Woran die meisten Menschen zu knacken haben
Rund 6 Monate habe ich intensiv an diesem Thema gearbeitet. Recherchiert. Menschen gecoacht. Prozesse entwickelt. Und nun, nach einem sehr erfolgreichen Stapellauf im “coach-your-self.tv Club”, freue ich mich, das ich endlich, endlich, die Früchte meiner Arbeit vorstellen kann.
Worum es dabei genau geht?
Um einen neuen Onlinekurs, der meines Erachtens, eines der Topthemen adressiert, unter denen die meisten Menschen heutzutage leiden.
Welches das ist, möchte ich Ihnen in diesem Video vorstellen:
Alternativ auch bei Youtube zu sehen…
Meine Bitte: Schreibt mit Eure Meinung.
Die liegt mir sehr am Herzen.
Seht Ihr das genauso wie ich? Oder habt Ihr eine andere Sichtweise?
Ich freue mich hier auf den Dialog mit Euch!
Lade Dir jetzt eine kostenlose Audio-Meditation herunter, mit der Du innerliche Blockaden, sowie negative Gefühle aller Art sanft und wirksam mildern und auflösen kannst.














Hallo,
Hier ist kein Video auf dem iPad…
Gruesse,
Petra
Hi Petra,
das liegt daran, dass das iPad kein Flash-Video zeigen kann.
Ich habe das Video auch bei youtube.de gepostet, aber blöderweise haben die dort dem Video automatisch ein Bild zugeordnet (ein Auto), das nun partout nicht passt.
Aber hier kannst Du es sehen: http://youtu.be/BPk0XisZdbk
Martin
Herr Weiß, lieber Martin … ich sag mal einfach Du und erlaube mir, so richtig von der Leber frei weg zu sprechen.
Die Bilder, Analogien und Fakten, die von Dir aufgezeigt wurden, sind hinlänglich bekannt – der Mensch an sich wähnt sich in Problemen, Opferrollen, will keine Verantwortung übernehmen und am Ende sind auch noch die Eltern an allem Schuld.
Mir ist nicht ganz klar, wieso Dein Kunden-/Interessentenkreis zu einem angedachten Seminar von Dir Stellung nehmen soll. Du hast eine Idee – dann mach doch ein Seminar. Wozu brauchst Du z. B. meine “Absolution”? Ja, ich merke, das klingt hart – aber dann ist es eben hart.
Aber eigentlich will ich etwas anderes sagen:
Warum machst Du Dir das Leben so schwer? Wieso das Rad noch einmal neu erfinden? Gehörte mir Deine Plattform, würde ich die Menschen ermutigen, sich z. B. erst einmal in bewährter Literatur zu vertiefen. Die Themen Eltern, Beziehungen usw. hat z. B. Robert Betz sehr anschaulich in seinen Büchern und Vorträgen dargestellt. Tatsächlich ist er auch einer der wenigen, die einem Handwerkszeug mit ins Gepäck geben – na ja, immerhin ein studierter Psychologe, der seinen Weg gefunden hat. Insgesamt findet man bei ihm viel Analyse … aber wie geht es weiter?
Dann sollte man den Eckhart Tolle gelesen haben. Sein Buch “Jetzt” verleiht einem Flügel – er zeigt die Mißstände auf und hat auch Techniken auf Lager, die wirklich helfen. Wenn man sich in dieser Literatur weiter bewegt, stößt man unwillkürlich auf Dr. Frank Kinslow. Tolle und Kinslow zitieren sich gern gegenseitig, haben sie doch fast zeitgleich “den Stein der Weisen” gefunden… und Kinslow hat m. E. genau DAS Werkzeug gefunden, welches uns in die Lage versetzt, uns von all den gespeicherten Emotion zu heilen. Sein Buch “Quantenheilung” ist der absolute Klassiker. Und glaube mir, es funktioniert.
Mit der Betz/Tolle/Kinslow-Mischung erreichst Du m. E. die breite Masse … und, die Erfolge (Aha-Erlebnisse, Heilung usw.) stellen sich sofort ein. Ich habe eine Freundin, die sich genau diese Erkenntnisse der besagten Autoren zu Nutze macht, diese in ihre Arbeit und Seminare einfließen läßt. An einem Seminar durfte ich als “Probandin” teilnehmen und ich sage Dir, da ging die Post ab.
Also … miete einen Raum an, stelle Dich vor die Menschen, und bringe alles rein, was Du zu geben hast. Lass Deine Dynamik, Deine Überzeugung, Deine Intension wirken … hautnah … bediene Dich der Werkzeuge, die andere schon erprobt haben. – Packe das, was andere gesagt oder erfunden haben, in Deine eigene Energie … berichte von Deinen Erfahrungen, von Deinen Erfolgen, nimm die Menschen mit – auf DEINEN Weg. – Also … keine Analysen … sondern Werkzeuge!!! genau das ist es, was die Menschen haben wollen und zwar sofort!
In all der Liebe unseres Seins … die herzlichsten Grüße … Gabi Baum
Hallo Gabi,
danke für Dein Feedback.
Habe den Eindruck, dass einige Dinge nicht klar rüber gekommen sind.
Du schreibst: “Mir ist nicht ganz klar, wieso Dein Kunden-/Interessentenkreis zu einem angedachten Seminar von Dir Stellung nehmen soll.”
Es geht hier nicht um ein angedachtes Seminar. Der Online-Kurs ist bereits fertig und läuft seit Mai schon im coach-your-self.tv Club – einem exklusiven Benutzerkreis. (Steht doch eigentlich auch genau so in diesem Blogbeitrag.)
Es geht mir deswegen auch nicht um “Absolution”. Sondern um Dialog.
Dann schreibst: “Warum machst Du Dir das Leben so schwer?” Ich solle doch lieber Bewährtes vorstellen.
Kann es sein, dass Du Dich nicht so recht mit der Plattform auseinander gesetzt hast? Ich stelle ja seit Beginn – auch – die Arbeiten anderer Leute hier vor (Neale Donald Walsch, Genpo Roshi etc.). Ich kooperiere auch mit anderen Trainern (bspw. Vera F. Birkenbihl), um mit ihnen Trainings zu machen.
Aber ich liebe es, meine eigenen Sachen zu entwickeln.
Das ist keine Last.
Sondern eine Lust.
Ich finde es spannend, mit anderen Koryphäen im Austausch zu sein. Aber ich liebe es, meinen eigenen Intuitionen nachzugehen.
Liebe Grüße
Martin
Moin Frau Baum, oder gleich Gabi, ich finde deinen Beitrag ermutigend. Auch die genannten Autoren sind bekannt. Folgendes wäre mein Beitrag: “Alle Menschen schlafen” (Gurdjeff). So ist es wohl. Würde man sie Aufwecken, brächen sie unter der Last der Erkenntnis ihrer Endlichkeit zusammen. Die “Medikamente”, oder “Schlafdrogen”, die ihren andauernden Schlaf ermöglichen, sind ihre permanenten Träume von Geld, Macht, Ruhm, Jugend, Schönheit und dem einzig wahren Gott, je nach “kultureller Zugehörigkeit”. Und dafür morden sie abermillionenfach, sie lügen, sie betrügen, sie vergewaltigen, sie foltern: vom einfachen Handlanger bis hin zum Staaatsoberhaupt und zum Papst. Alle Menschen, bis auf wenige – ich schätze sie auf ein paar Millionen bei ca. sechs Milliarden und zitiere Bo Yin Ra, der in diesem Kontext von der weißen Bruderschaft spricht – träumen den Tanz vom goldenen Kalb, der als Methapher zu verstehen ist für die kollektive menschliche Sucht nach greif – und sichtbaren “Werten”, die allerdings im Angesicht ihrer Endlichkeit keinen Pfifferling wert sind. Anders kann man diese taumenlde und besinnungslose Masse Mensch nicht begreifen.
Ich bin Psychologischer Berater und treffe oft auf offene Ohren, nur geht’s meistens ins linke Ohr rein und aus dem rechtem Ohr wieder raus, sobald nämlich die an Spiritualität interessierten Mitmenschen damit konfrontiert werden, dass es sich hierbei nicht um Erleuchtung im Schnellwaschgang geht, sondern um zunächst mal so “einfache” Dinge wie den Neid, den Hass, die Habgier und das Voruteil langsam abzubauen etc., also sich um die ganz banalen aber notwendigen Grundlagen zu kümmern. Außerdem scheinen viele zu glauben, dass einem “alles” in den Schoß fällt, dass der Segen von oben auf sie herabsinkt, sobald sie sich nur ein wenig dem Meditieren hingeben. Sie begreiffen nicht, dass sich mit der Entdeckung des inneren Menschen nicht sofort das Schlaraffenland auftut, sondern zunächst gewaltige persönliche Schwierigkeiten mit sich selbst auftun, weil man mit Schrecken seine eigenen Unvollkommenheiten entdeckt, die einem so noch nie bewusst waren. Dass man nämlich ein Nichts ist, ein nichtiger Spinner aus der Sicht derer die vielleicht schon eine gewisse Ahnung haben von der inneren gewaltigen Revolution, die das langsame Erwachen mit sich bringt. So bleibt es bei einer vorübergehenden Schwärmerei, die sich sofort verflüchtigt, wenn der Adept in spe spürt, dass man ihn in seinem Schlaf hochreist und das tut sehr weh. Da gibt er sich viel lieber wieder dem Träumen und Schwärmereien hin, denn er wollte ja eigentlich erleuchtet werden und nicht konfrontiert mit seiner Armseligkeit, die ihm bewußt wird, sobald er sie auch nur im Ansatz schon in der Meditation “schaut” (daher wohl der äußerst beziehungsreiche Begriff: erschauern). Alle schreien nach Gott und beschweren sich und keiner fragt sich, was der damit überhaupt zu tun hat.
Ich wünsche dir, dass deine Quelle nicht versiegt.
Liebe Grüße, Thomas Tiede
Hallo Thomas,
stimmt das wirklich, dass wir ein “Nichts” sind? Oder “nichtige Spinner”?
Das klingt in meinen Ohren sehr abwertend.
Hast Du das so gemeint?
Martin
Hallo Martin, ja im Prinzip habe ich es so gemeint. Angesichts der unermesslichen Weiten und unbekannten Dimensionen des Universums ist der Mensch im allgemeinen nichts. Wenn man aus dem Weltall die Erde betrachtet ist gerade einmal die chinesische Mauer zu erkennen, selbst die größten Lebewesen die zur Zeit auf der Erde leben sind nicht zu sehen. Die gesamte Menschheit erst recht nicht. Die Menschen leben weithin unsichtbar auf dem Planeten Erde, wie Bakterien auf einem Pferdeapfel. Unser Zentralgestirn, die Sonne, enthält Energiemassen, die sich der Mensch nicht vorstellen kann. Über wie viel Energie verfügt ein Mensch, im Verhältnis zur Sonne? Wer sich diese Dimensionen bewusst macht, wird erkennen mit welch einem aufgeblasenen Ego viele Menschen leben.
Kennst du den Unterschied zwischen Himmel und Hölle? In der Hölle können die Menschen nichts essen, weil die Löffel zu lang sind. Im Himmel füttern sich die Menschen gegenseitig kostenlos mit den langen Löffeln.
Gruß,
Thomas
Hi Thomas,
als ich Deinen Eintrag gelesen habe, kam mir folgendes in den Sinn.
Erstens: Ja, das stimmt, eine Portion Demut tut gut.
Zweitens: Warum ist die Größe der Sonne “wichtiger” als die momentane Stimmungslage eines Menschen? Ist Größe und Weite “besser” als Kleines und Enges? Wäre ich “wichtiger” als eine Ameise, nur weil mein Dasein komplexer, größer, ernergiereicher ist?
Drittens schreibst Du: “Ich bin Psychologischer Berater und treffe oft auf offene Ohren, nur geht’s meistens ins linke Ohr rein und aus dem rechtem Ohr wieder raus…” Vielleicht geht Deine Botschaft deswegen aus dem rechten Ohr wieder heraus, weil sie sich abgewertet fühlen?
Viertens: “Heilung” heißt für mich “ganz” oder “heile” werden. Also das annehmen, was ist. Für mich gehört auch der Egotrip, das Aufgeblasene, wie Du es nennst, dazu. Soweit ich die meisten Schriften verstanden habe, ist der Tanz ums goldene Kalb ein wichtiger, möglicherweise sogar unabdingbarer Teil der eigenen Entwicklung. Auch das will gewürdigt werden.
Ich wünsche Dir, dass Du Dich mit diesem Aspekt der Menschlichkeit versöhnen und ihn mit einer schönen Dosis Humor nehmen kannst.
Martin
Hallo Martin,
zur vorangegangenen Diskussion möchte ich kurz sagen: Ich hab es so verstanden, wie du es sagtest, also für mich kommt es nicht so rüber, als dachtest du, du “müsstest” was eigenes erfinden, sondern aus deinem Newsletter ging recht klar hervor, dass du eine Idee hattest zu dem Thema und die rüberbringen willst. Und das finde ich super, viel besser als anderes zu reproduzieren.
Und nun mein eigentliches Feedback: Ich bin gespannt auf die nächsten Teile, aber der erste war aus meiner Sicht relativ langgezogen (über 15 Minuten) für etwas, das hoffentlich den meisten Menschen eh schon klar ist. Es ist sicherlich nett, deine Terminologien (zB “Dramaland”) zu kennen, auf die du wohl wieder zurückkommst, aber den restlichen Hintergrund hättest du aus meiner Sicht abkürzen können.
Liebe Grüße von
Juliane
Hi Juliane,
danke für Deine Rückmeldung wegen der Länge. Ich denke, Du hast recht: Da kann man noch was kürzen.
Was mich jedoch beschäftigt (und weswegen ich hier auch den Dialog suche): Sind diese Zusammenhänge, wie Du schreibst, “den meisten Menschen wirklich eh schon klar?”
Gehört hat das Ganze bestimmt schon jeder mal. Aber auch verstanden? Wirklich begriffen, dass es sich hier um ein echtes Kardinalproblem handelt?
Vielleicht sogar um DAS Problem schlechthin?
Da bin ich mir nicht so sicher.
Ich möchte dazu ein Beispiel geben, dass in einem der nächsten Videos thematisiert wird: Nämlich, wie die Selbsthilfe-Branche (zu der mein Angebot ja auch gehört) “funktioniert”.
Oft ist es so, dass die Leute eine ordentliche Weile im Dramaland zubringen, darunter leiden, dass sie immer unglücklicher werden und schließlich in eine Krise geraten. Das ist oft der Ausgangspunkt, an dem sich die Leute Selbsthilfebücher kaufen.
Sie lesen dann: “Dass Du nicht erfolgreich bist, liegt an Deinen negativen Gedanken. Und wenn Du die XYZ Methode anwendest, dann findest Du doch noch Dein Glück in der Liebe, den tollen Erfolg im Beruf.”
Also versuchen die Leute, die negativen Gedanken zu bekämpfen. Durch Affirmationen, durch Klopftechniken, durch Meditation, was auch immer.
Das bringt tatsächlich eine schnelle Linderung.
Aber nach ganz kurzer Zeit merken sie, dass sie immer noch negativ denken. Und lehnen sich noch mehr ab (“Ich bin zu blöd, positiv zu denken.”)
Um das irgendwie zu kurieren, kaufen sie noch mehr Bücher, buchen noch mehr Kurse, bei denen sie durchaus interessante Einsichten bekommen. Aber das Grundproblem bleibt das Gleiche. Sie finden sich immer noch nicht liebenswert, und deswegen sind sie immer noch unglücklich. Vielleicht sogar noch einen Tucken unglücklicher als vorher.
Im Grunde genommen laufen sie, wie Thomas das hier im Blog so schön nennt, immer noch einem “goldenen Kalb” hinterher. Sie denken, wenn ich wie Tolle ganz im Jetzt bin, oder voller Achtsamkeit lebe, oder mehr meditiere, oder mich emotional frei klopfe, dann bin ich endlich glücklich.
Aber dieses Glück kommt nicht, denn sie lehnen sich ja selbst immer noch ab.
Ich erlebe es auch immer wieder, dass bei so genannten spirituellen Lehrern, genau diese Komponente zu kurz kommt. Bei vielen Buddhisten beispielsweise finde ich zwar sehr viel liebevolles und sehr viel Herzliches, aber auch sie haben einen Buhmann. Der eigene Verstand. Oder: Das Ego.
Und so wird man wieder aufgefordert, etwas an sich abzulehnen (der kritische Verstand, das Ego etc.), damit man einem Ideal frönen kann.
Tatsächlich macht das alles nur noch viel schlimmer. Statt sich abzulehnen, liegt die Lösung meines Erachtens genau im Gegenteil: Es geht darum, sich endlich anzunehmen. Sich so zu lieben, wie man ist.
Auch und gerade die “blöden” Seiten.
Martin
Hallo Martin,
du hast des Pudels Kern getroffen.Genau das passiert bei positiven Denken. Es klappt nicht und man lehnt sich noch mehr ab.Du sprichst mir aus dem Herzen.
Liebe Grüße
Eva
Hallo Martin,
ich verstehe, dass es dir wichtig ist, herauszustellen, dass Selbstliebe/ Selbstakzeptanz extrem wichtig ist, und alles andere nicht zum Erfolg führt. Allerdings geht es in deinem Video (ungefähr in den ersten 7 Minuten) vor allem darum, DASS man sich sich selbst nicht liebt und WARUM; erst danach geht’s darum, warum man das unbedingt ändern sollte. Und den erstgenannten Teil kann man aus meiner Sicht ganz hervorragend kürzen.
)
Was den zweiten Teil dann angeht: Das ist dann wohl tatsächlich abhängig vom individuellen “Stand” des Zuhörers. Wenn ich mir diese Welt so anschaue, muss ich sagen, du hast wohl recht damit, dass viele das zumindest noch nicht vollständig begriffen haben (oder sie haben nur keine Ahnung, wie sie aus ihrem Teufelskreis rauskommen). Andererseits sind die Leute, die auf dieser Seite landen, vielleicht aber auch nicht der typische Durchschnittsmensch in Sachen Weiterentwicklung. Das wirst du wohl besser wissen als ich.
Jedenfalls kann ich es gut akzeptieren, dass du bezüglich der Aussagen ab Minute 7 lieber zu ausführlich bist als zu kurz.
Noch was anderes: Glaubst du nicht, dass Meditation usw. ein WEG zur Selbstliebe/ Selbstakzeptanz sein kann?
Automatische Smiley-Verwandlung… eigentlich sollte der so aussehen:
: o )
Hallo Juliane,
hier findest Du meine Antwort:
http://blog.coach-your-self.tv/index.php/2011/07/06/spiritualitaet/meditation-als-ein-weg-zur-selbstakzeptanz-jein/
Martin
Toll, schon der zweite von mir inspirierte Blog.
Mit deiner Meinung kann ich gut leben. Die aufgeworfenen Probleme treffen zum Glück auf mich nicht zu, dafür bin ich nicht tief genug drin in der Materie. 
Danke für die ausführliche Antwort – und auch dafür, dass du das Feedback zur Länge bei den anderen Videos sofort umgesetzt hast!
Liebe Grüße von
Juliane
habe soeben auf utube ihr video angesehen und angehört.
warum eigentlich mäkeln wir ständig herum? wann – und warum nicht schon viel früher – verstehen wir das alle!!!!diese dinge bestandteil unseres lebens sind. es ist normal nach idealen zu streben, geistig, körperlich,ebenso normal ist es zu “scheitern” (weil es kein scheitern ist) und das zu verknüpfen und zu belassen und nicht in Lethargie zu erstarren oder total zu überdrehen und jeden monat zu denken wir müßten den Stein der Weisen zum xtausendstenmal finden, ist – so denke ich – die hohe Kunst des lebens.hab ichs endlich geschafft bin ich vermutlich nicht mehr auf dieser erde.
verkürzte fassung und erschütternd banal: der weg ist das ziel und der ist je nach charakter und handling mit sich selbst manchmal steinig. leider redet man uns ein, das leben sei nur lebenswert wenn es aus dauerglück besteht und wer klug und schlau und schön genug ist kriegt das hin. (und wir lassen uns das auch gerne einreden, es ist sehr angenehm ein “anrecht” auf glück zu haben)
Hallo Martin,
vielen Dank, dass Du bei dem Thema immer wieder ansetzt. Denn wie schon aus den Kommentaren zu ersehen: Verstanden haben wahrscheinlich alle, die sich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen, wo das Problem liegt. Nur wie meistert man es? Wie praktiziert man z.B. die Überwindung des Egos, ohne nicht wieder ein neues kleines wachsames Egomännchen zu installieren, das uns ständig ermahnt, doch gefälligst im “Jetzt” zu leben!
Ich konnte auch in den letzten Wochen nicht widerstehen, einige als Klassiker der Erfolgsliteratur geltenden Bücher zu lesen und sehe mich immer wieder mit genau jener Aufgabe konfrontiert: Wie bringe ich die Botschaften dieser Bücher für mich in Einklang: 1. Erkenne Dich selbst und lebe so + 2. Setzte Dir ultrahohe Ziele und überwinde ständig innere Widerstände, um sie zu erreichen.
In meiner Praxis jedenfalls stehen diese beiden Botschaften häufig im Widerspruch. Auf abstrakter Ebene gelingt es mir schon, diesen Widerspruch aufzulösen, die Kunst liegt im Konkreten. Und da kann ich mir vorstellen, dass solche Angebote, wie Du sie machst, dabei Schritt für Schritt helfen können.
Und zwar so, dass nicht wieder ein neues Dramaland kreiert wird:
Erwartung: “Du kannst auch (=musst) so werden wie die erfolgreichen Menschen” oder “Du musst Dich Selbst finden und Dein Ego überwinden”
Die Pille: Bücher wie von Tolle z.B., Seminare, eine Therapie, ein Coaching, eine neue Meditationstechnik
Hallo Klaas,
Du schreibst: “Wie bringe ich die Botschaften dieser Bücher für mich in Einklang: 1. Erkenne Dich selbst und lebe so + 2. Setzte Dir ultrahohe Ziele und überwinde ständig innere Widerstände, um sie zu erreichen.”
Ich glaube, es gibt einen gemeinsamen Nenner.
Das hat auch was mit dem Wesen von “Idealen” zu tun. Es gibt gute und es gibt schädliche Ideale.
Ein gutes Ideal lockt etwas in uns hervor. Ein schädliches Ideal lenkt uns von uns selbst ab.
In meinem Video ist eher von den schädlichen Idealen die Rede. Da, wo wir von anderen Menschen erwarten, dass sie einem Idealbild entsprechen, das nicht ihrem Wesen entspricht.
Es gibt aber auch Ideale, die uns richtig gut tun. Ein Vorbild, das uns motiviert, unsere eigenen Talente zu entwickeln. Ein Musiker, den wir verehren, und dessen Vorbild uns anspornt, uns beim Spielen immer weiter zu verbessern. Ein Schriftsteller, der einen inspiriert, selbst schreiben zu wollen.
Und in dem Zusammenhang macht es durchaus Sinn, sich hohe Ziele zu setzen. Die fordern uns heraus, unsere Talente und Potenziale weiter zu entwickeln. Und zwar auch dann, wenn es mal unbequem ist, wenn wir mal vor einem Hindernis stehen und nicht weiter wissen. Und wo wir ein echtes und tief befriedigendes Erfolgserlebnis erleben, wenn wir es dann doch packen.
Macht das Sinn für Dich?
Martin
Hallo Martin,
Du schreibst:
“Also versuchen die Leute, die negativen Gedanken zu bekämpfen. Durch Affirmationen, durch Klopftechniken, durch Meditation, was auch immer. Das bringt tatsächlich eine schnelle Linderung.
Aber nach ganz kurzer Zeit merken sie, dass sie immer noch negativ denken. Und lehnen sich noch mehr ab (“Ich bin zu blöd, positiv zu denken.”)”
Bei den Klopftechniken werden keine negativen Gedanken BEKÄMPT, sonder es ist ein ganz wichtiger Aspekt Anzuerkennen, dass ich ein bestimmtes Problem habe! und ich mich mit diesem Probelm akzeptiere.
Allerdings sind komplexere Thema nicht mit ein- zwei Stunden Klopfen zu lösen, auch wenn es solche Erfolge bei “einfacheren” Themen gibt. Gerade die Verletztung des inneren Kindes, übernommene Glaubenssätze / Überzeugungen etc. bedürfen schon einer regelmäßigen Arbeit an sich selber und oft unterstützt durch einen Coach / Therapeuten.
Bzgl. der positiven Affirmationen sehe ich es auch so, dass es i.d.R. ein Übertünchen der Problematik ist, die dann erst recht anfängt zu brodeln. Und wenn man genau darauf achtet, kann man meist schon wahrnehmen, dass während der Arbeit mit positiven Affirmationen, eine leise, aber intensive Stimme einem ins Ohr flüstert, dass das alles nicht stimmt, was man sich suggeriert.
Und die Meditation bringt unseren Schatten ans Licht und gibt uns dadurch auch die Möglichkeiten, diesen zu integrieren. Ich habe mal vor sehr langer Zeit in einem Yogabuch sinngemäß gelesen, dass jeder der meditiert, irgendwann einen Therapeuten benötigt.
Für mein Verständnis ist es daher wichtig, die emotionalen Blockaden / Wiederstände zu reduzieren bzw. zu lösen. Anschl. mit positiven Affirmationen zu arbeiten ist dann wesentlich wirkungsvoller. Eins bleibt wohl bei allen Methoden/Techniken: Mann / Frau will es TUN müssen ;o).
Und wichtig: Sich immer wieder bewußt machen, was man schon alles zum Positiven verändert hat. Wie schnell ist das vergessen und wir sehen nur, was noch ALLES zu TUN ist.
Ich bin sehr gespannt, welche Technik Du vorstellen wirst.
Herzliche Grüße
Ellen
Hi Ellen,
Du schreibst: “Bei den Klopftechniken werden keine negativen Gedanken BEKÄMPT, sonder es ist ein ganz wichtiger Aspekt Anzuerkennen, dass ich ein bestimmtes Problem habe! und ich mich mit diesem Probelm akzeptiere.”
Das stimmt!
Martin
Hallo Martin, das Video erklärt Menschen, die sich noch nicht mit dem Weg ins Dramaland beschäftigt haben sehr gut und erklärt einfach die Zusammenhänge. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass es davon noch viele geben soll. Das liegt aber wohl daran, dass ich mich schon seit 20 Jahren mit Analyse, Meditation, Lesen all der o.g. Bücher beschäftige und dementsprechend Freunde und Bekannte habe. Also kann ich nicht von mir ausgehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es immer Menschen geben muss, die sich jetzt auf den Weg machen und dankbar für diese Form von Erklärung und Hilfe sind. Was mir nur gerade sehr auffällt,ist, dass sich annehmen und sich selbst lieben ein Unterschied ist. Sagen wir mal ich habe etwas getan, was ich im Nachhinein nicht mehr so gelungen finde und mich schäme. Dann hilft es mir mehr zu erkennen, dass mir eben etwas nicht gelungen ist. Na und? Da kann ich mich mit einer gnädigen Haltung besser retten. Wenn dann jemand mit dem Begriff Selbstliebe kommt, kriege ich einen Schreianfall. Das geht über alles hinaus. Ich verstehe wo es hingehen soll, aber das ist doch gerade in dem Moment der Verzweiflung unmöglich. Und so gehe ich meinen Weg weiter. Mal klappt es besser mit dem sich selbst annehmen und dann hilft einfach ein Telefonat mit der Freundin, die einen genauso liebt wie man ist und die einen daran erinnert dass alles gar nicht so schlimm ist. Ich kann mich inzwischen wirklich immer besser annehmen aber selber lieben? Also nur weiter so, bin gespannt wie dein Stein der Weisen aussieht.
Hallo Anke,
Du schreibst: “Sagen wir mal ich habe etwas getan, was ich im Nachhinein nicht mehr so gelungen finde und mich schäme… Wenn dann jemand mit dem Begriff Selbstliebe kommt, kriege ich einen Schreianfall. Das geht über alles hinaus. Ich verstehe wo es hingehen soll, aber das ist doch gerade in dem Moment der Verzweiflung unmöglich.”
Ja, im Augenblick der Verzweifelung ist das zuviel verlangt.
Aber was ist danach?
Wenn das Schlimmste verraucht ist?
In der Selbsthilfeszene gibt es nicht Wenige, die sich nicht nur dafür verurteilen, dass sie etwas Ungelungenes getan haben. Sondern dass sie danach auch noch verzweifelt waren. Nach dem Motto: Nach zig Jahren Meditation bin ich immer noch so weit, in diesen Situationen gut zu reagieren!
Meines Erachtens läuft der Weg aber genau umgekehrt: Wenn man verzweifelt ist, dann fühlt man halt so. Das muss nicht geleugnet oder “weggemacht” werden.
In dem Augenblick, wo einem das gelingt, wird man locker. Mit sich selbst. Und mit anderen.
Aber mehr dazu in den nächsten Videos.
Martin
Hallo Martin, vielleicht ist der Begriff “Selbstliebe” für mich ein Stolperstein. Deswegen die Frage: Ist “etwas nicht wegmachen wollen, nicht verleugnen” schon die Selbstliebe? Oder ist es mehr? Und ja, nach dem großen Schmerz geht es. Lieben Gruß. Anke
Hallo Anke,
genau: etwas da sein zu lassen, ist der erste Schritt zur Selbstliebe.
Also: Jemand fühlt sich schlecht, weil was nicht nach seinen Vorstellungen gelaufen ist. Normal ist für viele, dieses Gefühl zu bekämpfen. Manche neigen dazu, das Gefühl zu ignorieren. Andere versuchen es zu lindern, in dem sie es sich schönreden (soo schlecht war ich doch gar nicht). Andere versuchen es sich auszureden: “Denk doch positiv.”
Jeder dieser Versuche macht es in der Regel nur schlimmer.
Aber unterm Strich handelt es sich ja “nur” um einen Gedanken (“ist schlecht gelaufen) mit dem dazu passenden Gefühl.
In dem Augenblick, in dem man diesen Gedanken und das Gefühl erstmal nur da sein lässt, da nichts betuttelt, verdrängt, bekämpft, schönfärbt etc., beginnt das Ganze seine Wirkung zu verlieren. Das Gefühl löst sich auf, und wir gewinnen mehr Abstand zu dem Gedanken. Wenn er etwas Berechtigtes hat, können wir leichter aus ihm lernen. Wenn nicht, können wir ihn leichter loslassen.
Dazu präsentiere ich nächste Woche eine spannende Technik.
Noch leichter und schöner wird der Prozess, wenn Du den Gedanken und das Gefühl sogar ein bisschen liebst. So wie ein Kind, das man einfach so liebt, selbst wenn es sich kindlich emotional aufregt, meckert oder weinend schreit.
Da lässt man etwas nicht nur da sein. Sondern man sagt “ja!” dazu.
Ich erlebe bei meinen Kids, das sie sich ganz schnell beruhigen, wenn ich sie selbst bei größeren Turbulenzen innerlich (!) annehmen kann. Da muss ich keine großen Worte sprechen. Die spüren das einfach.
Weißt Du, was ich meine?
Martin
Hallo Martin,
das Beispiel mit den Kindern ist gut. Da entsteht dann eine heilsame Weite.
Lieber Martin, vielen Dank für Deine diese Mail … Martin weiss
dass viele bereits wissen … und schreibt und autort trotzdem
. Wenn ich überlege, wie viel ich “weiss” und wie wenig manchmal “bewusst” ist, dann wird mir das “steter tropfen höhlt den Stein” Prinzip immer wieder in Deiner ECHT erfrischenden, aufrichtigen, und wertschätzenden Art präsent(iert) … das MAG ICH SEHR AN DIR! Wenn’s Martin WEISS und uns dran anTEILhaben lässt, freue ich mich immer.
Herzlichen Dank und herzlichen Gruß
Günter
Danke!!!! Martin
Der Martin WEISS auch wie er das Ego als kooperativen Mitarbeiter eingebunden bekommt
)
Ich hab 16 Jahre hinter mir, in denen ich mir “nen Wolf” meditiert habe, in denen ich etliche Seminare besucht, hunderte Bücher gelesen habe und vieles, vieles ausprobiert habe … aber ich blieb trotzdem in einer Dauerschleife gefangen.
Was ist im April diesen Jahres passiert? Der Punkt X war erreicht, wo ich es einfach leid war und BESCHLOSSEN habe: Feierabend. Jetzt ist genug. Jetzt will ich so leben wie ICH will: frei!
Keine Hürde hat es dann geschafft, mich vom 28-Tage-Kurs abzuhalten. Kein innerer Schweinehund konnte mich vom Durchhalten abbringen. Eine gigantische Erfahrung für mich, ein Ziel erfolgreich erreichen zu können! Ich glaube, das hat bei mir einen Bann gebrochen …
))
Was genau das Geheimnis am 28-Tage-Kurs oder an Martin ist weiß ich nicht … mir reicht zu wissen, dass es für mich wunderbar funktioniert hat!
Zum Video: für mich war es auch zu lang … ein knackiges “Bild” sollte reichen
Viel Erfolg, lieber Martin!
Lieber Martin,
wenn ich Dich richtig verstehe, meinst Du, dass die meisten Menschen daran zu knacken haben, dass sie zu wenig bekommen (Liebe, Zuwendung,Wertschätzung, Erfolg, Anerkennung ……..usw).
Ein Freund von mir behauptet, die Grundeigenschaften von uns Menschen seien NEID, HABSUCHT und NIEDERTRACHT.
Sollte dieser Freund recht haben, ist so wie so Hopfen und Malz verloren. Ich denke aber, er hat nicht recht und desshalb ist für mich die Lösung des Problems ganz simpel.
Jeder der sich zu kurz gekommen fühlt GIBT jeden Tag seinem Nebenmenschen ein kleines Stückchen Zuwendung, schätzt sein Tun, applaudiert nach seinem Auftritt, nimmt ihn freundlich am Arm, hilft der Oma über die Straße, sagt herzlich Guten Morgen, spendiert ein Bier oder eine warme Mahlzeit, oder zwei Euro….also einfach das, was dem Anderen gut tut.
Herzlich grüßt Dich
Burkhard
Hallo Burkhard,
ich meine nicht, dass die Leute zuwenig bekommen. Sondern dass ihnen früh beigebracht wurde, dass sie nicht liebenswert sind, dass sie so, wie sie sind, nicht gut genug sind. Und dass sie sich deswegen anstrengen müssen, besser und anders zu sein, damit sie von anderen gemocht und geliebt werden.
Daraus entsteht ein Mangel, den wir durch Äußeres wie Liebe, Erfolg, Vergnügen etc. ausgleichen wollen. Und wenn dieser Ausgleich gefährdet ist (wir kriegen dann doch nicht den Erfolg, wir finden dann doch nicht die Liebe), dann sind Neid, Habsucht und Niedertracht die logische Konsequenz.
Wenn wir anfangen, uns selbst zu lieben, hört diese Sehn-Sucht nach Dingen da draußen nach und nach auf, und damit versiegen dann auch die negativen Gefühle wie Neid etc.
Martin
Lieber Martin,
für mich hat Leben keinen Rückwärtsgang. D.h. welche Ursachen mein heutiges Sein hat, ist völlig Wurst.
Mir hilft die Anlyse der Vergangenheit lediglich dazu,gemachte Fehler von wem auch immer, wenn möglich zu vermeiden. Also, wo stehe ich und wohin gehe ich (will ich gehen).
Sonst wird es auch ganz schnell zu einer Ei/Henne-Disskusion.
Burkhard
Hallo Burkhard,
sehe ich genau so. Witzigerweise hatte ich dazu sogar schon einen Artikel in Vorbereitung.
Mehr dazu in Kürze!
Martin
Ach noch was Martin,
zur Selbstliebe habe ich gerade aus meinem meinem Werk was rauskopiert das ganz gut meine Position dazu erklärt.
Selbstliebe
Selbstliebe ist so,
wie manch Heilmittel.
Zu gering dosiert,
wirkungslos, nutzlos.
Zu hoch dosiert,
macht sie immer süchtig,
ist schädlich bis tödlich.
Burkhard Gustav Schrader am 2. Juli 2007
Nein, kein Gedicht
Es ist sehr gut und sehr richtig,
dass Menschen sich selbst wichtig.
Nur wenn sie in jeder Lage,
rumplärren vom ich,
dann wird es zur Plage,
ist’s kein Gedicht.
Burkhard Gustav Schrader am 14. April 2009
Hallo Burkhard
danke für Deinen sehr wichtigen Beitrag.
Selbstliebe ist nicht immer Selbstliebe.
Wenn Leute rumplärren, dann weil sie sich selbst nicht lieben und sich deswegen auch nicht geliebt fühlen. Plärren ist dann ja eher ein Aufruf an die anderen, ihnen gefälligst eine Dosis Anerkennung zu geben. Das ist genau der Suchtcharakter, von dem Du schreibst. Wenn man diesem Plärrer dann recht gibt und in seiner Haltung bestärkt (Du armer…), wird die Sucht eher nich verstärkt.
Die Selbstliebe, die ich meine, will nicht recht geben. Auch nicht verurteilen. Sondern sie nimmt einen einfach nur so an, wie man gerade ist.
Das macht nicht süchtig. Sondern sorgt intessanterweise dafür, dass das Plärren von ganz allein versiegt.
Echte Selbstliebe beendet die Sucht. Man wird satt und verspürt eher die Lust, etwas zu geben. Mehr dazu in den nächsten Videos.
Ich merke das oft bei meinen Kindern. Die meckern gerne mal, sind sehr, sehr emotional, mal sehr lustig, dann wieder sehr traurig.
Ja lieber Martin.
da kann ich mit gehen.
Burkhard
Hallo Martin,
Danke für dein Video. Meiens Erachtens stimmt alles, was du über Selbstliebe gesagt hast und zwar aus diesem Grund, dass ich von einem Soziologen gehört habe, dass in den Gesellschaften, wo die Leute die Regierung gehorchen müssen, wird auf die Heirat bzw.
Familie und Bildung bestanden, weil da man das lernt. Darauffolgend fühlen sich auch die Leute wertlos.
Aber andererseits besteht auch ein Problem, nämlich: Wenn die Leute existenziell unterdruck kommen z.B. wenn die finanzielle Sicherheit nicht da ist, dann ist die Selbstliebe weg.
Herzliche Grüße
Shaghayegh
Hallo Shaghayegh,
ja, da hast Du recht.
Viele Leute stellen sich bei finanziellen Problemen selbst in Frage, obwohl sie die Selbstliebe in diesen unsicheren Situationen am meisten brauchen könnten.
Martin
Hallo ihr alle im Forum,
habe ich das beobachtet und gemerkt, dass auch hier der Fokus immer auf verbessern, ändern, erleuchtet werden liegt. Und bedingungslos liebend (noch so ein Reizwort für mich). Und die Erkenntnis im zweiten Schritt gnadenlos auf mich übertragen. In mir drin schrie es: nicht den zweiten oder dritten Schritt vor dem ersten machen!!!! Doch wenn man schon so tolle Rezeptbücher bekommt, dann will man das Rezept auch direkt anwenden und entsprechendes Ergebnis sehen. Schnell! Weiterkommen. Los. Und da sind wir wieder bei der Selbstliebe und der Selbstannahme. Denn es wirkt doch schon “so weit”, weise lächelnd in lichter Farbe gekleidet zu wandeln und zu glauben man sei spirituell erleuchtet und in Erwartungslosigkeit der Herrlichkeit so nah
. Man möchte zu gerne die eigenen Unzulänglichkeiten galant umgehen, indem man die “andere Seite” stärkt. Verdrängt oder nicht angesehen ist der menschliche Schatten aber nun mal nicht weg. Und dafür die negativen Energien der anderen verantwortlich zu machen ist ja auch ein netter Versuch (passiert oft genug in der Eso-Szene, die schlechten Schwingungen von xyz). MEINE Erfahrung: mit diesen Büchern und meinem Umgang damit habe ich Erwartungen an mich und an meine Umwelt (auch Partner) gestellt, die kaum erfüllbar und immer auf eine Zukunft gerichtet waren. Ein neues Korsett, dass das “normale” ersetzen sollte. Und meine ganz persönliche sehr wichtige Erkenntnis: indem ich mich nach diesen Lehren ausrichtete, war ich oft wieder oder immer noch nicht bei mir. Ich versuchte bedingungslos zu lieben und habe einige Beziehungen in den Sand gesetzt. Ich wollte Geld anziehen und hab bis heute keine Million, im Gegenteil. Es wurde anstrengend, also was soll das ganze? Was will man also auf Biegen und Brechen erreichen? Hat das nicht auch alles ganz schön was von Kontrolle??? Was, wenn ich nur noch drei Tage zu leben hätte?
sehr gespannt habe ich gerade die vielen Kommentare gelesen und bin erfreut über diese offenen und kontroversen Diskussionen. Ich finde es auch schön dass Martin sich dieser stellt bzw. sie angeregt hat. Für mich selbst entdecke ich hier das Kernproblem, das auch Martin angesprochen hat. Es ist wunderbar, dass es Robert Betz, Eckhart Tolle und wie sie alle heißen gibt. Nur was keiner bemerkt ist, dass wir alle, die ihnen “folgen” , “nacheifern” oder irgendwie ihnen gleich werden wollen genau so in der Egofalle sitzen wie die, die ihrer “herz-losen” Karriere nachlaufen. Es ist einfach auf einer anderen Ebene ausgelebt! Ich gehöre da genauso dazu, seit 20 Jahren lese, lerne und arbeite ich (mit mir) in diesen Feldern. Und in vielen Seminaren habe ich Menschen getroffen, die nach 3 Jahren noch immer an ihrem “Thema” arbeiteten. Irgendwann hat es mich total aggressiv gemacht, immer über “Themen” zu sprechen. “Ich hab ein Thema.”- “Ja, ich auch.”. Da man ja von außen immer besser sieht
Martin, mir waren die Erklärungen in Teil 1 auch ein Tick zu lang. Aber trotz dem mein “Wissen” aus entsprechender Literatur etc. groß ist, muss ich mich an diese banalen Dinge immer wieder erinnern. Nein, sie sind sogar vielleicht gerade mein Rettungsanker! Und es tut viel mehr weh, sich ganz klar selbst zu begegnen, als viele Bücher zu lesen “über” sich. Ich lasse heute eher Wut zu und rede klare laute Worte statt lieblich. Ich riskiere mir ein Horn abzustoßen und lerne direkt aus dem Zusammenprall. Umgekehrt lässt mich dieses Zulassen besser mit mir und anderen umgehen, so dass es plötzlich nicht mehr nötig ist! Annehmen. Integrieren. Und zu meiner Selbstliebe gehört auch, dass ich mir zugestehe zu sagen: ich wünsche mir einen Menschen an meiner Seite, der mich auch schwach in den Arm nimmt und mich tröstet, statt mir anzutrainieren NOCH eigenständiger und nichts-brauchender zu sein. Ja, ich freue mich, endlich wieder mich selbst wahrnehmen zu dürfen mit ALLEM unperfekten Perfekten. Es ist sooo entlastend. Deshalb freue ich mich auch sehr auf diese Zeit im Kurs. Ich weiß, Martin gibt hier alles aus seinem Erfahrungsschatz und ist ein guter Begleiter. Wer bis hier gelesen hat dem sei gedankt für die Geduld und Aufmerksamkeit. Vielleicht trifft man sich im Chat!
Einen schönen Abend noch und herzliche Grüße
Annette
Wow. Annette, wenn es einen “Mag ich”-Button für deinen Beitrag gäbe, würd ich den anklicken. (Andererseits bin ich froh, dass die Facebook-Seuche so weit dann doch noch nicht gekommen ist.
) Ich hoffe, ich werde mal so wie du!
Hallo Juliane kriege lieber heraus wie du bist und lebe es. Geklont wird schon genug.
Gruß,
Thomas
Hallo Martin,
also mir ist der Beitrag viel zu lang und ich hab echt Schwierigkeiten deiner Stimme konzentriert zu folgen der Klang und Betonung würden mich auf Dauer zum einnicken bringen.Die Absicht ist bestimmt lobenswert aber wie in vielen Beiträgen hier schon erwähnt nicht neues,ich beschäftige mich schon lange Zeit mit dem Thema und dachte da kommt was “Neues”.
Liebe Grüße Claudia.
Hallo Claudia,
danke für Deine Rückmeldung, die ich in vierlerlei Hinsicht sehr erhellend fand.
Es ist Samstagabend und ich habe eine lange Woche hinter mir. Deswegen fass ich mich kurz. Melde mich aber ausführlicher am Montag zurück.
Was die Videolänge angeht: Verstanden.
Was Stimme und Vortragsstil angeht: Das lassen wir jetzt einfach mal so stehen. Ich bin so, wie ich bin. Das ist halt Geschmacksache.
Aber der Rest, den Du geschrieben hast, ist ein Geschenk. Ein ziemlich großes sogar.
Warum und wieso, dazu schreibe ich am Montag in Ruh.
Dennoch an dieser Stelle schon mal ganz klar: Ein dickes Danke!
Viele Grüße
Martin
Hi Claudia,
hier meine Antwort (die aber nicht zwingenderweise auf Dich zutreffen muss, denn schließlich kenne ich Dich ja nicht persönlich): http://bit.ly/j9xMoA
Martin
Hallo Martin,
ich finde das Video sehr gut.
Es zeigt das Prinzip und “die Falle” wunderbar.
Die ganze “Selbsthilfeindustrie” nutzt ja den Effekt, den “die Pille” darstellt – und ist somit nichts anderes als eine weitere Pille.
Ich bin 57, und schon sehr lange im Dramaland.
Was jüngere Menschen vielleicht nicht so ganz nachvollziehen können ist, das die vielen gescheiterten Versuche da raus zu kommen die vorhandene(n) Wunde(n) extrem vertiefen.
Beruflich kommt dann der Faktor der äusseren Umstände dazu – versuche mal mit 57 einen Job zu bekommen !
Da geht es nicht mehr “nur” um einen selbst, sondern ZUSÄTZLICH um die Überwindung der äusseren Barrieren, die genau aber wieder diese Wunde extrem berühren.
Zu den Selbstzweifeln kommen dann noch “reale” Faktoren – eine ziemlich heftige Mischung.
Nachdem ich etliche Bücher und Seminare zum Thema “Selbstliebe” usw. hinter mir habe, bekomme ich schon leichte Würgeanfälle wenn ich nur das Wort höre.
Könnte man da nicht ein anderes einsetzen ?
Ein entscheidenter Punkt ist es also “rüberzubringen” dass es sich bei Deinem Projekt NICHT um eine weitere “Pille” handelt und vielleicht kann man auch irgendwie den Punkt rüberbringen, WARUM s nicht so ist.
Wenn man, wie ich, schon etliche Versuche hinter sich hat und einem dann “Experten” erklären, dass die Methode “bei allen oder den meisten anderen” funktioniert und man dann sozusagen als der “Superdepp” überbleibt, dann ist das nicht nur Salz in die Wunde, sondern Säure !
Liebe Grüsse
TOM
Danke, Tom.
Ich werde dazu nächste Woche, wenn ich den Kurs vorstelle, besonders Stellung beziehen.
Martin
Hallo Martin,
die Enttäuschung, dass in dem Kurs, dem Buch, dem Video etc. nichts NEUES angeboten wird und man es deswegen wieder weg legt, habe ich schon häufiger gelesen. Gerade in Buchrezensionen, z.B. auf Amazon, hat man manchmal den Eindruck, die Rezensenten haben zwei völlig verschiedene Bücher gelesen.
Ich glaube, die wirklich elementaren Ansätze zur Lösung von Kernproblemen sind immer banal und altbekannt, nur sind sie so selbstverständlich, dass man sie als ‘kenn ich schon’ wegwischt ohne sich näher (bzw. aus einem anderen Blickwinkel heraus) damit zu befassen. Wer hat eigentlich den Mythos in die Welt gesetzt, dass funktionierende Lösungen immer NEU und EINZIGARTIG zu sein haben? Die wirklich guten Lösungen sind immer einfach. Nur ist es nicht einfach, sich der Lösung zu nähern, den Blickwinkel zu ändern. Kompliziert wird es erst durch uns selbst. Zum Beispiel mit der Selbstliebe. Die meisten Menschen glauben, dass sie sich selbst lieben, aber wie sie sich mit Vorwürfen selbst attackieren, nicht auf ihre Körpersignale hören und einfach ‘funktionieren’ wie sie glauben dass man es von ihnen erwartet und wie sie es gewohnt sind, straft diese Aussage Lügen. Manche haben schon mit dem Wort ein Problem, weil sie es (oft unbewusst) negativ assoziieren. Ich glaube, es kommt weniger auf die Methode an, als auf die Art, wie wir uns damit befassen und uns darauf einlassen. Die Dinge sind immer gleich, nur unser Blickwinkel darauf ist jeweils verschieden. Die Stimme der Gewohnheit versteht es meisterhaft, uns vor der Lösung fernzuhalten, damit sie (die Gewohnheit) weiter existieren kann. Gerade in den Ansätzen/Ideen/Methoden vor denen wir am meisten zurück schrecken, liegt daher oft der Kern der Lösung, an der die Gewohnheit KEINERLEI Interesse hat, weil es ihre Existenz bedroht.
Und hier noch ein provokativer Ansatz: wer soll mich lieben können, wenn ich es selbst nicht kann? Wer glaubt, der Partner kann mich glücklich machen, wenn ich allein nicht in der Lage bin, glücklich zu sein? Die Verantwortung für Liebe und Glück liegt in uns selbst. Diesen ‘Mangel’ kann man nicht von außen beheben, der Partner ist schließlich kein Pflaster, dass man auf die Wunden der Seele klebt. Das kann er nicht leisten und er wird sich früher oder später damit überfordert fühlen. Und deswegen scheitern auch so viele Beziehungen.
Lieben Gruß
Andrea
Hallo lieber MArtin,
eine Frage zum “liebevollen Blick”…
ich habe gerade die Übung durchgeführt! Herzlichen Dank für die kostenlosen Unterlagen!
Meine Frage hierzu: der Grund, weshalb wir dieser negativen Eigenschaft mit Liebe, Freude & Dankbarkeit entgegentreten soll, ist wohl, dass wir beim nächsten Mal- wenn diese Eigenschaft auftritt- automatisch Lieb, Freude & Dankbatkeit ausstrahlen werden und diese negative Eigenschaft wird sich dadurch immer mehr reduzieren??? Ist das, was hinter dieser Übung steckt??
Hi Damla,
hier findest Du meine Antwort:
http://blog.coach-your-self.tv/index.php/2011/07/08/coach-your-self/anmerkungen-zu-der-ubung-der-liebevolle-blick/
Martin
Lieber Martin,
Ich finde diesen Blog klasse, er spricht meiner Meinung nach eine ganz grundsätzliche Zwickmühle in der persönlichen Weiterentwicklung an:
Soll ich mich verändern, oder soll ich mich so annehmen wie ich bin?
Auch ich bin seit vielen Jahren auf der Suche nach dieser Antwort.
Folgende Erkenntnis hat mir persönlich dabei sehr geholfen.
Das Problem dahinter ist „Zwang“.
Sobald ich etwas „muss“ und nicht mehr „darf“ erlebe ich Zwang.
Ich muss für immer die „Wunder-Pille“ gefunden haben!
Ich verstehe Bewusstheit als etwas dynamisches – lebendiges.
Mal macht es Sinn die „Wunder-Pille“ zu suchen, mal macht es keinen Sinn.
Mal macht es Sinn sich so anzunehmen wie man ist, mal macht es keinen Sinn.
Die Schwierigkeit liegt im „müssen“.
Meines Erachtens ist es hilfreich sich bewusst zu machen, dass man „darf“.
Ich darf Eckhart Tolle lesen und mich für das Hier und Jetzt begeistern.
Ich darf die Kurse von Martin für mich nutzen.
Ich darf auch gar nichts für meine persönliche Entwicklung tun.
Ich darf mich selbst lieben.
Ich darf mich auch mal nicht mögen.
Ich darf…muss aber nicht.
Wenn „Dürfen“ immer wieder mal zur Grundhaltung wird, dann entdecke ich meine persönlichen Übertreibungen und Zwänge und kann etwas zum Ausgleich tun – muss aber nicht!
Ich hoffe, ich konnte etwas sinnvolles zum Thema beitragen.
Lieben Gruß an alle!
Thomas Grenz.
Hi Thomas,
ich finde, Du bringst da was Wesentliches auf den Punkt.
Interessanterweise funktioniert das auch umgekehrt. Wenn ich was Altes verändern möchte, und es unter Druck setze, wird es eher stärker. Wenn ich es aber zulasse, wenn ich es da sein lasse, löst es sich paradoxerweise oft von selbst auf.
Der Coachingprozess EGON greift übrigens genau diese Dynamik auf: http://www.coach-your-self.tv/Shop/EGONArtikel/tabid/561/Default.aspx
Danke für Deinen Beitrag, Thomas!
Martin