Was tun mit Leuten, die einen verletzen?
“Geben, was man will” ist ein wichtiges Prinzip aus dem Selbstcoaching-Tool “28 Tage Transformer“Um was es dabei geht?”Wer sich mehr Selbstwertgefühle wünscht, lobt heute jemanden (ehrlich, und bewusst). Wer mehr Geld verdienen möchte, lässt heute jemanden Geld zukommen”, so habe ich es in dem Artikel “Geben, was man will” bereits erläutert. Und an zwei Beispielen gezeigt, wie das, was man gibt, zuweilen auf wundersame Weise (und keineswegs vorhersehbaren Wegen) zu uns zurück kommen kann.Nun schrieb mir eine Teilnehmerin des “coach-your-self” Kurses: “Martin, soll man denjenigen Leuten helfen bzw. “geben, was man will”, die uns danach schimpfen und seelisch verletzen? Oder auch denen, die uns verletzt haben und mit denen man keine gute Erfahrung gemacht hat?“Gute Frage, und die Antwort lautet… (weiterlesen …)
Selbstvertrauen steigern: Was tun, wenn Leute deswegen Stress machen?
“Hallo Martin“, schrieb mir gestern ein Teilnehmer des coach-your-self Kurses, “mit der Übung zum “größeren Du” habe ich mich verändert. Seitdem werde ich von meinen Lieben und von Leuten aus meiner Umgebung angegriffen. Damit komme ich schwer zu recht: Einerseits möchte ich auf meine gewonnene Lebensfreude nicht verzichten. Andererseits möchte ich, die Menschen die mir im Laufe der Zeit lieb geworden sind nicht verlieren. Wie gehe ich mit solchen Situationen um?“Berechtigte Frage.Meines Erachtens gibt es drei Wege… (weiterlesen …)
Der Gesprächsinfarkt: Hilfen für ermüdende Gespräche
Brrh. Mich schüttelt es. Meine Ohren glühen und fallen gleich ab. Mir wird es schlecht. Hilfe! Ich muss hier raus, ich halt es nicht mehr aus.
Kennen Sie solche Situationen?
Sie sind nahe dem Gesprächsinfarkt, weil Sie Ihr Gesprächspartner in Sack und Asche redet. Dieser labbert, kommt von einem zum anderen Thema und findet keinen Punkt. Für Sie ist es schwer dem Gespräch zu folgen – häufig erwischen Sie sich, dass Sie sich vor dieser Art von Gesprächen drücken. Ein normales menschliches Rückzugsverhalten.
Ein langer Weg
Auch mir erging es neulich so. Ich machte tagelang einen Bogen um einen Mitmenschen, von dem ich weiß, dass er nicht zu Pudels Kern kommt, ich aber eine dringende Antwort benötigte. Trotz geschickter geschlossener Fragetechnik, bekam ich kein ja oder nein, sondern ich sprach diesem Menschen eine unausgesprochene Einladung für einen Monolog aus. An meinen ungeduldigen Bewegungen hätte dieser Mann erkennen können, dass er über sein Redeziel hinausschießt. Er bemerkte es nicht! So kürzte ich schließlich wahrheitsgemäß das Gespräch ab: “Es tut mir leid, Ihnen ins Wort fallen zu müssen, aber ich muss dringend zur Toilette.” Die Antwort habe ich bis heute nicht erhalten.
Was sind die Gründe für solche einseitige Gespräche? Wie verhalten sich beide Gesprächspartner? Was hilft, um dem Gesprächsinfakt vorzubeugen?
Der cholerische Kunde: Wenn der Wolf mit der Giraffe spricht.
Kennen Sie das? Sie werden von einem Kunden angebrüllt, obwohl sie sich gar nichts zu Schulden kommen ließen. Sie denken, wie ungerecht die Welt manchmal sein kann. Dem Kunden ist irgendeine Laus über die Leber gekrabbelt, womit Sie gar nichts zu tun haben.
Trotzdem greift er Sie an. Mit seinem Wutanfall entfacht er ein wildes Szenario, sofern Sie ins gleiche Bockshorn blasen. Der angriffswilde Kunde, der nach Marshall Rosenberg mit dem Tierbild eines Wolfs verglichen wird, trifft auf einen ebensolchen bissigen Wolf, der sich vehement verteidigt. Ein Reviertanz beginnt.
Führt diese Situation nicht zu einer unguten Atmosphäre, die unnötigen Schaden anrichtet?
Eine kleine Lappalie – und so ist es häufig auch in Ihren privaten Beziehungen – führt unweigerlich zu einer Konflikteskalation, wenn da nicht ….die kluge Giraffe eingreifen würde.
Marshall Rosenberg, der Begründer der gewaltfreien Kommunikation, plädiert für einen Schlagabtausch, der auf wertschätzenden Füßen stehen sollte.
Und damit Sie demnächst aus der oben geschilderten Situationen lernen, hier drei Tipps für eine gelungene Kommunikation:
1. Sprechen Sie in der Ich-Form.
Vermeiden Sie den Gesprächspartner vorwurfsvoll zu attackieren, wie etwa „Du/Sie bist an diesem Chaos dran schuld…“ Wechseln Sie von der Du- auf die Ich-Perspektive und sagen Sie aus Ihrer Sicht, was Ihnen stinkt, was Sie stört. „Ich fühle mich vernachlässigt“ „Ich komme mit dieser Situation nicht klar.“
2. Sprechen Sie offen über Ihre Bedürfnisse/Wünsche.
Den „Ich-Anschlag“ ergänzen Sie mit Ihren konkreten Bedürfnissen: Was genau ist es, was Sie stört? Was genau stinkt Ihnen? Was fehlt Ihnen im Moment? Scheuen Sie sich nicht, Ihre Bedürfnisse offen auszudrücken. Leider neigen wir häufig dazu, unsere Wünsche auszuklammern sowie zu unterdrücken. Jahrelang wurden bestimmten Bedürfnissen keine bis wenige Entfaltungsmöglichkeiten eingeräumt, so dass wir es verlernt haben, darüber zu sprechen. Lernen Sie in sich hineinzuhorchen und wahrzunehmen, was das ist, was Sie so bedrückt und teilen Sie dies Ihrem Gesprächspartner in angemessener Weise mit.
3. Versetzen Sie sich in Welt Ihres Gegenübers.
Im oben aufgezeigten Beispiel regiert die Angriffslust, die aber zu keiner entspannten Situation führt. Ganz im Gegenteil. Was fehlt? Es fehlt die Empathie, sich in die Haut des anderen hineinzuversetzen, um zu spüren, dass „irgendetwas“ nicht stimmt. Nehmen Sie die Bedürfnisse Ihres Gesprächspartners wahr. „Oh je, was ist Dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen?“ „Ich sehe, Sie sind gar nicht gut drauf, kann ich Ihnen helfen?“ oder „Was ist denn passiert, möchten Sie darüber sprechen?“.
Diese öffnenden Fragen helfen meistens, den brüllenden „Wolf“ von seiner emotionsgeladenen Schiene herunterzubringen. Die empathische Giraffe, die über der Gesamtsituation steht und diese regelrecht überblickt, hilft dem Wolf, sich erstmal auszulassen, um dann auf einen handlungsfähigen Boden zurückzukehren.
Die Autorin Heike Eberle legt großen Wert auf eine kluge wertschätzende Kommunikation. Sie auch? Nähere Infos unter www.klug-managen.de bzw. www.beziehungsdreh.de oder auch direkt über den heißen Draht, Tel. 06341-955510.
Hallo, hier bin ich!
von Heike Eberle
![]()
Geht es Ihnen nicht auch manchmal so, dass Sie einen dicken Hals schieben, wenn Ihnen jemand über den Weg läuft, der sie kennt, aber nicht grüßt?
Im Grunde empfinde ich das als bodenlose Frechheit, als Mißbilligung meiner Person.
Gerade vor ein paar Tagen ist es wieder passiert. Ich begegne einer Bekannten, rein zufällig auf dem Marktplatz. Sie bringt noch nicht einmal ein “hallo” über ihre Lippen, obwohl sie mich Hundert pro erkannt haben muss, denn mehrere Sekunden durchströmten ihre neugierigen Blicke meinen Körper.
In solchen Situationen könnte mir der Kragen platzen. Ich fühle mich schlecht, gar verletzt.
Und wissen Sie, woran das liegt? Es liegt daran, dass wir schlicht und einfach nicht wahrgenommen werden. Wir werden einfach übersehen und das erzeugt in uns ein unbefriedigendes Gefühl.
Ich frage mich, was diese Mitmenschen so ignorant erscheinen lässt?
- Ich vermute zum einen, dass das einen ganz lapidaren Grund haben mag. Sie sind entweder mit dem falschen Fuße aufgestanden und daher nur mies drauf. So gelingt es ihnen auch nicht, ihre Sprechwerkzeuge sinnvoll einzusetzen.
Ist es aber nicht zuviel verlangt, nur einfach ein freundliches Hallo zu rufen?
- Zum anderen vermute ich, diese Menschen möchten in diesem Moment ihre Macht demonstrieren. Sie wollen mit ihrer herablassenden Art, nicht zu grüßen, beweisen, wer der Herr im Ring ist. Noch schlimmer, sie erklären: Ich bin okay – du bist nicht okay!
Wirkt dieses Machtspiel nicht eher hilf- bzw.machtlos, weil man im Grunde unfähig ist, seine “Maulsperre” aufzuheben?
Es gibt sicherlich noch weitere Erklärungsansätze. Lassen wir es bei diesen beiden. Fakt ist, diese Verhaltensweise verkörpert keine wertschätzende menschenfreundliche Haltung. Der menschliche Umgang wird nachhaltig gestört. Eine wortmagere Begegung schwingt immer in der nächsten Begegnung nach. Der Nicht-Begrüßte zahlt es dem Nicht-Grüßenden auf irgend eine Art und Weise heim. Getreu dem Motto: So Du mir, so ich Dir!
Ist es nicht jammerschade, dass nur eine kleine Handlung, in unserem Fall ein ausgebliebener Gruß, einen unheilvollen Weg nehmen könnte?
Lassen Sie es nicht so weit kommen. Schieben Sie einen Riegel vor eine solche Entwicklung, in dem Sie aktiv werden. Wenn Sie verspüren, dass ein ausbleibender Gruß Ihr Selbstwert verletzt, dann sollten Sie auf Ihr Gegenüber offen zu gehen. “Hallo, hier bin ich. Schön Sie zu sehen.” Mit diesen Worten leiten Sie möglicherweise ein anregendes Gespräch ein, das Gegenüber hat keine Chance sich in seinem Schneckenhaus zu verkriechen, Sie fordern ihn zu einer netten Kommunikation auf. Was wollen Sie mehr?
Grundsätzlich plädiere ich dafür, dass wir Menschen wertschätzender und freundlicher miteinander umgehen mögen. Deshalb möchte ich auch an Sie appellieren, seien Sie, auch wenn es Ihnen manchmal schwer fällt, nett zu Ihrer Umwelt. Sehen Sie sich nicht als Opfer, sondern bewegen Sie sich auf die Menschen zu. Das bereitet den Boden für eine gute und heile Beziehung. Denn alles, wonach wir Menschen uns sehnen ist die Anerkennung durch unsere Mitmenschen. Und dies geschieht im Wahrnehmen und Kommunizieren.
Die Autorin Heike Eberle legt großen Wert auf eine kluge wertschätzende Kommunikation. Sie auch? Nähere Infos unter www.klug-managen.de bzw. www.beziehungsdreh.de oder auch direkt über den heißen Draht, Tel. 06341-955510.
Lass mich bitte ausreden!
von Heike Eberle
Unsere moderne Welt bringt eines mit sich: Hektik und Stress machen manchen Zeitgenossen ungeduldig. Die Fähigkeit konzentriert zuzuhören geht ein Stück weit verloren. Spitzen Sie doch mal die Ohren für folgende Szene:
Verzweifelt, mit den Worten zum Himmel richtend, klagt Roswitha H. mir ihr Leiden „Immer wieder unterbricht mich mein Gesprächspartner. Ich habe niemals die Chance auszureden. Jedes Mal fällt mir mein Gegenüber ins Wort. Was kann ich nur tun?“ …
“Was interessiert mich Dein Geschwätz von gestern”
von Heike EberleWenn zwei miteinander reden, kann das sehr aufbauend, befruchtend, und bereichernd sein. Es kann aber auch die reinste Zeitverschwendung sein. Dann nämlich, wenn der eine einfach drauf los “blabbert” und gar nicht bemerkt, dass das, was er erzählt auf fehlende Resonanz stösst.Welche Folgen das haben kann – und wie Sie diese verhindern, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag. (weiterlesen …)
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold
von Heike Eberle Kennen Sie dieses alte Sprichwort auch aus dem Effeff? Wurde es Ihnen auch in Ihrer Kindheit so richtig eingetrichtert? Und haben Sie auch festgestellt, dass dieses Sprichwort in manchen Situationen einfach nur “Schmarrn” ist?Dieses traditionelle Sprichwort, vermutete G.Freytag bereits 1843, kommt aus dem Orient. Schon früher heißt es in einer Berliner und Pariser Handschrift aus dem 16. Jahrhundert: ‘Narratio argentea, Silentium vero aureum est’. Die Weisheit, daß Schweigen mehr wert sei als Reden, erscheint auch im Talmud: »Ist ein Wort ein Sela wert, ist Schweigen zwei Sela wert«In manchen Gesprächssituationen mag das Schweigen wirklich angebrachter und diplomatischer sein. Vor allem, wenn es um sensible oder kritische Spannungssituationen geht oder das Zuhören zwingend nötig ist. Stellen Sie sich einen Therapeuten oder Coach vor, der nur reden würde? Das wäre auch nicht sehr förderlich für den Heilungsprozess.Reden ist manchmal Gold wertAber wenden wir uns den Situationen zu, in denen Reden Gold wert ist. Mehr Wert in Bezug auf persönliche Entlastung, Ausstossen von unangenehmen Erlebnissen, Weiterleiten von wichtigen Betriebsinformationen und gut bezahlte Kundenaufträge.Ein bißchen mehr verraten als unbedingt nötig ist, kommt doch auch bei unseren Kunden gut an. Also raus mit der Sprache, sprechen Sie mit Ihren Kunden wirklich ausführlich, was Ihnen für die Auftragsausführung wichtig ist. Und scheuen Sie es nicht Bedenken, wenn erforderlich, einzustreuen. Sie sind der Experte für xy und Sie sollten Ihrem Kunden alle Informationen an die Hand geben. Vertuscheln Sie nichts, sprechen Sie lieber offen über beispielsweise nicht einzuhaltende Termine. Das weckt ein positives Vertrauen, weil Ihr Kunde den Eindruck hat, dass er verstanden wird.Aber was ist, wenn Ihnen gerade jetzt nicht wirklich zum Reden ist? Weil es Ihnen gerade die Sprache verschlagen hat oder sie nicht gut drauf sind. Da nutzen doch die besten Ratschläge nichts, das wissen Sie genauso wie ich.Aber es gibt es. Das SOS-Soforthilfe-Redepaket, das aus eigener Erfahrung hilft:- Schreiben Sie als erstes das auf, was Sie bedrückt. Wenn Sie nicht schreiben mögen, dann rufen Sie einen guten Freund (natürlich auch weiblich) an, der Ihnen nur zuhört. Mit dem Reden über Ihren Gefühlszustand werden sie gelinde ausgedrückt eine direkte Besserung erfahren.- Wenn Sie sich allerdings mit dem Sprechen quälen, dann hilft auch ein Rede-Warming up. So wie es die Sportler auch als Aufwärmübung nutzen, um Muskeln auf den Wettkampf vorzubereiten, so können Sie beispielsweise das früh morgens auch so tun. Starten Sie mit unverfänglichen Redesituationen, wettern Sie über das Wetter, halten Sie einfach small-talk mit Kollegen, Briefboden oder Ihrem Brötchenbäcker. Nutzen Sie jegliche Gelegenheit des Sprechens, um mit der Zunge locker zu werden.Und wenn Sie einen neutralen Gesprächspartner suchen, wenden Sie sich gerne an meine Person, Heike Eberle, Tel. 06341-955510.Lassen Sie uns über Ihr Anliegen reden. Nutzen Sie hierzu eine kostenlose Schnupper-Redestunde.
.
Maulfaulheit – das träge Mundwerk! – 2. Teil
von Heike Eberle
Erinnern Sie sich noch an meinen 1. Teil des Blogartikels “Maulfaulheit – das träge Mundwerk?” Dort habe ich beschrieben, wann es zu maulfaulen Situtionen kommen kann und wie das im Außen wirkt. Ich finde es respektlos sich maulfaul zu geben, wenn es situationsgerecht erwartet oder sogar gefordert wird. Maulfaule Menschen wirken auf mich wie “Kotzbären”. Unsympathisch, unfreundlich und inkompetent.
Und maulfaule Menschen bringen einem Selbst in Ekstase. Ich denke oft “Warum kann der jetzt nicht seinen Mund aufmachen?” und ärgere mich tierisch auf, wenn mir Informationen vorenthalten werden.
Früher war es noch schlimmer . Da habe ich mich total geärgert als ich in einen Raum eintrat, in der die Mitarbeiter ein reges Gespräch führten und plötzlich das Gespräch wie ein Faden abriß. Ich war wütend und nahm es so persönlich: “Was haben die jetzt wieder zu verheimlichen”.
Heute weiß ich, dass die Mitarbeiter mit meinem Auftreten nicht umzugehen wussten. Chefin kommt rein, also ganz ruhig verhalten. Und mittlerweile haben auch die Mitarbeiter gelernt, dass sie sich vor der “Chefin” nicht verstellen müssen. Die ist ganz normal, ein Mensch wie Du und ich.
Der Weg zu einem vernünftigen kommunikativen Miteinander ist manchmal kein wirklich einfacher. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen heute eine selbst erlebte Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die aufzeigt, wie sich das kommunikative Verhalten durch Bewusstseinseins- und Wahrnehmungsprozesse positiv verändern kann.
Vorher: Die “Nichts-Leerphrase” löst ein frostiges Klima aus
Ein Mitarbeiter sucht das Gespräch mit seinem Chef, er benötigt seine Hilfe. Er trällert vor sich hin. Frohgelaunt klopft er an der Cheftür, hört ein brummeliges „Herein”. Er spürt und sieht: Mit dem Chef stimmt etwas nicht. Negativer Gesichtsausdruck, hängende Schulter. Er fragt „Ist alles klar bei Ihnen?”. Missmutig stammelt der Chef nur heraus: „Es ist Nichts”. Der Mitarbeiter verlässt ungläubig und sauer das Chefzimmer. Was ist passiert?
Die Mitarbeiter-Brille
Der Mitarbeiter erkennt anhand der Chefgestik, dass etwas nicht in Ordnung ist. Er möchte dem Chef helfen. Der aber wimmelt ihn lediglich mit der harschen Antwort „Nichts” ab.
Dieses „Nichts” erwürgt das weitere Gespräch. Der Mitarbeiter fühlt sich nicht angenommen. Seine gute Stimmung verkehrt ins Gegenteil. Er geht missmutig an seinen Arbeitsplatz. Die Gedanken hängen immer noch an der Begegnung mit seinem Chef. Er nimmt blockiert und unkonzentriert seine Arbeit auf.
Die Chef-Brille
Der Chef, der mit sich nicht im Reinen scheint, hat ein negatives Erlebnis gehabt. Bestimmte Abläufe laufen nicht nach seiner Vorstellung. Der Ärger über die andere Sache ist noch nicht verflogen als der Mitarbeiter sein Zimmer betritt. Der Chef ist genervt, in ihm kocht es. Außer dem „Nichts” sprudelt nichts aus ihm heraus. Im Nachgang bereut er es. Auch er hängt unnötigerweise gedanklich an dieser blöden Gesprächssituation.
Nach der Schulung der kommunikativen Fähigkeiten verbessert sich das Miteinander.
Gleiches Szenario wie vorher. Der entscheidende Unterschied liegt in der klaren Gesprächsführung.
Der Mitarbeiter überhört das „Nichts” und fragt konkret nach „Ist eben was schief gelaufen, kann ich Ihnen helfen?” Der Chef hadert noch etwas, aber antwortet mit fester und klarer Stimme: „Gerne würde ich mit Ihnen Näheres besprechen, aber ich bin momentan in keiner guten Verfassung, kommen Sie doch bitte in einer Stunde wieder. Passt das bei Ihnen?”
Oder alternativ: Der Chef fängt mühsam an über seinen Ärger zu sprechen. Er überwindet seine Sprechbarriere, kommt immer besser ins Gespräch und kann dadurch seinen Ärger loslassen.
Erkenntnis:
Ärger, Wut und Zorn fressen einem auf. Er behindert einen, aus sich herauszugehen. Man fällt in sich zusammen. Überwindet man diese Phase, wird man regelrecht belohnt: Über das Sprechen wird eine positive Grundstimmung hergestellt. Das Miteinander wird spürbar freundlicher und verwandelt sich in eine angenehme Atmosphäre. Was Besseres kann einem doch nicht widerfahren oder?
Möchten auch Sie Ihr kommunikatives Verhalten verbessern oder verändern? Oder tragen Sie belastende Beziehungssituationen mit sich herum? Lassen Sie uns doch darüber sprechen. Nutzen Sie hierzu die kosten lose Schnupperstunde! Heike Eberle ist Kommunikationstrainerin und Dipl.-Betriebswirtin und wurde im Laufe ihres Lebens mit vielen Kommunikationsstörungen konfrontiert, die sie meistern musste. Kontakt: 06341-955510.
Maulfaulheit – das träge Mundwerk! – 1. Teil
Maulfaule Menschen: Gibt es die im 21. Jahrhundert überhaupt noch, wo die Kommunikation über neue Medien vielfach unbeschwerter und einfacher verläuft? Oder verstärkt diese Technik die Maulfaulheit?
