Tag 22-25: Wie Steve Jobs mir geholfen hat

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(Tagebuch zu “Mach das Beste aus 2010“)

(Aktuelle Bewertung aus meinem 28 Tage Transformer Relax)

Nachdem ich mich in den letzten Tagen eher röchelnd durch die Weltgeschichte bewegt habe, vermerke ich seit drei Tagen, dass ich mich wieder im Aufwind befinde. Es gibt noch Restwerte an Reizhusten – aber es geht mir deutlich besser.

Und zwar nicht nur körperlich.

Sondern auch geistig.

Und diesen Durchbruch habe ich Steve Jobs zu verdanken.

Nein: Edward Land war auch noch daran beteiligt.

Kennen Sie nicht? Steve Jobs ist der Boss von Apple, der den iPod, das iPhone und das iPad in die Welt gebracht hat. Und von Edward Land stammt der Polaroid-Apparat.

Aha, denken Sie jetzt vermutlich. Sehr interessant. Und was hat das mit Reizhusten oder der Work/Life Balance zu tun?

In einer Story, die eine Begegnung zwischen beiden Innvatoren schildert, wird das deutlich (siehe 37Signals Blog, oder hier auch die Original-Geschichte.)

Jobs besuchte Land in seinem Laboratorium, und die beiden unterhielten sich darüber, wie sie ihre innovativen Ideen umgesetzt haben.

Edward Land schilderte: “Ich konnte genau sehen, wie die Polaroid Kamera sein sollte. Diese Vorstellung war so real für mich, als ob ich direkt davor sitzen würde.”

Und Steve Jobs antwortete: “Genau so habe ich den Macintosh [eine der damals wichtigsten Apple Innvovationen] auch gesehen.”

Für “The Secret”- oder “Bestellungen beim Universum”-Fans ganz gewiss nichts neues.

Für mich auch nicht.

Bis auf die Tatsache, dass ich den “Secret”/”Bestellungen beim Universum”-Lehren nie so recht getraut habe.

Ja, es stimmt. Es gab eine ganze Reihe von Erlebnissen, in denen ich mir etwas vorgestellt habe, dass nachher genau so eingetroffen ist.

Zum Beispiel: 1990 kam der NLP Experte Robert Dilts nach Köln, und das Seminar sollte damals 750 Mark kosten. Das Geld hatte ich aber nicht. Also habe ich damals diese Technik der Visusalisierung angewandt und mir vorgestellt, ich könnte mir das Seminar mit Leichtigkeit leisten. Ich hatte bloß nicht den geringsten Schimmer, woher das Geld kommen sollte.

Einige Wochen vor dem Seminar erhielt ich einen Anruf von meinem damaligen Arbeitgeber in München, der mein Büro in Bielefeld bezahlte: Sie hätten bei der Abrechnung einen Fehler gemacht. Die Telefonanteile wären falsch berechnet. Dafür würde man sich entschuldigen, ich bekäme mit dem nächsten Gehalt eine Nachzahlung.

Und Tatsache: Ich erhielt eine Zahlung über 860 Mark, mit der nicht nur die Seminargebühr, sondern auch die Benzinkosten abgedeckt waren. Übernachten konnte ich in Köln bei einer Freundin. Und Geld für eine gemeinsame Pizza war auch noch drin.

So etwas habe ich öfter erlebt.

Aber nicht immer.

Es gibt leider auch genug Beispiele, wo das “Gesetz der Anziehung” nicht so recht klappen wollte.

Und das brachte mich dazu, das Ganze mit einer ordentlichen Dosis Skepsis zu betrachten. Nicht, dass ich “The Secret” oder die “Bestellungen beim Universum” generell anzweifele. Dazu habe ich nicht die Kompetenz. Vielleicht funktioniert es ja grundsätzlich. Und ich bin nur nicht gut genug, das Gesetzt anzuwenden.

Sicher ist nur: Bei mir funktioniert es eben nicht immer, und darum wende ich es auch eher selten an.

Und genau das ist mein Knackpunkt mit meinem Ziel für mehr Work/Life Balance.

Ja, ich hatte eine Vorstellung davon, wie ein relaxteres Leben für mich aussehen kann.

Aber die aktuelle Realität wich so stark davon ab, dass es mir schwer fiel, an der Vorstellung dran zu bleiben.

Und darum wurde die Idee blass – und ich setzte mich wieder mehr mit den Widrigkeiten des Alltags auseinander.

Aber der Clou ist: Gerade jetzt an der Vorstellung dran zu bleiben, dass ich dieses Leben schon führe. Mich quasi mental zu trainieren. Auch, wenn das Gewünschte noch nicht da ist.

Nicht so sehr, weil dann Kräfte des Universums fürs Ziel freigesetzt werden (mag sein, dass das geht, ich bin da, wie gesagt, nicht der Experte).

Sondern um auch in den Sturm umtobten Zeiten einen Leuchtturm zu haben, der mich durch die dunklen Passagen lotst.

Das ist es, was Steve Jobs und Edward Land getan haben.

Grund genug, das Gleiche zu praktizieren.

Und genau das mache ich jetzt seit einigen Tagen: Mir vorzustellen, als ob mein neuer Lebensstil schon ganz real da ist.

Und siehe da: Kaum hatte ich angefangen, begann sich mein Reizhusten aufzulösen.

Zufall?

Morgen werde ich noch mehr dazu berichten haben…


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