Martin nimmt ab (Teil 15): Na endlich!
(Anfangsgewicht: 100,2 Kilo. Ziel: 84 Kilo bis zum 16.09.2011. Etappenziel: 4 Kilo pro Monat. Letzte Woche: 93,9 Kilo)
Nachdem ich in den letzten sieben (!) Wochen durchschnittlich um die 94 Kilo herumgegondelt bin, lugte mich heute morgen endlich die 92,8 an.
Und ja: Ich glaube, das hat etwas mit meinem Kurswechsel letzte Woche zu tun. Dazu hatte ich ja in meinem Blogbeitrag geschrieben: “Diese Woche werde ich einfach tun, was mir am besten liegt. Nach Innen gehen. Mich auf meinen Körper einstimmen. Und herauszufinden, was mein Körper eigentlich möchte.”
Genau das habe ich getan. Und hier sind die Ergebnisse.
Auf meine Frage, was mein Körper will, bekam ich die klare Ansage: “Agil sein”. Es kamen mir Bilder von einem fitten, schlanken Körper, der beweglich, aktiv, sportlich und fit ist.
Ich weiß, es klingt etwas dämlich, wenn ich hier schreibe, dass mir das mein Körper gesagt hat. Aber diese Antwort war dennoch so sehr anders als das eher kopflastige Ziel von 84 Kilo. Nicht, dass das Ziel schlecht wäre (mein Körper möchte sogar noch weniger auf den Rippen haben). Aber ihm geht es nicht um Messzahlen auf der Waage, sondern darum, sich sauwohl zu fühlen – und einen guten Job zu machen.
Ein bisschen kam er mir vor wie der Maschinenführer eines großen Schiffes, der seinen Job unter Deck erledigt und dafür sorgt, dass die Maschinen geschmeidig schnurren und mich dahin bringen, wohin ich möchte.
Er schilderte mir auch, woran es in der Vergangenheit gebrach: Das ungesunde Essen, die Unberechenbarkeit, wann ich aß, das Unausgewogene in der Ernährung. Morgens oft nichts. Abends dann die volle Breitseite.
Ein Bild tauchte auf von einer Crew, die jahrelang durch ein Schlechtwettergebiet schippern musste, nicht wissend, wann der nächste Sturm aufzieht. Wobei Sturm eine der Attacken war, wenn ich abends noch um 10 mir irgendetwas Fettes reingepfiffen hatte.
Das war aber noch nicht alles.
Mein Körper bat um mehr Klarheit und Bestimmtheit bei den Ruhepausen.
Denn ich bin von Kern her ein “Ja”-Sager. Einer, der zusieht, dass vieles möglich wird.
Ich kann sehr wohl “Nein” sagen, aber wenn ein “Ja” drin ist, dann tendiere ich eher zum “Ja”.
So kann es sein, dass ich mir auf Anfrage noch ein oder zwei zusätzliche Aufgaben aufbürde, selbst wenn ich mit meinen eigenen Projekten schon hart auf Anschlag bin.
Hinzu kommt, dass ich etwas sehr Ehrgeiziges in meinem Wesen habe: Wo immer ich stehe, ich habe stets schon das nächste Update, die nächste Ebene vor Augen. So arbeite ich in diesen Tagen an dem Redesign von coach-your-self.tv, bereite meine Herbstprojekte vor und ziehe mir eine ganze Reihe von Online-Marketing-Kursen rein.
Dieses Vorwärtsstreben ist mir wichtig. Ich habe so große Pläne, so Vieles, das ich noch verwirklich möchte, und darum ist in meinem Leben stets Bewegung.
Zuviel, findet mein Körper.
Denn kaum komme ich zur Ruhe und relaxe ein bisschen, werde ich von Ideen geflutet. Es ist, als würde im Innern eine Ideenmaschine reichlich Vorrat produzieren und nur darauf warten, endlich ausliefern zu können.
Und genau hier liegt denn auch das “Problem”, meint mein Körper. So komme ich nicht in die Tiefenentspannung. Ins Abhängen. Rumlungern. Faulenzen. Gammeln.
Diese Botschaft ist bei mir angekommen. (Übrigens einer der Gründe, warum ich neuerdings meinen Artikel zu “Martin nimmt ab” am Montag und nicht mehr am Wochenende poste.)
So habe ich die nächsten Wochen bereits anders geplant. Weniger Ziele. Dafür Fokus auf die entscheidenden Dinge. (Zwei Projekte, die ich erreichen wollte, habe ich auf “Pause” gestellt.)
Und mehr Pausen.
Außerdem habe ich mir nich Tim Ferris Buch “The 4 Hour Workweek” aus dem Buchregal gezogen. Mal sehen, ob ich nicht bei einigen Projekten ordentlich abspecken kann.
Das wäre ein gutes Ziel bis Mitte September, meint mein Körper.
Mhm.
Das lasse ich jetzt mal sacken.
Wäre schon cool, wenn ich eine 20 Stunden Woche hätte.
Das wäre doch mal eine ganz andere Ebene, die ich mir vornehmen könnte.
Mhm…
…ein überaus nachdenklicher Martin
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Hallo Martin,
tolle Bilder, die Dir “Dein Körper” da vermittelt hat … toll im Sinne von “klare Ansage”
Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Umsetzen!!!
Das Buch von Tim Ferries habe ich auch schon einige Male quergelesen – ich bin immer wieder auf’s Neue begeistert. Sooo viel Inspiration … und soooo viele Übungen
Ich glaub, ich nehm’s mir auch nochmal vor
Liebe Grüße, Ulrike