Wie man den innerlichen Motzkopf zum Verstummen bringt (1/3)
Brigitte Hettenkofer, eine Teilnehmerin aus dem Kurs “Mach das Beste aus 2012” letztes Jahr schrieb mir etwas, das die meisten von uns kennen: “Am Anfang des Programms war ich gerade in einer schwierigen privaten Phase und wenn ich meinen inneren Selbstgesprächen zuhörte, dann waren diese Gespräche nicht besonders nett und schon gar nicht liebevoll, sondern eher streng und hart.”
Dies ist nicht der innere Schweinehund, den die meisten von uns kennen.
Sondern der innere Motzkopf.
Der Unterschied?
Der innere Schweinehund überredet uns zur Bequemlichkeit. Warum was Neues wagen? Das Alte ist doch viel netter. Warum noch für die Prüfung pauken oder die Besprechung vorbereiten? Morgen ist doch auch noch ein Tag. Warum heute noch joggen? Drinnen ist es doch viel gemütlicher.
Der Motzkopf indes hat nur eines im Sinn.
Uns fertig machen.
Er schimpft mit uns in einer Art und Weise, die wir uns bei allen anderen Menschen verbitten würden. “Wie blöd bist Du eigentlich? Wie scheiße siehst Du eigentlich aus? Du bist doch viel zu bescheuert, um das hinzubekommen.” Und so weiter.
Sticheln. Abwerten. Geringschätzen. Meckern. Schimpfen. Das ist seine Sprache.
Und wie immer, wenn wir nur ansatzweise in seine Nähe kommen, verlieren wir bestenfalls “nur” den Mut.
Meistens aber sind wir niedergeschlagen, traurig, verletzt oder gar am Boden zerstört. Manche halten diese Stimmungen nicht weiter aus und beginnen sich zu betäuben. Mit Fernsehen. Stundenlangem Surfen. Arbeit. Sex (Siehe “Schoßgebete” von Charlotte Roche). Trinken. Kiffen. Und allem anderen, was einen wenigstens für kurze Zeit aus dem Kopfkino entführt.
Und falls Du Dich angesprochen fühlen solltest: Du bist nicht allein.
Ich glaube, viele, vermutlich sogar die meisten von uns, haben (auch) einen Motzkopf in sich.
In dieser Artikelserie möchte ich Dir zeigen, warum wir überhaupt einen Motzkopf besitzen (und nein, es liegt nicht an uns), welche Aufgabe er erfüllt und wie Du ihn besänftigen oder gar ganz loswerden kannst.
Bevor ich Dir jedoch mehr dazu schreibe, hätte ich gerne gewusst, wie Du darüber denkst.
Kennst Du sowas?
Und was glaubst Du, ist die Ursache, warum Menschen einen Motzkopf in der Birne haben?













Hallo Martin, ich denke das der Motzkopf durch äussere Umstände entsteht, das heisst, wenn wir in einem Umfeld gross geworden sind, in dem wir anderen (z.B.: den Eltern, Lehrern u.s.w.) nie gerecht werden konnten.
))
Ich denke das wir somit nur einer Wahrnehmungsstörung erliegen.
Denn eigentlich sind wir doch alle ok so wie wir sind
bloß jeder für sich, kann das manchmal gar nicht glauben.
Ich persönlich habe das nicht mehr sooft, aber das war ganz schön harte Arbeit mich so zu mögen und zu akzeptieren wie ich nun mal bin.
Manchmal passiert es auch das ich mich verunsichern lasse, versuche mir aber immer die Zeit zu nehmen und zu realisieren was an den Kritiken anderer wirklich dran ist.
LG Paula
))
Hallo Martin,
ja, ich kenne auch den “Motzkopf”, wie sicherlich jeder von uns.
Der Eine mehr der Andere weniger.
Ich denke, das wir den täglichen “Müll” aus unserer Kindheit, aus dem Fernsehen (Nachrichten, Zeitungen) unseren Beziehungen und den Ungerechtigkeiten/ Verrücktheit dieser Welt teilweise bewusst, teilweise unbewusst gespeichert haben und dadurch hat dieser innere “Motzkopf” immer wieder eine große Chance.
Leider richtet er sich auch nicht danach, ob wir uns gerade stark fühlen oder total deprimiert sind, denn gerade beim letzteren schlägt er gerne zu( so wie bei mir seit einiger Zeit).
Ich fände es sehr interessant mehr darüber zu erfahren; z.B wie andere damit umgehen oder wie man diese “innere Stimme” schwächen kann, denn aufhören wird sie nicht.
Viele Grüße und ein wirklich ernst gemeinter Lob über Deine Artikel und Kurse!
Hallo und ein frohes neues Jahr,
ja ich denke ich habe auch so eine Motzkopf in mir udn ich gleube er ist eigentlich immer präsent, nicht nur ab und zu sondern er begleite mich durch den Tag.
Ich bin auch davon überzeugt, das er mir von meiner Mutter eingepflanzt wurde, die mich über Jahre unter Druck gesetzt hat und den Druck immer aufrecht erhalten hat. Ich bin während meiner Schulzeit udn Ausbildung und auch danach noch immer für mein tun neg. kritisiert worden. Das davon was nach 40 Jahren hängen bleibt ist doch klar. So hat sich die Kritisiererei verselbständigt udn begleitet mich weiterhin auch wenn ich dem EInfluß meiner Mutter stark beschränkt habe.
Da sging letztes Jahr soweit das ich nicht an Weihnachten dabei war obwohl jedes Jahr Familienfeier ist udn ich diese wieder ins Leben gerufen hatte, aber nach mehrfacher unnötiger Kritik habe ich es vorgezogen 2011 dieser Feier fern zu bleiben.
LG
Chris
Hi Martin,
das was Chris schreibt, kenne auch ich zur Genüge…auch meine Mutter hat einen wesentlichen Teil dazu beigetragen (wenn nicht sogar das meiste) dass dieser innere Motzkopf sich die ganze Zeit bei mir meldet und mich immer weiter runterzieht…Suche auch länger schon nach einer Strategie das ganze zu beenden…Auch habe ich in meinem Leben mittlerweile schon so viele negative Erfahrungen und Meinungen über mich einstecken müssen, dass gar net mehr weiß, was richtig oder falsch ist. Habe auch inzwischen den Kontakt zu meiner Familie bzw. auch zu meiner Mutter abgebrochen weil es mich einfach nur noch runterzieht…So jetzt wünsch ich dir/euch allen mal alles Gute für 2012 und bin mal gespannt so auf die Erfahrungen der anderen und auf deine Beiträge…
L.G. Sabine
Hallo Martin,
ja, ich kenne das Motzkopf-Phänonmen nur allzu gut. Als ich vor ein paar Jahren durch eine schwere Krankheit länger nicht arbeiten konnte (3,5 Monate), hatte ich große Probleme, den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben zu schaffen. Wenn ich dann einen Arbeitstag abbrechen mußte, kamen solche Sätze hoch wie: “Siehst du, Du kannst das einfach nicht mehr, begreif´s endlich!” oder ” Du bist einfach eine faule Sau, du hast nur keinen Bock!” oder “Du bekommst nie wieder einen ordentlichen Arbeitsalltag hin.” Obwohl das Ganze inzwischen 2,5 Jahre her ist, habe ich heute zum Teil noch Probleme mit meinem inneren Dialog im Bezug auf die Arbeit. Das hat dann natürlich direkte Auswirkung aus mein körperliches Befinden. Ich habe dadurch mehr Fehlzeiten als nötig wären – ein ziemlicher Teufelskreis. Ich finde es toll, dass Du Dich mit diesem Thema auseinandergesetzt hast, da ist bestimmt auch viel Nützliches für mich dabei.
Danke!
Lieber Martin,
. Nun, unter Motzkopf verstehe ich eher den Verweigerer, der sich verschließt, der trotzig ist, sich meint wehren zu müssen. Der glaubt, zu Recht beleidigt sein zu “dürfen”, weil von außen Ungerechtigkeit über ihn herein kam. Dabei merkt er nicht, wie er seinen Frust gerne auf andere überträgt. Er motzt dann mit diesen Personen genauso und findet “Schuld” und Fehler.
das ist ein tolles Thema
Die Stimme, die mich nieder macht ist eher mein Kritiker. Der die übernommenen Stimmen von Außen heute noch von innen auf mich bombardiert (aber siehe da, er ist vieeeeeel ruhiger und friedlicher geworden!).
Tja, der Mozzi
. Bei meinen Kindern kann ich – immer öfter – mit einem Lächeln zulassen, dass sie sich ausmotzen müssen. Weil die Mama vielleicht ein bisschen doof war, haha.
. Input? Gerne!
.
Und bei mir selbst stelle ich immer mehr fest, dass ich dann über alles motze, wenn ich selbst unzufrieden und unausgeglichen bin. Ich versuche mich zu ENTlasten indem ich dem Außen alles überstülpe. Dabei BElaste ich leider manchmal meine Menschen um mich rum. Und die Nörgelei, manchmal mit unterschwelligen Vorwürfen gespickt, hilft auch nicht wirklich, bessere Umstände zu erreichen. Ich scheine mich sogar regelrecht davon auszusperren. Deshalb schaue ich immer mehr auf die wahren Beweg- und Fühlgründe. Das hat mich tatsächlich ausgeglichener gemacht und ich werde gelassener, kann innerlich ruhiger bleiben. Und übe weiter
Bin sehr gespannt, was Du in Deinen Artikeln noch zum Thema schreiben wirst.
Werde ihn mit Freude verfolgen
Alles Liebe Dir
Annette
Hallo Annette,
ich kann deinem Beitrag voll und ganz zustimmen.
Leider bin ich noch nicht so weit wie du und finde die wahren Hintergründe noch nicht heraus.
Liebe Grüße
Connie
Lieber Martin
Dieses Thema scheint so alt zu sein wie die Menschheitsgeschichte.
Im Rahmen einer theologischen Arbeit befasse ich mich seit einiger Zeit intensiver mit dem Thema (Motzen und Murren). Schon in den Regeln des Heiligen Benedikt, die das Zusammenleben in der Gemeinschaft ordnen sollte (und heute von Führungskräften wiederentdeckt wird), wird sieben mal darauf hingewiesen, dass das Murren (alte Form des Motzens) unterlassen werden soll und die “Personalverantwortlichen” werden dazu angehalten, ihren Teil dazu beizutragen, dass es erst gar keinen keinen Grund dazu gibt. A
Das schlimmste am Motzen scheint mir seine ansteckende Wirkung zu sein. Mit diesem Phänomen sah sich schon Mose konfrontiert und sein Unterfangen wäre beinahe an verschiedenen Stellen wegen Gemotze gescheitert. Möglicherweise wäre ein Blickwechsel auf das, was motiviert, was gelungen ist, wofür man dankbar sein kann, auch heute noch ein Ausweg aus der Motzspirale.
Starten wir doch einfach ein “Gegenprogramm” und nehmen bewusst aufbauende Themen und Situationen in den Focus- wir haben ja schliesslich die Wahlmöglichkeiten.
Mit besten Grüssen
Karin Krebs
Hai Martin,
ja also, den Motzkopf wie Du ihn beschreibst, der war mal, den mir wurde in All you need… gesagt ich soll mich so lieben wie ich bin und da bin ich dran, nicht immer aber immer öfter und es klappt.
Der motzt auch nicht mehr, nur ab und zu mal ein zaghaftes aufbegehren. Dann weis ich aber, was ich nicht will, und denke an das was ich möchte, und fühl mich dabei viel wohler. Also, geht doch, zwar langsam, aber immer besser.
In dem Sinne,
die besten Wohlfühlgrüße
Jürgen
Hallo Martin,
ja, klingt interessant! Den Motzkopf kenne ich zwar auch, aber mittlerweile belustigt er mich mehr als dass er stört.
Es gibt zwar auch Tage an denen mir der Abstand schwerer fällt, aber meist kann ich ihm mit einem Lächeln bei seiner Arbeit zusehen und hin und wieder mache ich sogar absichtlich mit, einfach weil es lustig ist sich selbst anzumotzen.
Vielleicht kommt das auch durch die Übung die ich mittlerweile mit den äußeren Motzköpfen habe (Kollegen, Kinder etc…).
Was mich interessieren würde wäre die Funktion die der Motzer hat. Bei mir geht es oft einfach nur um eine übersteigerte Form der Selbstmotivation gepaart mit einem Schuldgefühl weil ich etwas zu lange habe schleifen lassen dass ich mir bereit viel früher vorgenommen hatte. Seit ich das so erkannt habe, lache ich mehr mit und über den Motzkopf und gehe die dahinterliegenden Themen dann eben an.
Um auf deine Frage zurückzukommen, ja, gerne mehr!
Viele Grüße,
Mark
DAS gefällt mir sehr…
ja, so empfinde auch ich es, eine übersteigerte Form der Selbstmotivation gepaart mit……,treffender kann man es kaum ausdrücken.
Dankeschön! Liebe Grüße Lydia
Hallo Martin, auch ich kenne den Motzkopf sehr gut. Dieses Gefühl die anderen sind besser , schöner… Vor einer Woche war ich bei einer Fotografin und habe Fotos von mir anfertigen lassen(Groupon).
Ich war begeistert wie toll ich aussehen kann. Ein bißchen Schminke und die richtige Beleuchtung. Einfach Spitze. Fühle ich mich mal wieder besch… denke ich an die Bilder oder schaue sie mir an und frage mich, warum läßt Du Dich so runtermachen? Bist eine tolle Frau.
Viele Grüße
Helga
Hallo Martin,
Ich kenne den Motzkopf gut. Die genaue Ursache kann ich mir nicht erklären. Ich denke jedoch, dass es (noch) an Selbstliebe mangelt.
Vor Jahren habe ich mal in einem Buch gelesen, dass man sich das Verhalten bewußt machen sollte und laut (oder leise) STOP! sagen soll wenn man den Motzkopf erwischt. Damit habe ich es immerhin geschafft, den Motzkopf beinahe ganz aus dem privaten Bereich zu verbannen. Irgenwann ist mir mal eine Tasse runtergefallen und zerbrochen und ich habe direkt Stop gesagt und konnte darüber lachen.
Heute erwischt mich der Motzkopf fast nur noch im beruflichen Bereich. Besonders wenn ich Stress habe oder einen Tag an dem ich mich nicht ganz so gut konzentrieren kann. Kannja mal vorkommen.
Liebe Grüße
Diana
Wie bei vielen anderen hat sich auch mein Gewissen (Motzkopf klingt mir zu negativ) wohl aus der Situation gebildet, dass meine Eltern mich kritisiert haben. Zum Teil war das wahrscheinlich auch einfach notwendig, um mir klarzumachen, was “richtig” und was “falsch” ist in unserer Gesellschaft usw., wenn es auch vielleicht auf eine andere Weise hätte vermittelt werden können. Und diese Kritik hat sich dann irgendwann verselbstständigt und kommt nun ganz automatisch von innen.
Ich bin gespannt, was du uns im nächsten Teil so erzählst – eigentlich finde ich nämlich, dass der Versöhnungsprozess schon völlig ausreicht, um mit dem Gewissen klarzukommen! Ich bin jedenfalls grade dabei, mein Gewissen zu verstehen (es will mir schließlich nur helfen, mich “richtig” zu verhalten) und es als Freund zu gewinnen. Und ich bin sicher, dass es dann auch netter zu mir sein wird.
)
In Österreich gibts ja kein motzen, bei uns wird herumgemeckert oder gemault.
Nichts kann man recht machen, an allem gibts was zum Aussetzen und dazu wird alles noch ordentlich runtergemacht.
Ohja davon konnte ich vor dem All you need .. Kurs ein Lied singen. Noch bevor wer anderer an mir was ausetzen konnte, war ich viel schneller mit Kritik, Strenge und Runtermachen. Einfach nicht gut genug für dieses Leben. Und das wurde mir auch noch von Außen gespiegelt. Bis ich diesen Anteil in mir wirklich kennenlernen durfte. Er hat einfach seinen Auftrag erfüllt, nur keine Blöse vor anderen zeigen. Selber so kritisch sein, dass keiner vor mir was merkt. Hat natürlich nicht immer funktioniert, na das war dann schlimm. Jetzt gibts stattdessen Freundschaft, Achtung und Wertschätzung und Fehler dürfen einfach passieren. Das hat zumindest 2 Transformer gebraucht.
Und ich darf auch wieder rückfällig werden. Doch meine Strenge hat jetzt einen anderen Auftrag und ist anderwärtig gut beschäftigt und die Aussenspiegel zeigen nun ganz andere Bilder.
Was gibts denn da noch zu motzen?
Und hin und wieder macht Aufnüpfig sein auch richtig Spaß.
Alles Liebe
Susanne
My freinds this inner guardian of the soul is sometimes under attack with inner demons. So the way to clean the mind and be ready for gods full impact YOU have to fight the battle.
The heart will guide the way and the spirit opens the doors.
The secret lying within to eternity is the greatest gift you can imagine.
Calm down the inner “Motzkopf” make him small like a little cat.
Concentrate on practical things more, Acting is better and at this days more important than thinking.
Hallo Martin,
dieser Typ “Motzkopf” ist seit langem mein Untermieter. Er macht sich im Moment überall breit und ich kann ihn kaum bremsen. Und je mehr ich lese oder höre, was ich alles tun kann – mich selber lieben oder die alten Glaubenssätze prüfen und ändern – je lauter und übler wird dieser “M”. Er vermiest mir den Alltag, den Blick in den Spiegel und und und…
Ich denke schon, dass meine Erziehung die entscheidende Rolle spielt. Wäre froh, wenn ich “M” rauswerfen könnte, mit allem Gepäck!!! Sagst du mir wie?
Liebe Grüße
Ich glaube, es ist so, wie Paula sagt,
würde es jedoch anders ausdrücken:
Wir sind die ganze Zeit damit beschäftigt, irgendentwas zu verbessern,
das Haus, das Einkommen, den Job, den Nachbarn
und natürlich kommt das nicht von ungefähr, weil wir auch mit uns so umgehen, weil wir, wie Kinder das eben so tun, einfach das kopiert haben, was wir im außen wahrgenommen haben.
Also statt Wertschätzung üben wir Kritik
wie innen – so außen
das
Hallo Martin,
wenn wir einen Beruf ausüben wollen, machen für eine Ausbildung, wenn wir Autofahren wollen, nehmen wir Fahrstunden, wenn wir Schwimmen lernen wollen, gehen wir in die Schwimmschule. Ich könnte jetzt so weitermachen und meine Liste würde endlos werden. Wir kommen als Baby auf die Welt und uns werden Gedanken, Gefühle antrainiert, wir werden Opfer von Opfern und genauso geben wir sie erstmal weiter, bis wir vielleicht durch Krankheit, Trennung oder ähnliches wachgerüttelt werden und dann erst anfangen zu Leben, oder über das Leben nachzudenken. Ich denke, wir wissen einfach zu wenig vom Leben, oder wie ich ein glückliches Leben führen kann. Wenn wir ein frohes Leben wollen, müssen wir frohe Gedanken denken. Wenn wir ein erfolgreiches Leben wollen, müssen wir Erfolgsgedanken denken und wenn wir ein Leben voller Liebe wollen, müssen wir liebevolle Gedanken denken und das wird uns meiner Meinung nach zu wenig vermittelt. Genauso die Eigenliebe wird uns wenig vermittelt, wir sind nur gut, wenn wir gute Leistungen bringen und wenn wir das nicht schaffen, machen wir uns dann auch noch selbst nieder, was für ein Quatsch, aber am Ende lernen wir, wieder auf unser Herz zu hören. Das alles ist ein Thema, welches so breit gefächert ist, dass man es nicht in 3 Sätzen beschreiben kann und ich bin schon gespannt auf deinen nächsten Bericht.
Hi Martin,
ich bin mir nicht so sicher, ober Motzkopf etwas ist, was von außen kommt….. viele Menschen scheinen nicht (ausreichend entwickelten) Fühlern gesegnet zu sein, die als Indikatoren für den eigenen “richtigen” Weg dienen. So kann uns der Motzkopf als Indikator für den “falschen” Weg dienen….. vielleicht ist er der Kontrapunkt der inneren Stimme…… wer diese hört, braucht den Motzkopf wohl nicht mehr…..
Liebe Grüße,
Mike
Hallo, Martin,
-, aber jetzt sind wir erwachsen und dürfen an uns selbst arbeiten
)…
spannendes Thema – Freud lässt wieder mal grüßen, siehe oben!Ich glaube, das Wichtigste ist, sich klar zu machen, dass ich als Erwachsener Mensch nicht mehr der Kritik der Eltern unterliege. Für den inneren Motzer gibt es keine wirkliche “Entschuldigung” mehr.Früher war es sicherlich lebensnotwendig, sich auf das Motzen unserer Eltern einzulassen,um ihre Liebe nicht zu verlieren -was für ein Paradoxum
Ich freue mich auf deine willkommenen Denkanstöße dazu!
M.
Guten Morgen Martin,
ja ich habe diesen Motzkopf sehr gut kennen gelernt. Vor allen 2000 und 2001 hat er mich bearbeitet! Bis ich mir gesagt habe: Der muss wieder aus Deinem Kopf raus! Ich habe ein mir ein Jahr Auszeit gegönnt – dann war zwar wieder Ruhe (es gab ja schließlich nichts worüber er hätte motzen können) – aber er war nicht verschwunden.
Ich habe dann die Fronten gewechselt und bin seither Trainer. Die Trainerausbildung brachte es mit sich, sich auch mit mir zu beschäftigen – und mit dem Motzkopf. Heute weiß ich, dass der Motzkopf dann wieder stark werden könnte, wenn ich extrem im Stressmodus bin und nicht genügend Anerkennung bekomme – also meine psychischen Bedürnisse befriedige.
Aus meiner Erfahrung kann ich bestätigen, dass wir selbst nicht schuld sind am Motzkopf – der ist uns anerzogen worden (irgend jemand muss ja Schuld sein – oder?. Ganz loswerden wird ganz schwierig! Aber besänftigen – das geht mit etwas gutem Willen und Arbeit. Dazu muss man aber sich selbst und andere extrem o.k. finden! Das bedingt sich und die eigenen Mechanismen zu kennen und sich darauf einzustellen.
Aber Achtung: Da gibt es schon extreme Motzkis, die einem einreden können: Will ich doch gar nicht wissen – alles Psycho-Hokus-Pokus!
Es ist also schon etwas persönliche Nabelschau erforderlich und der Mut, den Dingen in die Augen zu schauen und auf den Grund zu gehen.
Deshalb bin ich auf Deine nächsten Artikel gespannt wie Flitzebogen!
Sonnige Grüße
Helmut
Ich habe mir jetzt erst einmal die anderen Beiträge angesehen. Und könnte jetzt aus meiner Perspektive sehr viel dazu schreiben – was aber Deine Aufgabe ist, lieber Martin.
Nur soviel: Ich habe mich schon immer selbst geliebt (bin aber kein Narzist!) und trotzdem auf den Motzki reingefallen. Ich habe viel mehr davon gehabt auf einer “Ich bin o.k. – Du bist o.k.” mein Leben weiter zu führen. Andere haben andere Ansichten? Das ist heute o.k.! Damit vermeide ich für mich Stress und für die anderen auch! Die “o.k.-o.k.” Plattform ermöglich nämlich meinem Motzki und dem Motzki gegenüber schon gar nicht sich zu entfalten. Und schon ist das Problem halb gelöst.
Auf jeden Fall haben mir die anderen Kommentare noch mehr Lust auf Deine Artikel gemacht!
Danke + Gruß
Helmut
Hallo Martin,
ja dieser Motzkopf, sicher ist er im Laufe viele Jahre durch äußere Erfahrungen stark geworden – man hat, bzw. ich habe ihn ja stark werden lassen.
Aber damit ist ja jetzt wohl endgültig Schluss, wie schon viele Hinweise und Wegzeigunngen werde ich auch den Motzkopf mit Deiner Hilfe raus aus meinem Unterbewusstsein auf den Motzplaneten schicken.
Ich freu mich drauf und Dir auch noch mal vielen Dank für alles, was ich bisher erfahren durfte.
Kerstin
Halo Martin,
nachdem ich gestern zu diesem Motzkopf schon was geschrieben habe, fiel mir (Zufall?) ein interessantes Büchlein in die Hände (vor einigen Tagen gekauft), in dem es auch um den “iinneren Kritiker” geht.
Das Buch heißt “Achtsam leben mit Hochsensibilität” von Susan Marletta-Hart.
Darin geht es um diesen “M” bei hochsensiblen Menschen, vielleicht interessiert dich das für deinen Kurs.
LG
Hallo Martin, ich glaube, dass dieses Thema den Zahn der Zeit wohl ziemlich gut trifft. Leider orientieren wir Menschen uns sehr an dem, was Andere von uns erwarten und was gerade mal “modern” ist. Ich habe da ein nettes Zitat von einem ziemlich klugen Kopf, Alexander Munke,das mich schon Jahre begleitet und mir, wenn sich mein Motzkopf meldet, jedes Mal ein Lächeln/Grinsen ins Gesicht zaubert und schon fühle ich mich besser. “WAS ANDERE ÜBER DICH DENKEN, GEHT DICH GAR NICHTS AN:” – Mein Wieder-Gute-Laune-Mach-Spruch.
LG Andrea
Der simple Satz von Viktor Frankl (Neurologe, Psychiater) hat mir sehr geholfen: “Man muss sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen”. (sinngemäße Wiedergabe)
Die Gratwanderung zwischen “gesunder Reflexion mit sich selbst und ewiges hinhören auf den “Mozkopf” ist, so denke ich, lebensbegleitend
Ja, hallo Martin, ich finde das Thema auch interessant und gut, aber die Anderen haben schon fast alles darüber gesagt; ich meine auch, dass es aus unserer Kindheit (vor allem) kommt, bzw. kondizioniert wurde! So ist das Leben , leider!? Ob wir wollen es oder nicht, wir übernehmen fast alles von unserer Eltern. (ein gutes Buch dazu von Arno Gruen: Der Fremde in uns!). Ich erinnere mich noch, wie oft ich sauer auf meien Vater war, als er immer mit Beispiele kam: In Afrika hungern millionen und Du schmeisst das Brot weg!Oder :Warum leuchtet die Lampe, wenn Du nicht im Zimmer bist? Das ist Verschwendung! Oder die Leute kapieren einfach nicht, dass, wenn sie etwas im Treppenhaus Kaputt machen, am Ende selbst bezahlen! Sie sagen, es ist nicht unsere Glühbirne oder die beschmuzte Wand, sondern es gehört UNS jedem!(staatlich) Aber wer ist die Staat? Wir! Wir sind die Staat, weil die Staat von uns das Geld holt zu “leben”. Die Staat ist kein Irgendjemand,(Onkel Staat!) der alles bezahlt, sonder sie nimmt von uns das Geld zu bazahlen etc.etc. So argumentierte er, mit Recht, natürlich, aber wir konnten es nicht mehr hören. Jetzt sage ich es genau so meinen Kinder! Gut, ich finde es jetzt noch mehr richtig, aber gibt es sicher andere, schon “abgelaufene” “Wahrheiten”, die ich auch wiederhole wahrscheinlich! Ein bisschen von Thema “abgerutscht”! Wir hätten es lernen müssen, wie man mit “Gewissensbissen” umgeht! Dann hätten wir weniger Problemen, mit Motzkopf! Aber, wie schon gesagt wurde, statt Eingenliebe hieß es so: erst kommen die Anderen und dann Du (ICH). Egoist war, oder hieß jemand, der mit ICH angefangen hat. In bin Ungar und in Ungarn war das noch mehr ausgeprägt! Bei uns war der Fremde, der Gast überbewertet! Ich denke,man kann es wirklich lernen mit Motzkopf gut auszukommen, so schädlich ist er auch nicht, wenn man ihn “einbezieht”, genauso, wie man den Verstand arbeiten läßt, aber nicht von ihm stauern!
So viel für heute! Ich bin auch gespannt, was Du anbieten kannst!?
Liebe Grüße
András
Hallo Martin,
ich versuche schon seit längerem diesen Motzkopf in mir zu finden und hin und wieder hör ich ihn auch aber bei mir ist es oft nur so ein Gefühl (Angst, Trauer) welches mich dann so traurig macht… es kommt meistens morgens in mir auf, wenn der Wecker klingelt.
freue mich schon auf den dritten Teil
ein super Thema erstmal
Dieses Gefühl kommt aus der Herzgegend und fühlt sich an als ob nichts einen Sinn hat…
Naja worauf ich hinaus will ist dass ich meinen Motzi nicht wirklich höre sondern eher fühle, ich würde ihn aber viel lieber hören denn dann könnte ich ihn irgendwie ausschalten sodass er keinen Einfluss auf meine Gefühle hätte…