Wie George Clooney seinen Durchbruch erzielte
Ich gestehe: Seit vielen Jahren schon bin ich ein großer Bewunderer von George Clooney.
Warum?
Nicht, weil er gut aussieht.
Oder weil er ein Hollywoodstar ist.
Sondern weil er ein Schauspieler und Regisseur ist, der sich immer wieder an neue kreative Herausforderungen wagt.
Und der sich zugleich politisch einsetzt. Ob sein Engagement gegen den Genozid in Darfur, für den Klimaschutz oder für die Unabhängigkeit des Südsudans: Clooney bezieht Stellung.
Trotzdem – oder vielleicht auch deswegen – ist er unglaublich beliebt.
Und was Clooneys Filmwerk als Schauspieler angeht: Er, der nun wirklich in den Blockbustern dieser Welt mitspielen und dabei gut Kasse machen könnte, sucht sich häufig kleine, zum Teil sogar schräge Filmprojekte, von denen einige bereits Kultstatus genießen. Man denke nur an Tarrantinos “From Dusk till Dawn” oder an das Roadmovie “ O Brother, Where Art Thou?” von den Coen Brothers.
Darüber hinaus führt Clooney seit einigen Jahren Regie. Und auch hier geht es nicht um geldträchtige Filme. Sondern um Werke, die nachdenklich stimmen. Wie zum Beispiel “ Good Night, and Good Luck.”, in dem die McCarthy Ära thematisiert wird – eine Phase der amerikanischen Geschichte, die von Kommunistenhatz, Zensur und Repressionen gezeichnet ist.
Lange Rede kurzer Sinn: Clooney ist smart, erfolgreich, kreativ und politisch engagiert.
Also jemand, von dem man was lernen kann.
Zum Beispiel, wie sein Erfolg funktioniert hat…
“Seine ersten Filme seien nicht besonders gewesen” zitiert Spiegel Online ein Interview, das Clooney auf dem Filmfestival in Toronto (2011) gegeben hat.
Tatsache: Zu seinen Erstlingswerken gehören billige TV-Serien, B-Movies wie “Die Rückkehr der Killertomaten” oder “Return to Horror High” („Banaler Horrorfilm nach üblichen Mustern und mit gewohnt blutrünstigen Effekten.“ Das Lexikon des Internationalen Films).
Interessant ist, wie Clooney mit der Situation umging: ”Selbst als ich nur in ziemlich miesen Fernsehshows auftrat, hielt ich mich für einen Filmschauspieler”
Bingo: Erste Einsicht.
Selbst wenn Du noch nicht da bist, wo Du hinwillst: Denke beharrlich an Dein Zukunftsbild. Halte es aufrecht, auch wenn die Realität Deine “Visionen” Lügen straft: ”Ich tröstete mich, bald werde ich diese großartige Kinokarriere haben, die ich damals natürlich nicht hatte”.
Aber reicht das?
Nein.
Man muss die Spannung zwischen Ist und Soll, zwischen Realität und Ziel aushalten. In einer anderen Spiegel Online Story (2008) wird dazu Clooneys Vater zitiert:
Er sagte ihm: “Junge, es gibt 50.000 Journalisten in den USA und 3000 Schauspieler. Rechne! Mache einen Collegeabschluss, dann hast du etwas, worauf du zurückfallen kannst.”
George sagte: “Wenn ich was habe, worauf ich zurückfallen kann, falle ich.”
“Er hatte recht. Er hat immer recht”, sagt Nick Clooney, “und wissen Sie, was seine wahre Stärke ist? Ich, Sie, wir alle erreichen irgendwann einen Punkt, an dem wir stehen bleiben. George geht weiter, er hat keine Angst zu wachsen.”
Aber zurück in die Zeiten, als Clooney noch in dritt- und zweitklassigen Rollen unterwegs war: “Ich tröstete mich, bald werde ich diese großartige Kinokarriere haben, die ich damals natürlich nicht hatte”.
Ok, werden Sie vielleicht einwenden: Clooney hat also große Träume gehabt. Aber wer hat die nicht? Hegen wir nicht alle Tagträumereien von einem großartigen Leben – das sich aber irgendwie nicht so recht einstellen mag?
Was also hat Clooney in die Erfolgsstratosphären gekickt?
Eine wichtige Einsicht.
Clooney begriff irgendwann, dass er selbst für seine Rollen verantwortlich ist: ”Das war wie ein Gedankenblitz – ich muss mit richtig guten Filmemachern und guten Drehbüchern arbeiten – und das brachte es tatsächlich.”
Schließlich kamen die Chancen, aus denen Clooney etwas gemacht hat: die Fernsehserie “Emergency Room” gefolgt von Blockbustern wie ”Projekt: Peacemaker” und “Out of Sight”. Und schließlich die oben genannte beeindruckende Serie von Filmen, die weit über den üblichen Kommerz hinausgehen.
Was lernen wir aus all dem?
Die Antwort geben Sie sich am besten selbst.
Wie?
In dem Sie die folgenden drei Fragen – ehrlich – beantworten:
Was wünschen Sie sich Großes?
Inwieweit übernehmen Sie Verantwortung, die Sache selbst umzusetzen?
Ab jetzt?
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Ja, der Georg, das nennt mal dann wohl authentisch?
Um zu seiner eigene Authentizität zu gelangen, ist ein klarer Blick in den Spiegel von Nöten und das erkennen, dass der zurückgelegte Weg viele Irrungen brachte, aber daraus die richtigen Gedanken entstehen und der Weg in die Zukunft gerader verläuft.
Der eine erkennt es schnell, und andere suchen sich immer noch.
Aber,
ES IST NIE ZU SPÄT UM DER ZU WERDEN, DER MAN IST.
Indem sinne wünsche ich jedem, das er seinen Weg findet.
LG
Jürgen
Be all you were born to be !
Hallo Martin,
dieser Sagtz von Clooney trifft den Kern: “Wenn ich was habe, worauf ich zurückfallen kann, falle ich.”
Ich kann das aus meinem eigenen Leben bestätigen, dass als ich bereit war, Anfang 1999 auf Arbeitslosenhilfe zu verzichten und fortan darauf zu vertrauen, dass meine spirituelle Arbeit mich ernähren wird, nicht nur mein Fokus sich verändert hat, sondern dass sich die Welt drum herum auch neu ausgerichtet hat: Es kamen Klienten, Einkommen, Bestätigung, Freude am Tun usw.
Ich denke, genau deswegen sind so wenige Menschen selbständig, weil sie genau diesen Schritt in die Selbstverantwortung scheuen …
Alles (IST) Liebe,
Alexander
P.S. 3 gute Fragen zum Schluß! Danke dafür … ich wende sie gerade für den nächstenn Schritt in einem wichtigen Projekt an…
Eine so “einfache” Wahrheit … die ich mir vorsichtshalber jetzt aber sofort notiert habe … damit ich sie nicht schon wieder vergesse
Lieben Gruß,
Conny