Der Coachingprozess “Die Selbstbild-Rakete”
Gleich vorab: Sie können sich den in diesem Blogartikel vorgestellten und diskutierten Selbstcoaching-Prozess gratis herunterladen.
Ich habe diesen Prozess “Selbstbild-Rakete” getauft, weil er so direkt und unmittelbar wirkt. Oft hilft er binnen weniger Minuten das eigene Selbstbild spürbar zu ändern.
Und keine Sorge: Dies ist kein “Tschakka-Turbo-Ich-mach-mal-schnell-was-und-bin-sofort-im-siebten-Himmel”-Prozess. Versprochen.
Deswegen stellt sich die Frage, wie in aller Welt das so schnell gehen soll?
Ich nutze einen Prozess, der “Magic Words” heißt und den ich von Cora Besser-Siegmund gelernt habe. Genauer: Sie hat mich mal vor mehr als einem Jahrzehnt zu dem Thema “Selbstbild” auf einem Psychologie-Kongress gecoacht. Leider hatte ich jetzt – viele Jahre später – bei der Konzeption nur noch Bruchstücke von dem Prozess auf dem Schirm.
Also habe ich mich hingesetzt und den Prozess neu konzipiert und einige Elemente aus dem eigenen Repertoire hinzugefügt. Aber dennoch: Es ist mir wichtig, meine Quellen zu nennen.
Der Prozess nutzt darüber hinaus sehr wirkungsvolle Techniken aus dem NLP (dem so genannten Neuro-Linguistischen Programmieren). Ein Bestandteil ist zum Beispiel, das man auf den Klang, Tonfall und Lautstärke achtet, wenn man “Ich” sagt oder denkt.
Wer dazu neigt, “Ich” sehr lahm, dröge und und langweilig zu denken und auszusprechen, bei dem geht es Innern oft genau so zu. Und umgekehrt: Menschen, die aufgeweckt, spritzig und gut gelaunt sind, denken auch über sich selbst genau so.
Die “Selbstbild-Rakete” setzt genau da an. Zum Beispiel an Parametern wie Klang, Tonfall oder Lautstärke.
Eine einzige, manchmal nur ganz kleine Veränderung dieser Parameter kann so eine durchschlagende Wirkung haben, dass Teilnehmende oft verblüfft sind und mich fragen, wie so etwas möglich ist.
Ganz einfach: Wenn wir mit diesen Parametern arbeiten, leisten wir auf einer ganz tiefen Schicht unseres Denkens und Fühlens Veränderungsarbeit.
Allerdings:
Der Prozess ist einfach, geht aber nicht immer leicht
Falls Sie diese Überschrift verwirrt: Der Prozess “Die Selbstbild-Rakete” ist wirklich einfach anzuwenden. Er ist keine Raketenwissenschaft, wie die Amis so gerne sagen, sondern er ist so simpel gestrickt, dass ihn jeder hinbekommt.
Aber er ist nicht immer leicht: Wenn wir anfangen unser Selbstbild “upzudaten”, können unter Umständen innerliche Einwände und Widerstände auftauchen.
Dafür gibt es in der Regel zwei Ursachen.
Erste Hürde: Überzeugungen
Wenn jemand bis dato immer gedacht hat, dass er ein „Versager“ ist, und er sein Selbstbild in Richtung „Held“ ändern möchte, werden sich Anteile zu Worte melden, die das Ganze unrealistisch finden.
Es gibt im Innern zu viele Erfahrungen, die – scheinbar – das Gegenteil beweisen.
Außerdem weiß man oft intuitiv, dass sich unsere Umwelt an unser altes Selbstbild gewöhnt hat – und deswegen ein bisschen verdutzt aus der Wäsche gucken würde, wenn wir von einem Tag zum anderen unser Selbstbild ändern.
Deswegen schlage ich vor, schrittweise vorzugehen. Statt vom “Versager” sich direkt auf den “Superhelden” zu lancieren, reicht ja auch ein “Macher, der seine Sachen in Griff bekommen kann.”
Das ist zwar noch nicht perfekt.
Aber genau das Unperfekte ist in diesen Fällen eben doch: perfekt.
Denn “Fehler” und „Versagen“ gehören zum Leben dazu. Wenn man was auf die Beine stellen möchte, macht man einfach immer wieder Fehler. Geht nicht anders. Selbst sehr erfolgreiche Menschen “versagen” ab und zu.
Der einzige Unterschied zwischen richtig Erfolg-Reichen und weniger erfolgreichen Menschen. Erstere machen mehr Fehler und lernen schneller, während Zweitere Fehler meiden wie der Teufel das Weihwasser. Auch das hängt mit dem Selbstbild zusammen.
Die einen sehen Fehler als Lernchance. Und die anderen denken bei Fehlern: “Siehste, habe ich doch gewusst. Ich bin doch eine Niete”. Und da sind wir wieder beim Selbstbild (= Niete, in diesem gar nicht mal so schönen Fall.)
Das bringt mich gleich zum nächsten Punkt:
Schaffen Sie ein „Sowohl/Als auch“-Selbstbild
Statt also ein altes “einseitiges Selbstbild” (Versager) mit einem neuen “einseitigen Selbstbild” (Superheld) zu ersetzen, entscheiden Sie sich ganz einfach für ein positives und motivierendes Selbstbild, in dem aber das Gegenteil als Ausnahme auch mal in Erscheinung treten kann.
Harald Schmidt und Stefan Raab sind witzige Moderatoren, die ihr Publikum immer wieder zum Lachen bringen können – aber es gab auch mal die eine oder andere Show, die nicht ganz so lustig war. Das ändert aber nichts daran, dass die Beiden generell gute Showmaster sind.
Realistisch bleiben: Veränderung Schritt für Schritt.
Achten Sie bitte außerdem darauf, dass das neue Selbstbild nicht zu weit vom alten entfernt ist. Wenn jemand jahrelang vereinsamt und schüchtern gelebt hat, wäre es vielleicht unrealistisch, sich ein neues Selbstbild zu formen nach dem Motto: „Ich bin ein großer Charmeur, der alle Menschen becirct und begeistert.“
Besser ist es, wie oben schon erwähnt, in Stufen vorzugehen. Also erst mit einem Selbstbild zu beginnen, dass man „charmant sein kann“ , dass man „humorvoll“ sein kann, dass man „gut zuhören“ kann etc.
Wenn Sie dann dieses Selbstbild in Ihrem Leben fest verankert haben (was manchmal einfach auch ein bisschen Zeit, Praxis und Erfahrung benötigt, wie Sie gleich noch sehen werden), können Sie gerne noch eine Schippe drauflegen und Ihr Selbstbild weiter steigern.
Sich selbst treu bleiben
Schaffen Sie sich auf gar keinen Fall ein Selbstbild, um anderen zu gefallen. Manche Leute verwechseln Selbstbild mit Image. Also dem schönen Schein nach Außen. Nach dem Motto: Was werden wohl die anderen sagen?
Solche Selbstbilder sind auf Sand gebaut. Falls Sie in Ihrem Bekanntenkreis Leute haben, die gerne angeben und auf dicke Hose machen: Das sind Leute mit einem falschen Selbstbild, mit einem Image.
Fragen Sie sich stattdessen: Was würde ich am liebsten an mir mögen? Welche Charakterzüge bereiten mir die größte Freude? Womit fühle ich mich am wohlsten?
Alte Selbstbilder auflösen
Schließlich gibt es noch alte Selbstbilder, die einfach überholt sind. Vielleicht waren wir früher als Teenager tatsächlich eine zeitlang unsicher – aber heute sind wir erwachsen und haben eine Menge in unserem Leben erfahren und erreicht.
Allerdings kann es sein, dass wir noch das alte Teenager-Selbstbild mit uns herumtragen, wie die Coaching-Demo zeigt. In dem Fall macht es Sinn, das alte Selbstbild auf eine aktuelle Version upzudaten.
Aber es ist normal, dass trotzdem noch eine weitere Barriere auftauchen kann.
Zweite Hürde: Ungewohntes
Wenn man beginnt, sein Selbstbild zu ändern, wird es sich logischerweise so gut wie immer ungewohnt anfühlen.
Das kann gerade zu Anfang zu Irritationen führen. Das Selbstbild fühlt sich noch fremd und „irgendwie unecht“ an.
Das ist aber normal: Alle tiefgreifenden Veränderungen benötigen etwas Zeit, bevor sie sich fest etablieren können.
Deswegen ist es wichtig, dass Sie Ihr neues Selbstbild „üben“. Und zwar in zweierlei Form:
Schaffen Sie sich im Alltag Symbole, die Sie an Ihr neues Selbstbild erinnern. Zum Beispiel das Hintergrundbild Ihres PCs. Ein Foto oder vielleicht etwas Handfestes wie Blumen oder ein schöner Gegenstand, den Sie irgendwo gut sichtbar dekorieren können.
Nutzen Sie die Audio-Meditation „Selbstbild-Rakete“, um Ihr neues Selbstbild im entspannten Zustand zu „programmieren“. Erste zarteb Veränderungen sind oft in ein paar Tagen spürbar.
Noch ein letztes Wort zu dem Prozess und welche Rolle er in dem Kurs “All you need is: Love!” spielt. Diese Coachingtechnik ist eine von vielen, mit denen Sie insgesamt eine der wichtigsten Zutaten für ein glückliches und vor allem geglücktes Leben fördern: Selbstliebe.
Dazu gehört auch die Arbeit am Selbstbild. Aber nicht nur an den schönen und vorzeigbaren Seiten. Es geht auch darum, mit all den “grummeligen”, versteckten, eher schattigen Seiten Frieden zu schließen.
Das ist ein Prozess, der etwas Zeit braucht, weswegen der Kurs auch über ingesamt zwei Monate geht, um seine volle Wirkung zu entfalten.
Lade Dir jetzt eine kostenlose Audio-Meditation herunter, mit der Du innerliche Blockaden, sowie negative Gefühle aller Art sanft und wirksam mildern und auflösen kannst.













