. Traumfetzen, die Ihnen nach dem Aufwachen im Sinn haften geblieben sind. Gedanken, die Sie beschäftigen. Einfach aufschreiben.

Nach einiger Zeit wird sich eine Antwort herausschälen. Wann genau sie kommt, kann man nicht vorhersagen. Aber dass sie kommt, schon.

Sobald sie da ist, achten Sie darauf, woran sie erkennen, dass es die Richtige ist. Meist ist es ein Gefühl. Eine innere Gewissheit.

Und das ist Ihre innere Stimme.

Den Kontakt aufzubauen, erfordert – wie alles im Leben – etwas Übung.

Deswegen ist es normal, wenn der erste Anlauf nicht immer sofort gelingt.

Wenn Sie keine Antwort finden, und nur dann, empfehle ich Ihnen den Besuch eines Coaches. Der kann Ihnen helfen, die vielen anderen Stimmen, die sich manchmal in den Weg stellen, auseinander zu sortieren.

Ich selbst habe es in meiner Begegnung mit dem amerikanischen Zen-Meister Genpo Roshi erlebt (siehe Interview), wie schnell das gehen kann. Und das interessante ist: Nach diesem Erlebnis, bekam ich bei mir und auch bei meinen Coachingklienten viel klarer Zugang.

Und falls Sie einen Coach aufsuchen, sollten Sie auch genau darauf hin zuarbeiten: Zu lernen, wie Sie den Kontakt auch ohne Coach halten.

Denn es gibt keine bessere Quelle für Ihren persönlichen Lebenswerg. Kein Coach, kein Trainer, kein Seminar, kein Buch, keine Website (auch nicht diese) kann Ihnen diese Quelle ersetzen.

Darum: Wenn Sie Antworten suchen, beginnen Sie – jetzt.


Lade Dir jetzt eine kostenlose Audio-Meditation herunter, mit der Du innerliche Blockaden, sowie negative Gefühle aller Art sanft und wirksam mildern und auflösen kannst.




Beitrag schreiben