Martin nimmt ab (Teil 8): Etwas hat Klick gemacht!
(Anfangsgewicht: 100,2 Kilo. Ziel: 84 Kilo bis zum 16.09.2011. Etappenziel: 4 Kilo pro Monat)
Gestern habe ich offiziell das Ende der ersten Etappe erreicht, und ich freue mich natürlich, dass schon fast 6 Kilo runter sind.
Aber ehrlich gesagt, zählt das nicht so sehr.
Denn ich habe in den letzten Tagen eine Reihe von ziemlich spannenden Einsichten gewinnen können, dürfen und müssen, die weit über die schnöden Fleischverluste hinaus gehen.
Eine davon hat mit dem Essen zu tun. (Weitere kommen in Kürze).
Mein Muster beim Abnehmen war bisher so gestrickt: Bis zum Freitag fromm gelebt. Und am Samstag gesündigt.
Fromm ist: Morgens Müsli mit Fruchtsaft. Mittags meist Pasta, zum Teil mit Extra Fleisch oder Fisch. Abends dann meist eher sparsam. Und in der Regel auch bis spätestens 18.00 Uhr gegessen,
Sünde war: Pommes. Burger. Weißbier. Süßigkeiten.
Den Gewieften wird natürlich die religiöse Konnotation, die Einteilung in Gut und Böse, nicht entgangen sein. Und wie immer im Leben hat natürlich das Verruchte einen gewissen Reiz, eine Attraktivität, die man nicht unbedingt gut heißen mag, der man sich aber auch nicht so recht entziehen kann.
Darum habe ich das Ganze innerlich mal umgedreht. Was wäre, wenn plötzlich heraus kommen würde, dass Burger so viele wertvolle Ernährungsstoffe enthalten würde, dass es zwingend notwendig wäre, seine Essensgewohnheiten auf die Speisekarte von McDonalds und Burger King umzustellen.
Erste Erkenntnis: Weißbier ist in der frommen Variante göttlich.
Aber der Rest, verehrte Blog-Leser und -Leserinnen, war schlicht und ergreifend: Gruselig.
Und das hängt nicht zuletzt mit einigen Essenserlebnissen zusammen, die mich zu Anfang verunsichert haben.
Zum Beispiel, dass ich mehr und mehr kein Fleisch mehr mag. Obwohl ich von Haus aus ein lebenslanger Fleischesser gewesen bin, packte mich in den letzten Wochen mehrmals ein so unangenehmes Gefühl, dass ich zum Mülleimer gelaufen bin und meine Bissen ausgespuckt habe.
Ich habe keine Ahnung, ob ich nun zum Vegetarier werden. Noch fühle ich mich nicht soweit.
Aber ich merke, dass mir mein Körper hier deutliche Signale sendet.
Eine weitere Beobachtung, die ich in diese Richtung gemacht habe: Ich beginne Essen anders zu sehen.
Bis noch vor kurzem war Essen für mich eine schöne Belohnung. Nach harter Arbeit hatte ich mir eben einen Ausgleich verdient. Und da ich leckeres Essen liebe, war dies häufig der direkteste und kürzeste Weg, mir was Gutes gönnen.
Jetzt beginne ich Essen vielmehr als einen Energiegeber zu betrachten. Wird mich diese Mahlzeit nachher fitter, lebendiger und energiegeladener fühlen lassen?
Das bedeutet nicht, dass ich nun ganz der Völlerei entsagen wollte. Den Genuss, die Freude am Schlemmen will ich mir auch weiterhin bewahren. Aber was das Tagesgeschäft angeht, so sehe ich Essen mittlerweile vielmehr als eine leckere Möglichkeit, Energie zu tanken.
Das sind im übrigen noch frische und rohe Gedanken, die gerade begonnen haben, in meinem Leben zu keimen.
Was meint Ihr dazu?
Lade Dir jetzt eine kostenlose Audio-Meditation herunter, mit der Du innerliche Blockaden, sowie negative Gefühle aller Art sanft und wirksam mildern und auflösen kannst.













